Mehr gegen Lotte ausgerechnet Stimmung bei Jena vor Spiel gegen VfL Osnabrück im Keller

Gibt sich nach dem 1:1 gegen die Sportfreunde Lotte kämpferisch: Jenas-Trainer Lukas Kwasniok. Foto: imago/Christoph WorschGibt sich nach dem 1:1 gegen die Sportfreunde Lotte kämpferisch: Jenas-Trainer Lukas Kwasniok. Foto: imago/Christoph Worsch

Jena/Osnabrück. Nach dem 1:1 gegen die Sportfreunde Lotte und vor dem Spiel beim VfL Osnabrück (Samstag, 14 Uhr) ist die Stimmung beim Fußball-Drittligisten FC Carl Zeiss Jena im Keller. Nach dem Remis ist der Rückstand aufs rettende Ufer zwar von fünf auf vier Punkte geschrumpft, dennoch hatten sich die Verantwortlichen mehr vom Spiel gegen Lotte ausgerechnet.

FCC-Trainer Lukas Kwasniok richtete nach dem Unentschieden gegen die Sportfreunde ein paar Sätze "an die kritischen Stimmen, die im Umfeld vorhanden sind: Wenn man sieht, mit welcher Leidenschaft, Gier und Galligkeit diese Mannschaft auftritt, werde ich mich bis zum letzten Tag meiner Amtszeit für meine Mannschaft aufopfern", sagte der 37-Jährige, der im Dezember das Traineramt von Mark Zimmermann übernommen hatte, während der Pressekonferenz, die draußen stehende Fans mit Zwischenrufen begleiteten.

Kwasniok glaubt an Klassenerhalt

In der Tat zeigten die Jenenser einen kämpferischen Auftritt gegen die Sportfreunde. Die Thüringer waren in der ersten Hälfte das bessere Team und hatten mehrere Chancen, in Führung zu gehen. Nach dem Rückstand durch das Eigentor von Kapitän René Eckardt rettete Joker Fabian Tchenkoua seinem Team und damit auch Kwasniok immerhin noch einen Punkt. Allerdings ist Jena weiterhin Tabellenvorletzter.

Der Jena-Coach glaubt weiterhin an den Klassenerhalt, ist sich der Situation aber bewusst. "Wir haben bisher nicht genügend Punkte geholt. Wir werden bis zum Schluss alles investieren. Aufgeben ist keine Option", sagte Kwasniok, der vor dem Duell gegen die Sportfreunde Stammkeeper Rapahel Koczor nach einem Vorfall im Training suspendiert hatte.

Rückendeckung von Drube

"Ich habe selten eine Mannschaft gesehen, die sich trotz der Rückschläge immer so aufopfert. Daher bin ich fest davon überzeugt, dass Jena bis zum Ende in der Verlosung um den Klassenerhalt dabei ist", stärkte Drube seinem Trainerkollegen den Rücken. Das sah auch Jena-Präsident Klaus Berka in der Ostthüringer Zeitung so: "Wir hatten uns mehr ausgerechnet. Es macht keinen Sinn, in Hektik zu verfallen und den Trainer auszutauschen", sagte der FCC-Boss, der auf "schwere Spiele" vorausblickte.

Zehn Spieltage sind in dieser Saison noch zu absolvieren. Somit hat Jena noch zehn Spiele Zeit, die Abstiegszone zu verlassen. Allerdings ist die nächste Aufgabe keine einfache: Denn das Kwasniok-Team, das seit neun Spielen auf einen Sieg wartet, ist am Samstag (14 Uhr) beim Tabellenführer in Osnabrück an der Bremer Brücke zu Gast.


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