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Trainer Thioune erwartet starken Gegner VfL-Stürmer Girth zum Derby in Münster: Wer Leidenschaft zeigt, gewinnt

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Wie gegen Meppen will Benjamin Girth auch in Münster wieder jubeln. Foto: Helmut KemmeWie gegen Meppen will Benjamin Girth auch in Münster wieder jubeln. Foto: Helmut Kemme 

Osnabrück. "Wir sind uns einig, dass Münster beim 0:1 am Montag in Lotte sicher nicht sein stärkstes Spiel gezeigt hat. Deshalb erwarten wir einen viel besseren und leidenschaftlicheren Gegner - und eine richtige Aufgabe." Das sagte Daniel Thioune als Trainer des VfL Osnabrück vor dem Derby an diesem Samstag beim SC Preußen Münster an der Hammer Straße (14 Uhr).

Abgehakt sei die Niederlage gegen Sonnenhof Großaspach, sagte Thioune, auch wenn die Aufarbeitung durchaus das Wochenende in Anspruch genommen habe. "So eine Niederlage tut nie gut und ist für nix gut", entgegnete der Trainer auf die Frage, ob sie vor dem Derby vielleicht zum richtigen Zeitpunkt gekommen sei. Dennoch habe man auch gegen Großaspach einiges richtig gemacht: "In der zweiten Halbzeit haben wir immer versucht, dranzubleiben. Wir haben nie gehadert, obwohl es vieles dafür gegeben hätte: Das Gegentor, die zu Unrecht nicht gegebenen Elfmeter", so Thioune. Dennoch erwartet er von seinem Team nun eine Leistungssteigerung in puncto Ballbesitz, Passqualität vor allem im letzten Drittel sowie im Umschalten Richtung eigene Defensive.

"Erwarten hochmotivierten Gegner"

"Wir haben in der Trainingswoche probiert, das umzusetzen, was die Trainer vorgegeben haben: Für uns vorne speziell gilt es, wieder mehr Durchschlagskraft zu zeigen", erklärte VfL-Stürmer Benjamin Girth auf der Abschluss-Pressekonferenz vor dem Auftritt bei den Preußen am Samstag an der Hammer Straße. "Derbys sind immer was besonderes. Oft spielt der große Fußball nicht so die entscheidende Rolle: Wer mehr Leidenschaft an den Tag legt, wird am Ende das Spiel gewinnen", glaubt der Stürmer, der gegen Großaspach erstmals in seinen drei Einsätzen im VfL-Trikot kein Tor erzielen konnte.

Trainer Daniel Thioune. Foto: Kemme


Sein Trainer glaubt, dass die Preußen gegen Osnabrück ein anderes Gesicht zeigen werden als noch am Montag in Lotte, wo sie beim 0:1 sicher eines ihrer schwächeren Spiele gemacht hätten. "Wir erwarten einen hochmotivierten Gegner, der gegen uns was gutzumachen hat", sagt Thioune mit Blick auf den 3:0-Erfolg an der Bremer Brücke, bei dem die Preußen aber zumindest in der ersten Halbzeit "sicher nicht die schlechtere Mannschaft" gewesen seien:


Bezüglich des taktischen Matchplans bei den Preußen ließ sich der VfL-Trainer wie gewohnt nicht in die Karten schauen: Lotte hatte am Montag drei relativ zentral agierende Offensivleute der Preußen erfolgreich mit einem sehr defensiv agierenden Sechser zwischen den beiden Innenverteidigern (Michael Schulze) verteidigt. Der VfL hatte im Hinspiel gegen die Preußen zunächst mit einer Dreier-/Fünferkette agiert. "Ich weiß allerdings nicht, was Marco Antwerpen nun für eine Spielanlage wählen wird", sagte Thioune mit Blick auf Mittelfeldspieler René Klingenburg, der wieder fit sein soll und dann wohl in die Startelf zurückkehren wird - möglicherweise auf Kosten eines Stürmers, etwa den in Lotte nicht überzeugenden Youngster Cyrill Akono. "Wir legen vor allem Wert auf unsere stabile Struktur", sagte Thioune, der zudem überlegt, am Samstag spontan auf die Aufstellung der Preußen taktisch zu reagieren.

Als Mutmacher nach der zweiten Saisonniederlage am vergangenen Freitag taugt dem VfL die Reaktion auf die erste Pleite zu Hause gegen den Karlsruher SC. "Damals haben wir danach in Zwickau unsere Serie gestartet, mit einer starken Auswärtsleistung und einem verdienten Sieg", erinnerte sich Thioune. Die Möglichkeit, eine solche Reaktion zu zeigen, hätte sein Team nun auch in Münster - sogar unabhängig davon, ob es sich direkt im Ergebnis niederschlägt.  "Am Wichtigsten ist, dass wir mit Überzeugung unseren Weg weitergehen", sagte Thioune im Vertrauen darauf, dass dies langfristig die besten Resultate bringen werde. Als kurzfristige Maßnahme auf diesem Weg stand am Donnerstag-Nachmittag ein Geheimtraining im Stadion an, bei dem unter anderem Standardsituationen geübt wurden.

Statistik

Negative Bilanz gegen die Preußen
  • Gesamtbilanz aller Spiele (2. Bundesliga, 2. Liga Nord, 3. Liga, Regionalliga, DFB-Pokal): 42 Spiele, 19 Preußen-Siege, 15 VfL-Siege, 8 Remis
  • Bilanz bei Spielen in Münster (21 Spiele): 11 Preußen-Siege, 5 VfL-Siege, 5 Remis
  • Gesamtbilanz in der 3. Liga (15 Spiele): 7 Preußen-Siege, 4 VfL-Siege, 4 Remis
  • Bilanz in Münster in der 3. Liga (7 Spiele): 4 Preußen-Siege, 1 VfL-Sieg, 1 Remis

Personell hat der VfL-Trainer eine verhältnismäßig große Auswahl: Bis auf die Langzeitverletzten Simon Haubrock und Alexander Dercho sowie Steffen Tigges (Teil-Rückkehr heute ins Training, ein Einsatz am Samstag käme aber zu früh) stehen alle Spieler zur Verfügung.

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