2:1-Sieg gegen SV Wehen Wiesbaden Álvarez-Freistoß hält VfL Osnabrück an der Spitze der 3. Liga

Von Johannes Kapitza und Stefan Alberti

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Foto: Helmut KemmeFoto: Helmut Kemme   

Osnabrück. Die Verfolger in der 3. Fußball-Liga lauern, aber der Tabellenführer macht seine Hausaufgaben: Der VfL Osnabrück hat am 18. Spieltag mit einem hart erarbeiteten 2:1-Sieg gegen den SV Wehen Wiesbaden den Vorsprung auf seine Verfolger behauptet. Einen frühen Rückstand drehten die Lila-Weißen noch vor der Pause durch Treffer von Marc Heider und Marcos Álvarez und hielten am Ende der Schlussoffensive der Gäste Stand.

Im Vergleich zum 1:1 in Rostock stellte VfL-Trainer Daniel Thioune im letzten Heimspiel des Jahres auf vier Positionen um: Für die verletzten Felix Schiller und Konstantin Engel rückten der wieder genesene Maurice Trapp und Alexander Dercho in die Startelf. Für Dercho war es der erste Startelfeinsatz seit seiner Sprunggelenksverletzung im Derby gegen Münster am 5. Spieltag. Offensiv rückten Anas Ouahim und Marcos Álvarez für Tim Danneberg und Luca Pfeiffer in die Startformation.

VfL nach 60 Sekunden in Rückstand

Schlechter hätte der Start für den VfL nicht laufen können, der schon nach 60 Sekunden zurücklag. Der SVWW kam über rechts, die Lila-Weißen klärten zweimal nicht konsequent. Im eigenen Fünfmeterraum schoss Ulrich Taffertshofer Gäste-Stürmer Manuel Schäffler an, von dem der Ball ins Tor sprang – der Treffer war so glücklich, dass sich der Schütze kaum dafür feiern lassen wollte.

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Heider köpft mit Wucht das 1:1

Der VfL übernahm die Regie, versuchte es auch auf nassem, tiefem Rasen spielerisch, aber kam erst nach einer Viertelstunde zur ersten Chance: Manuel Farrona Pulido, der noch vor der Ballannahme ausgerutscht war, schoss allerdings zu hoch (16.). Bashkim Renneke verzog aus der Distanz ebenfalls (17.). Der VfL blieb am Drücker, hatte Ideen, aber die spielerische Qualität mündete nicht in Chancen. Stattdessen verhinderte VfL-Keeper Nils Körber gegen den durchgebrochenen Jules Schwadorf einen höheren Rückstand (32.). Und dann kam der VfL zum Ausgleich: Ein scharfer Standard von Álvarez (36.) fand zwar noch keinen Abnehmer, aber Wiesbaden klärte ihn zur Ecke, die Marc Heider wuchtig zu seinem sechsten Saisontreffer ins Netz köpfte (36.). 

Álvarez' Zauberfuß bringt die Pausenführung

Álvarez hatte die Führung auf dem Fuß, schoss aber nach einem Konter aus spitzem Winkel vorbei (40.). Kurz darauf machte er es besser – klassischerweise mit einem Freistoß. Aus knapp 25 Metern schlenzte er den Ball direkt links oben ins Eck. Wiesbadens Torwart Markus Kolke flog, aber er flog umsonst (44.). Der VfL ging mit Applaus und einer verdienten 2:1-Führung in die Pause.

3. Liga, 18. Spieltag: VfL Osnabrück - SV Wehen Wiesbaden 2:1 (2:1)

Tore: 0:1 Schäffler (2.), 1:1 Heider (36.), 2:1 Álvarez (44.). 
VfL: Körber - Renneke, Susac, Trapp, Dercho (81. Danneberg) - Blacha, Taffertshofer - Ouahim, Álvarez (79. Amenyido), Farrona Pulido (72. Tigges) - Heider.
Auf der Bank: Kühn (Tor), Pfeiffer, Agu, Möller.
Trainer: Daniel Thioune.
Wiesbaden: Kolke - Lorch, Mockenhaupt, Reddemann (76. Dittgen), Mintzel - Dams, Schönfeld (38. Titsch Rivero ) – Andrist (46. Kyereh), Schmidt, Schwadorf - Schäffler.
Auf der Bank: Watkowiak (Tor), Modica, Brandstetter, Wachs.
Trainer: Rüdiger Rehm.
Zuschauer: 9581, davon rund 50 aus Hessen.
Schiedsrichter: Sören Storks (Velen).
Gelb: 28. Farrona Pulido (2. Verwarnung), 74. Susac (1.)/31. Schwadorf, 64. Kyereh, 65. Titsch Rivero, 74. Schäffler


VfL verpasst Vorentscheidung und muss am Ende zittern

Körber verteidigte den Vorsprung beim abgefälschten 16-Meter-Schuss von Marcel Titsch Rivero (50.), den er zur Ecke lenkte. Farrona Pulido verpasste nach Ballgewinn von Taffertshofer und schnellem Umschaltspiel das 3:1 (56.), SVWW-Torjäger Schäffler kurz darauf den Ausgleich, als er zu hoch schoss (57.). Auch Álvarez hätte nach gutem Heider-Einsatz und Ouahim-Vorlage treffen können, traf aber nur das Außennetz (58.). So blieb die Partie offen. David Blacha (63., Kolke hält) und Farrona Pulido (65., drüber) ließen weitere Chancen aus. Wiesbaden sorgte erst wieder mit einem Freistoß für Gefahr, den der VfL im Kollektiv klärte (75.). Körber parierte erst den Schuss des sträflich nicht angegriffenen Maximilian Dittgen (80.) und später gegen einen verdeckten Schuss erneut von Dittgen (85.). Niklas Schmidt lupfte einen Ball am langen Pfosten vorbei (88.), Alf Mintzel verzog einen Freistoß (89.) – mit etwas Zittern sicherte der Tabellenführer den fünften Heimsieg in Serie und den Vorsprung von zwei Punkten auf die Verfolger.


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