Tigges fällt aus, Quartett angeschlagen Renneke: Ein VfL-Verteidiger, der nicht nur hinten parkt

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Ein Dauerbrenner beim VfL Osnabrück: Rechtsverteidiger Bashkim Renneke (links) will gegen seinen Ex-Klub Großaspach zum 23. Mal in Folge in der Startelf stehen. Foto: osnapix/TitgemeyerEin Dauerbrenner beim VfL Osnabrück: Rechtsverteidiger Bashkim Renneke (links) will gegen seinen Ex-Klub Großaspach zum 23. Mal in Folge in der Startelf stehen. Foto: osnapix/Titgemeyer 

Osnabrück. Rechtsverteidiger Bashkim Renneke ist ein Dauerbrenner – beim VfL Osnabrück und in der gesamten 3. Fußball-Liga. Eine Handverletzung soll den 23. Startelfeinsatz im 23. Spiel an diesem Freitag (19 Uhr, Bremer Brücke) gegen die SG Sonnenhof Großaspach nicht verhindern. Erst nach dem Abschlusstraining am Freitagvormittag wird der Kader feststehen.

Erst 15 Minuten hat Renneke in dieser Saison nach drei Auswechslungen in der Schlussphase verpasst – so wenig wie aktuell kein anderer Feldspieler der Liga. Ein Ausfall an diesem Freitag wegen einer geprellten Hand wäre dieser Bilanz nicht förderlich. „Es wird schon gehen“, sagt der 26-Jährige und hat ein schlagendes Argument: „Wir spielen ja mit den Füßen.“ Die Schmerzen bei Einwürfen wird er ertragen. „Ich werde alles dafür tun, dass ich spiele“, sagt er.

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Tigges fällt aus, Quartett angeschlagen
Erst nach dem Anschwitzen am Freitagmorgen will sich Trainer Daniel Thioune auf den Kader festlegen. Nachdem Steffen Tigges mit muskulären Problemen im Oberschenkel ausfällt, sollen David Blacha, Konstantin Engel, Bashkim Renneke und Etienne Amenyido nach Blessuren einen letzten Belastungstest absolvieren.

Renneke: Genau meine Position gefunden

Unter Joe Enochs wurde Renneke meistens eingewechselt und fand sich dann auf der Außenbahn im Mittelfeld wieder. Seitdem Daniel Thioune Trainer beim VfL ist, ist Renneke als Rechtsverteidiger gesetzt. Die Umschulung fand auch beim Spieler Anklang. „Ich habe genau meine Position gefunden“, sagt er. 

Alle Augen auf den Ball: In München bereitete Bashkim Renneke (links) die 1:0-Führung vor. Foto: imago/foto2press

„Keiner, der nur hinten parkt“ 

Die neue Rolle, die er seit dem 4:1-Sieg gegen Aalen am 17. November 2017 innehat, bringt defensiv mehr Verantwortung mit sich. Trotzdem hat Renneke seine Freiheiten: „Ich bin kein Rechtsverteidiger, der nur hinten parkt, sondern suche gerne meine Wege nach vorne. Das bindet ja auch einen Gegenspieler, und wenn es sein muss, bin ich schnell wieder hinten.“ Zwei Tore und fünf Vorlagen sprechen für seinen Offensivdrang. Zuletzt bereitete er das 1:0 in München vor.

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Lila-weiße Nacht ist keine Sieggarantie

Der 2:1-Sieg bei 1860 war das 15. Spiel in Folge ohne Niederlage. Noch länger ist diese Serie, wenn im Anschluss an ein Heimspiel die „Lila-weiße Nacht“ folgt. 16 Siege und ein Unentschieden stehen seit Beginn der Vereinsparty in der Bilanz. „Das gibt ein gutes Gefühl, ist aber keine Garantie“, ist Renneke gewarnt.

Renneke erwartet Geduldsprobe gegen defensive Gäste

Auch vom drittletzten Tabellenplatz der Gäste wollen sich die Lila-Weißen nicht ablenken lassen. „Wichtig ist, dass wir das Spiel genauso annehmen wie jedes andere auch. Großaspach wird brutal gegen den Ball arbeiten. Da müssen wir hellwach sein, Konter verhindern und im passenden Moment zustechen“, erwartet der Rechtsverteidiger eine Geduldsprobe gegen defensiv orientierte Gäste.

Rechtsverteidiger mit Offensivdrang: In Zwickau traf Bashkim Renneke (in Lila) zum 1:0-Sieg des VfL Osnabrück. Foto: imago/Picture Point

Aus früheren Zeiten sind nur noch wenige bei der SG

Auf ihre Abwehr kann sich die SG in einer bislang enttäuschenden Saison verlassen. Nur vier Teams kassierten weniger Gegentore als Großaspach. Anteil daran haben die eingespielten Innenverteidiger Julian Leist und Kai Gehring. Sie sind zwei von einer Handvoll Spieler, die Renneke noch aus dem Süden kennt. 2015 hatte er seine Heimat verlassen und von Arminia Bielefeld einen Schritt zurück gemacht. Einen Sommer später wechselte er zum VfL. Weil es zur Großaspacher Philosophie gehört, jungen Spielen eine Plattform zu bieten, sei die Fluktuation bei der SG höher. „Das Team verändert sich immer rasant“, sagt Renneke.

In keinem Spiel auch nur einen Schritt weniger machen

Er ist beim VfL inzwischen zur Stammkraft gereift. „Es denkt keiner, dass er in irgendeinem Spiel auch nur einen Schritt weniger machen muss“, formuliert Renneke eine Stärke, die ihn und sein Team an die Tabellenspitze gebracht hat. Leichtsinn ist auch am Freitagabend nicht gestattet. Erst recht, wenn Mannschaft und Fans danach noch etwas zu feiern haben wollen.

Platz eins in der Rangliste als Motivation

Renneke hat seine ganz eigene Motivation für die restlichen Spiele der Saison. In der Außenverteidiger-Rangliste des Magazins „Kicker“ belegte er nach der Hinrunde Platz zwei in der Spitzenkategorie „herausragend“. „Einer ist noch vor mir. Das Ziel in der Rückrunde ist, auch noch den zu überholen“, sagt Renneke.

Und wie geht‘s nun aus? Die VfL-Serie hält beim mühsam erarbeiteten 2:0.




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