Ohne den verletzten Kapitän Heider Carl Zeiss Jena für VfL Osnabrück eine "Herausforderung"

Umkämpfte Partie: Das Spiel des VfL Osnabrück in Jena endete 0:0. Foto: imago/Karina HesslandUmkämpfte Partie: Das Spiel des VfL Osnabrück in Jena endete 0:0. Foto: imago/Karina Hessland

Osnabrück. „Wir wollen die drei Punkte.“ Unverändert klar ist die Zielsetzung beim VfL Osnabrück, keine Zweifel lässt Trainer Daniel Thioune am Ziel für das Spiel an diesem Samstag (14 Uhr) in der 3. Liga gegen den FC Carl Zeiss Jena. Aber auch nicht daran, dass sein Team nur gewinnt, wenn es alles „reinhaut“.

 „Am letzten Spieltag hat der Letzte beim Zweiten 3:0 gewonnen, und der 18. hat beim Dritten 3:2 gewonnen“, erinnert Thioune an die Überraschungen des letzten Spieltags. Die machten den Spitzenreiter, der beim 14. Fortuna Köln nur 0:0 gespielt hatte, zum Gewinner des Tages.

Umso leichter fällt es dem Osnabrücker Trainer, dem Publikum und der Mannschaft klarzumachen: „Wie jeder Gegner in dieser Liga ist auch Jena für uns eine Herausforderung, die wir nur bestehen, wenn wir bereit sind, alles dafür zu tun.“

Heimspiel: Aufstellung, Verletzungen, Schiedsrichter - alle Informationen rund um die Partie VfL Osnabrück - FC Carl Zeiss Jena. Grafik: Neue OZ


Daran ändert es nichts, dass die Jenenser keins der letzten neun Spiele gewonnen haben. Oder dass die Mannschaft nach dem 1:1 gegen die Sportfreunde Lotte von den Fans verhöhnt und beim Gang in die Kurve zurückgewiesen wurde. Oder dass der FCCZ in der Auswärtstabelle Letzter ist. Das alles zählt nicht für Thioune, der die spielerische Qualität des Gegners kennt und fordert: „Wir müssen ihnen früh den Zahn ziehen.“

Dabei kann Marc Heider nicht helfen. Die Verletzung am linken Sprunggelenk, die den Kapitän am Dienstag in Köln erstmals in dieser Saison zum Aussetzen zwang, verhindert seinen Einsatz.

Kader wie in Köln, aber eine andere Elf

Thioune nominierte gestern nach dem Abschlusstraining, das wegen des Regens nicht im Stadion stattfand, um den Rasen zu schonen, denselben Kader wie in Köln. Der Trainer kündigte Änderungen in der Startelf an, Details nannte er wie immer nicht. Nur so viel sagte er: „Es ist das Ende einer englischen Woche. Wir haben darauf hingearbeitet, dass wir Frische bringen können.“

Rechenspiele der VfL-Fans

Zehn Spiele liegen noch vor dem VfL, der vier Punkten vor dem Karlsruher SC (am Sonntag in Cottbus), sieben Punkte vor dem Halleschen FC (Montag in Rostock) und neun Punkte vor dem SV Wehen (am Samstag gegen Münster) rangiert. Mit jedem Sieg sinken die Chancen der Verfolger, den VfL noch einholen zu können. Die Fans spielen alle möglichen Konstellationen durch auf der Suche nach dem wahrscheinlichen Aufstiegstermin. Nichts für Thioune, der darüber witzelt: „Fest steht bisher nur, dass unser Kapitän Marc Heider am 18. Mai Geburtstag feiert. Wir hätten natürlich nichts dagegen, wenn die Party ein bisschen größer ausfällt.“ Am 18. Mai endet die Saison mit dem Heimspiel gegen die Spvg. Unterhaching. 

…und wie geht’s nun aus? Es wird ein zähes, hartes Ringen, aber der VfL schafft einen 2:1-Wendesieg durch ein Tor in der Schlussphase.


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