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Wenn Erfolgsstrecken Flügel verleihen VfL Osnabrück: Nächster Serien-Rekord ist in Reichweite

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Seit dem 15. September 2018 ist die Mannschaft des VfL Osnabrück ohne Niederlage – die letzte war das 0:1 gegen Karlsruhe. Foto: Helmut KemmeSeit dem 15. September 2018 ist die Mannschaft des VfL Osnabrück ohne Niederlage – die letzte war das 0:1 gegen Karlsruhe. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück . 14 Spiele in Folge ungeschlagen: Das sind Serien, die einer Fußballmannschaft Flügel verleihen. Länger unbesiegt war der VfL Osnabrück in den letzten 70 Jahren nur dreimal.

In der 3. Liga ist die aktuelle Serie ein VfL-Rekord. Übersteht die Mannschaft von Daniel Thioune auch die Partie am Samstag (14 Uhr) im Stadion an der Grünwalder Straße, ist auch die Marke aus der Saison 2004/05 (14 Spiele mit 28 Punkten) geknackt.

Einer der Höhepunkte der Erfolgsserie vor 50 Jahren: Gegen Rot-Weiß Essen machte der VfL Osnabrück - hier mit Walter Wiethe - aus einem 0:3-Rückstand noch ein 3:3. Foto: NOZ-Archiv/Nordmann


Erst an der Essener Hafenstraße endete die Serie

An zwei der drei Mega-Serien dürfte sich niemand mehr erinnern, dafür umso mehr an die dritte – und wenn es nur vom Hörensagen ist: Fast auf den Tag genau vor 50 Jahren hob der VfL ab zum Endspurt in der legendären Nordmeister-Saison 1968/69. Vom 2. Februar bis zum 11. Mai 1969 überstand die Mannschaft von Trainer Radoslav Momirski die letzten 13 Spiele in der Regionalliga Nord ohne Niederlage und nahm den Schwung mit in die Aufstiegsrunde zur Bundesliga. Erst im sechsten Match gab es beim Showdown an der Essener Hafenstraße beim 1:3 wieder eine Niederlage. 

Auf dem Tiefpunkt begann eine der längsten Erfolgsstrecken

An diese große VfL-Ära erinnert sich jeder Lila-Weiße gern – umso weniger an die Tristesse rund um das Ende der Ära von Hartwig Piepenbrock. Der langjährige Präsident ließ den VfL im Mittelmaß der Regionalliga Nord zurück. Nach dem Einstieg von Manager Gerd-Volker Schock verlor die Mannschaft von Trainer Herbert Mühlenberg keins der letzten sechs bedeutungslosen Spiele der Saison 1995/96. Mit zehn Spielen ohne Niederlage entfachte „der neue VfL“ dann die erste Aufbruchstimmung der Aufbauepoche.

Mit viel Schwung in die Saison 1996/97: Der gerade neu verpflichtete Joe Enochs im Duell mit Hannovers Jungstar Otto Addo. Foto: Imago/Fritz Rust

Starker Start in die letzte Saison der alten Regionalliga Nord

Weitgehend in Vergessenheit geraten ist wohl auch der Start in die letzte Saison der zweitklassigen Regionalliga Nord: In den ersten 15 Spielen gab es keine Niederlage, erst beim souverän durchmarschierenden Bundesliga-Absteiger Eintracht Braunschweig gab es die erste (0:3). Am Ende reichte es erstmals seit fünf Jahren nicht zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde.

Im eleganten Streifen-Look bestritt der VfL die Saison 1973/74 - vom Start weg überstand die von Kapitän Heinz Koch angeführte Mannschaft 15 Spiele ohne Niederlagen. Foto: Imago/Frirtz Rust


Das Maximum in der 2. Bundesliga: Elf Spiele ohne Niederlage

Die längste Erfolgsstrecke in der Ära in der Zweiten Liga (von 1974 bis 1993 mit Ausnahme der Saison 1984/85 immer in der 2. Liga Nord und 2. Bundesliga) legte die Mannschaft von Trainer Anton Rudinski im Herbst 1987 hin: Mit elf Spielen ohne Niederlage kämpfte sich der VfL von einem Abstiegsplatz auf Rang drei vor. 

Der Fehlgriff mit den gelben Trikots

Die Serie endete beim Topspiel in Stuttgart-Degerloch: Die Kickers gewannen 2:0 gegen die Lila-Weißen, die an jenem Samstag aus irgendeinem Aberglauben-Tick in komplett gelber Kluft antraten. Weil die Trikots erst in letzter Minute geliefert wurden, war keine Zeit mehr zur Beflockung mit der Piepenbrock-Werbung – was den Präsidenten mindestens ebenso ärgerte wie die Niederlage, denn das Topspiel beim Herbstmeister wurde ausführlich in der ARD-Sportschau gezeigt.

Spitzenspiel in Stuttgart-Degerloch: Mit einem 2:0-Sieg gegen die in Gelb spielenden Lila-Weißen stoppten die Kickers den VfL, der zuvor elf Spiele nicht verloren hatte. Foto: Imago/Rudel



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