Stimmen zum 2:1 gegen Wehen Álvarez: Ich hatte schon beim Aufwärmen ein gutes Gefühl

Von Stefan Alberti und Johannes Kapitza

Meine Nachrichten

Um das Thema VfL Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Der Torschütze wird gefeiert: Marcos Álvarez (Nummer 9). Foto: osnapixDer Torschütze wird gefeiert: Marcos Álvarez (Nummer 9). Foto: osnapix 

Osnabrück. Das 2:1 gegen den SV Wehen Wiesbaden lässt den VfL Osnabrück nicht nur weiter von der Tabellenspitze der 3. Liga grüßen. Das Team konnte damit auch entsprechend stimmungsvoll in die Weihnachtsfeier am Abend gehen. Die Stimmen zum Spiel.

Daniel Thioune, Trainer des VfL Osnabrück: ,,37 Punkte – dafür haben wir letztes Mal eine ganze Saison gebraucht. Das ist erst mal ein gutes Gefühl. Es ist auch ein gutes Gefühl, dass nach dem 0:1 die Köpfe nicht runtergegangen sind. Die Mannschaft hat den Tiefschlag verkraftet und ab der dritten Minute gut performt. Wir wussten um Wiesbadens Offensivgefahr, haben uns verlorene Bälle aber immer wieder durch Gegenpressing zurückgeholt. Wir hatten dann ein paar Standardsituationen, bei denen man auch gesehen hat, dass wir Qualität haben. Wir hatten etwas Glück, dass wir nicht 0:2 zurückliegen, aber mit der Art und Weise, wie wir danach das Spiel geführt haben, war unsere Pausenführung insgesamt verdient. Das Anrennen in der ersten Halbzeit hat schon sehr viel Kraft gekostet. In der zweiten Halbzeit waren wir zu Beginn noch ganz gut drin. Wir wussten aber, dass in beide Richtungen noch was gehen kann. Am Ende lag der Ausgleich eher in der Luft als unser 3:1, aber das spricht für unsere Mannschaft, dass sie sich so reingehauen hat. Über 90 Minuten ist der Sieg nicht ganz unverdient. Das war schon eine reife Leistung. Wir wissen, dass jede Woche eine Herausforderung auf uns wartet, aber wir haben heute sicherlich eine angenehme Weihnachtsfeier."

Der Liveticker zum Nachlesen >>

Rüdiger Rehm, Trainer des SV Wehen Wiesbaden: ,,Glückwunsch für die Vorrunde, der VfL steht verdient da oben. Ich bin sehr enttäuscht, dass wir heute nichts mitgenommen haben und unseren sehr guten Start ins Spiel nicht weiter genutzt haben. Wir haben nach der Anfangsphase die Aktivität vermissen lassen, den Gegner weiter unter Druck zu setzen. Wir müssen vor dem Ausgleich das 2:0 machen. Das machen wir nicht. Das wird in der 3. Liga bestraft. Der VfL ist intensiv und mit großer Galligkeit aufgetreten und ist über den Kampf ins Spiel gekommen. In der zweiten Halbzeit war es ein sehr ausgeglichenes Spiel. Auch wir hatten noch Chancen. Wir hätten heute einen Punkt verdient gehabt."

Nils Körber, Torwart des VfL: ,,Das Spiel geht ganz komisch los für uns. Es war ein kurioses Pingpong-Gegentor. Das ist natürlich bitter, aber wir waren danach sofort wieder da. Das Tor hat uns nach vorne gepusht und wir haben das Spiel gedreht. Nach der Pause ging es hin und her. Wenn wir den einen oder anderen Konter besser zu Ende spielen, wird es am Ende mit dem 3:1 ein bisschen ruhiger. So kam Wehen noch zu ein paar Chancen, aber wir haben es heute 45 bis 60 Minuten richtig gut gemacht. Am Ende haben wir drei Punkte geholt, und das zählt. Aus meiner Sicht war das auch verdient."

Hier lesen Sie den Spielbericht >>

Marcos Álvarez, Torschütze zum 2:1: ,,Es wurde mal wieder Zeit für ein Tor, ich hatte zweieinhalb Spiele nicht mehr getroffen. Aber bei Freistößen habe ich eine gute Quote. Ich habe am Donnerstag im Training schon gute Freistöße geschossen. Heute beim Aufwärmen hatte ich schon ein gutes Gefühl. Dass ich auf der Zehnerposition oder als hängende Spitze gestartet bin, hat mir sehr gut gefallen. Mit der Fitness, die ich in dieser Saison habe, kann das in Zukunft auch eine Position sein, auf der ich mich wohlfühle."

Bashkim Renneke, VfL-Rechtsverteidiger: ,,In der ersten Halbzeit haben wir ein überragendes Spiel gemacht. Durch den Rückstand haben wir uns nicht beirren lassen. Wir waren zweikampfstark. So, wir ruhig weitergespielt haben – das zeichnet eine Spitzenmannschaft aus. Das ist eine Qualität dieses Teams. Es ist alles möglich."

Marc Heider, Torschütze zum 1:1: ,,Das 0:1 war extrem ärgerlich. Wichtig ist aber, was wir dann daraus gemacht haben. Wir sind mit einer unfassbaren Teamleistung zurückgekommen. Jeder war für den Anderen da. An jedem Tag, an dem man zum Training geht, hat man Bock auf die Jungs. Es macht einfach Spaß. Jeder ist da, wenn er gebraucht wird. Da wächst gerade etwas bei uns."





Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN