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Niedersachsens Fußballer des Jahres VfL-Keeper Körber: Das ist eine Auszeichnung für das ganze Team

Niedersachsens Fußballer des Jahres: Nils Körber (links), Torhüter des VfL Osnabrück. Foto: imago/SielskiNiedersachsens Fußballer des Jahres: Nils Körber (links), Torhüter des VfL Osnabrück. Foto: imago/Sielski

Osnabrück. Per Telefon erfuhr Nils Körber am Dienstagmittag von seiner Auszeichnung. „Der Verein hat mich informiert. Das ist natürlich eine große Ehre“, sagte der Torhüter des VfL Osnabrück, den Sportjournalisten zu „Niedersachsens Fußballer des Jahres 2019“ gekürt hatten.

Körber reagierte in seiner für ihn typischen Art. „Ich wurde zwar ausgezeichnet, was mich sehr freut, aber keine Frage, das ist eine Auszeichnung für das ganze Team, die Trainer und Mitspieler. Wir spielen eine erfolgreiche Saison, das spielte sicher eine Rolle“, sagte er bescheiden und erklärte: „Für die wenigen Gegentore sind auch alle verantwortlich. Wenn ich 50 Dinger kassiert hätte, dann wäre ich auch nicht gewählt worden.“ Stattdessen gab es für Körber, der 32 von 33 Pflichtspielen in der 3. Liga bisher für den VfL absolvierte, nur 21 Gegentore, 15-mal spielte er zu null. 

Zum vierten Mal ein VfLer

Der 22-jährige Torhüter ist der Nachfolger von Waldemar Anton (Hannover 96). Zweiter wurde ebenfalls ein Torhüter. Michael Esser von Bundesligist Hannover 96 erhielt 25,71 Prozent der Stimmen. Wout Weghorst (Stürmer, VfL Wolfsburg) bekam 22,86 Prozent, Ewa Pajor, Offensivspielerin von Frauen-Bundesliga-Spitzenreiter VfL Wolfsburg, wählten 12,86 Prozent. Abgestimmt hatten Niedersachsens Sportjournalisten.

Nach Uwe Brunn (2000), Christian Claaßen (2001) und Marvin Schwäbe (2016) ist Körber der vierte Spieler des VfL Osnabrück, dem diese Ehre zuteilwurde. Zum insgesamt siebten Mal wurde ein Torhüter geehrt.

Neben dem „Goldenen Schuh“ erhält Körber einen Scheck in Höhe von 500 Euro, der zweckgebunden für die Jugendarbeit des Vereins bestimmt ist.

Körber: Zukunft ist offen

Ob er für den VfL in der kommenden Saison weiter spielt, ist noch offen. Körber, der letzte Saison noch für Preußen Münster spielte, ist von Hertha BSC Berlin ausgeliehen. „Ich fühle mich in Osnabrück wohl, aber ich weiß noch nicht, wie es weitergeht“, sagt Körber. Erst einmal will er mit dem VfL den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffen. „Wir haben ein großes Ziel“, sagt Körber, „und darauf konzentrieren wir uns erst einmal alle.“ 


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