Stimmen zum 3:1-Sieg gegen Jena VfL-Premierentorschütze Pfeiffer: Es wurde auch langsam Zeit

Von Johannes Kapitza und Harald Pistorius

Knoten geplatzt: Benjamin Girth (links) traf mal wieder für den VfL Osnabrück beim 3:1-Sieg gegen Carl Zeiss Jena. Foto: Helmut KemmeKnoten geplatzt: Benjamin Girth (links) traf mal wieder für den VfL Osnabrück beim 3:1-Sieg gegen Carl Zeiss Jena. Foto: Helmut Kemme 

Osnabrück. Der VfL Osnabrück hat den FC Carl Zeiss Jena in der 3. Fußball-Liga mit 3:1 geschlagen. Bei den Torschützen Marcos Álvarez, Benjamin Girth und Luca Pfeiffer war die Freude über die Treffer groß, und auch für Torwart Nils Körber war es nach dem unglücklichen frühen Gegentor noch ein perfekter Tag. Die Stimmen zum Spiel.

Nils Körber, VfL-Torwart: Beim Gegentor sehe ich nicht so gut aus. Der Freistoß kommt auf die Ecke gezogen und rutscht zu mir. Es war extrem glitschig im Strafraum, es war alles voller Schlamm. Ich habe versucht, den Ball noch nach außen zu schieben, aber dann war ein Jenenser am Ball, der ihn reingibt, und dann ist der Ball drin. Wir haben vorher noch drauf hingewiesen, dass es glitschig ist und wir bei solchen Situationen nachgehen müssen. Da waren wir nicht ganz wach und ich muss die Situation auch besser lösen. Wir haben heute offensiv ein Riesenspiel gemacht, hatten extrem viele Möglichkeiten, die Jenas Keeper gut entschärft hat. Nach dem frühen 1:1 müssen wir schon viel schneller das 2:1 und 3:1 machen, weil die Chancen da waren, aber wir sind geduldig geblieben, haben weiter mit Kopf nach vorne gespielt, und dann war es nur eine Frage der Zeit, wann das nächste Tor fällt. Dann kamen das 2:1 und das 3:1 – es war ein perfekter Tag heute. Sieben Punkte aus drei Spielen in einer harten englischen Woche sind eine super Ausbeute.

Benjamin Girth, Stürmer und Torschütze zum 1:1: Für mich persönlich ist es schön, dass ich mal wieder ein Tor geschossen und der Mannschaft geholfen habe. Wichtig ist, dass wir in den Spielen, wenn ich nicht treffe, trotzdem die Punkte holen. Jena hat probiert, defensiv gut zu stehen. In der ersten Halbzeit haben sie das noch relativ normal gestaltet. Nach der Pause standen sie mit der Fünferkette sehr kompakt, so dass es nicht einfach für uns war. Aber wir haben immer probiert, Lösungen zu finden – mit Erfolg. Für uns war es wichtig, dass wir unsere Hausaufgaben erledigen und diesen Sieg holen. Jetzt können wir gucken, was die anderen machen, aber wir konzentrieren uns schon aufs nächste Wochenende, wenn wir ein schweres Auswärtsspiel in Kaiserslautern haben.

VfL-Stürmer Luca Pfeiffer, erzielte beim 3:1 sein erstes Drittligator: Das erste Tor fühlt sich sehr gut an. Es hat heute richtig Spaß gemacht zu spielen und das Tor zu schießen. Ich muss ehrlich sagen: Es wurde auch mal langsam Zeit, dass ich mal treffe. Ich hatte ja einige Chancen und habe gegen Großaspach die Latte getroffen. Da war Pech dabei, aber man muss immer weitermachen und Gas geben. Mir war klar, dass die Chancen weiter kommen und ich irgendwann ein Tor mache. Aber die Zeit bis dahin war nervig, jetzt fällt sehr viel ab von einem. Ich bin Álva dankbar für die Vorlage. Ein paar Minuten vorher habe ich ihm den Ball aufgelegt, dann sind wir jetzt quitt. Nach dem Sieg auf dem Zaun zu stehen und mit den Fans zu feiern, war ein geiles Gefühl. Ich hoffe, dass wir die nächsten Wochen weiter mit den Fans feiern können. Die anderen beiden Verfolger spielen noch Sonntag und Montag. Wir können entspannt die Füße hochlegen und warten, was die machen.

Marcos Álvarez, traf zum 2:1 und legte das 3:1 auf: Ich habe lange auf diesen Treffer gewartet, habe immer weiter Gas gegeben und mich dafür belohnt. Die Mannschaft hat gut gearbeitet. Es tut für einen Offensivspieler gut, wieder getroffen zu haben. Ich habe vor der Saison gesagt, dass ich zweistellig treffen möchte. Das ist gelungen. Jetzt schauen wir mal, was noch nach oben geht. Wichtig ist, was wir heute nach dem frühen 0:1 abgerissen haben. Wir sind geil zurückgekommen. Es macht einfach Riesenspaß mit dieser Truppe. Wir hatten in der ersten Halbzeit schon gute Chancen. Jena hat sich hinten reingestellt und mit Mann und Maus verteidigt, aber wir wussten: Wenn wir geduldig bleiben, dann fällt irgendwann das Tor. Nach dem 2:1 war das ein ganz klares Spiel. Wir haben hinten nichts zugelassen. Großen Respekt für die Jungs hinten. Wir freuen uns auch extrem für den „Langen“ (Luca Pfeiffer, d. Red.), dass er endlich getroffen hat. Er arbeitet hart und hat die letzten Spiele sehr gut gespielt. Es hat nur gefehlt, dass er sich mal dafür selbst belohnt. Er ist eiskalt geblieben. So kennen wir ihn, so trifft er auch oft im Training.


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