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Spiel gegen Unterhaching ausverkauft Ansturm auf letzte Tickets für Aufstiegsfinale des VfL Osnabrück

Von Benjamin Kraus, Louisa Riepe und Andre Pottebaum

Eine lange Schlange bildeten die Wartenden vor dem Fanshop an der Bremer Brücke. Foto: André PottebaumEine lange Schlange bildeten die Wartenden vor dem Fanshop an der Bremer Brücke. Foto: André Pottebaum

Osnabrück . Am Mittwochmorgen ist der freie Verkauf für die letzten beiden Heimspiele des VfL Osnabrück in der 3. Liga gegen Rostock (3. Mai, 19 Uhr) und Unterhaching (18. Mai, 13.30 Uhr) gestartet. Bei L&T und an der Bremer Brücke haben sich lange Schlangen gebildet – und die ersten Tickets waren schnell ausverkauft.

Wer noch ein Ticket für die letzten Heimspiele des VfL Osnabrück in der Saison 2018/19 haben wollte, der musste sich beeilen: Für das Rostock-Spiel waren bereits rund 9000 Plätze vergeben, für das Saisonfinale gegen Unterhaching rund 9500. Der Affenfelsen war jeweils ausverkauft. Abzüglich des regulären Gästekontingents standen damit noch rund 5500 (Rostock) beziehungsweise 5000 (Unterhaching) Karten für VfL-Fans zur Verfügung. Für das Jubiläumsspiel am Samstag (14 Uhr) gegen den VfR Aalen gab es am Mittwochvormittag noch rund 400 Sitzplatzkarten auf der Nordtribüne.

Doch das änderte sich schnell:

Am Mittwochnachmittag um 16 Uhr gab es nach Auskunft des VfL nur noch wenige Dutzend Sitzplatzkarten für das Spiel gegen Aalen, und rund 700 Stehplätze für die Partie gegen Rostock. "Der Stand ändert sich minütlich", hieß es von Seiten des VfL. Bereits eine Woche im Voraus hatten Mitglieder und Dauerkarteninhaber ein Vorkaufsrecht. Am Mittwoch um 9.30 Uhr gingen die restlichen Karten dann im VfL-Fanshop im L&T-Sporthaus in den Verkauf. Um 10 Uhr öffnete der Shop an der Bremer Brücke. Ab dann waren Tickets auch über die Telefon-Hotline und online erhältlich. Und der Andrang war groß: 

Die Situation bei L&T

Um eines der restlichen Tickets abzustauben, warteten die Fans schon um 9 Uhr morgens vor dem L&T-Sporthaus. Die, die sich auskannten, suchten sich ihren Weg durch die Markthalle direkt bis vor die gläserne Eingangstür des Geschäfts. Doch auch die blieb zunächst geschlossen. Erst um Punkt 9.29 Uhr kam der Mann mit dem Schlüssel, und sorgte dafür, dass die wartenden Fans Einlass bekamen. 

Am Übergang von der Markthalle zum Sporthaus warteten die Fans auf Einlass. Foto: Louisa Riepe

Dann musste es schnell gehen: Die Fans, die draußen gewartet hatten, legten die letzten Meter im Laufschritt zurück. 

Der "Run" auf die Tickets setzt ein um 9.30 Uhr am Mittwochmorgen. Foto: Louisa Riepe

Da waren die ersten Fans schon auf der Rolltreppe hinauf unterwegs in den ersten Stock des Sporthauses.

Vor der Rolltreppe im L&T-Sporthaus mussten die Fans wiederum warten. Foto: Louisa Riepe

Einer der ersten, der es zum Ticketschalter in die lila-weiße Ecke des Sporthauses geschafft hatte, war Carsten Melnicky. Er bestellte insgesamt fünf Tickets: drei für die Partie gegen Rostock und zwei für die Partie gegen Haching, alles Sitzplätze. Er selbst habe zwar keine Dauerkarte für die Bremer Brücke, sei aber sicher zehn Mal pro Saison im Stadion, wenn der VfL spiele, sagte Melnicky. Jetzt, kurz vor dem möglichen Aufstieg, wollen sein Bruder und ein guter Freund auch mit.

Carsten Melnicky (Mitte) war einer der ersten, der seine Eintrittskarten in den Händen hielt. Foto: Louisa Riepe

Direkt nach ihm an der Reihe war Detlef Rouette. Er kaufte sich zwei Tickets für die beiden abschließenden Heimspiele. Dazu hatte er sich bereits im 9 Uhr in die Riege der Wartenden eingereiht. "Früher haben wir drei Stunden an der Brücke angestanden für die Tickets", sagte Rouette. Dieses mal musste er nicht so lange warten. Aber nicht jeder hatte so viel Glück, wie er. 

Volles Haus: Bei L&T warteten mehr als 200 Menschen auf ein Ticket. Foto: Louisa Riepe

Insgesamt waren es wohl mehr als 200 Menschen, die bei L&T für ein Ticket anstanden. Einige, die erst später gekommen waren, murrten schon nach gut 20 Minuten über die lange Wartezeit. "Ich schaue mal, wie sich das hier entwickelt. Wenn es so weitergeht, wie bisher, stehe ich hier noch bis Mittag", sagte einer, der auf Höhe der Rolltreppe wartete. 

Die Situation an der Bremer Brücke

Vor der Geschäftsstelle des VfL warteten ebenfalls bereits am frühen Morgen zahlreiche Fans auf die Möglichkeit, eine der begehrten Restkarten zu erwerben. Schon 30 Minuten vor Öffnung des Fanshops warteten schätzungsweise 150 Fans vor den Toren der Bremer Brücke. Der VIP-Parkplatz, der sonst nur an Heimspieltagen an seine Grenzen stößt, platzte aus allen Nähten.  

Die Schlange der Wartenden zog sich über den Parkplatz. Foto: André Pottebaum

Einer der ersten, der Karten für die restlichen Heimspiele ergatterte, war Herbert Ludzay. "Ich habe seit halb acht hier gewartet und mir extra einen Hocker mitgebracht", sagt der 71-Jährige, der sich noch an ganz andere Zeiten erinnern kann. "Früher standen die Leute bis zur Schützenstraße an", so der VfL-Fan, der seit mehr als 40 Jahren den Lila-Weißen die Daumen drückt.  

Extra einen Hocker mitgebracht hatte sich dieser Fan, um die Wartezeit möglichst angenehm zu verbringen. Foto: André Pottebaum.

Während Ludzay noch Karten für den Sitzplatzbereich erwerben konnte, mussten andere den Fanshop bereits nach wenigen Minuten mit leeren Händen verlassen. „Es gibt nur noch Tickets für den Stehplatzbereich, und das nach gerade einmal zehn Minuten“, sagte eine junge Frau ehe sie hastig in ihren Wagen stieg. 

Das Objekt der Begierde: Für ein Ticket zur Partie des VfL Osnabrück gegen die SpVgg Unterhaching stand dieser Fan extra früh auf. Foto: André Pottebaum

Für den Verein gibt es dagegen Grund zum Feiern: Zum 120. Vereinsgeburtstag lädt er am 17. April ab 18 Uhr zu einem Festakt an der Bremer Brücke ein. VfL-Präsident Manfred Hülsmann und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert werden Grußworte sprechen, bevor der Platz von der Geschäftsstelle nach dem früheren VfL-Fußballer Hannes Haferkamp benannt wird (18.30 Uhr). Es folgt die Einweihung des Felix-Löwenstein-Weges am Stadion (19 Uhr). Im Anschluss lädt die Fanabteilung zum Geburtstagssingen auf dem Affenfelsen ein. Außerdem gibt es Bratwurst und Getränke. 


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