Thioune muss abwarten VfL Osnabrück: Topspiel gegen Wehen ohne Trapp und Schiller?

Von Susanne Fetter und Benjamin Kraus

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Verletzte sich gegen Rostock an der Schulter: Felix Schiller hier im Duell gegen Marco Königs. Foto: Osnapix/TitgemeyerVerletzte sich gegen Rostock an der Schulter: Felix Schiller hier im Duell gegen Marco Königs. Foto: Osnapix/Titgemeyer

Osnabrück. Mehr Topspiel geht kaum als am Samstag (14 Uhr) an der Bremer Brücke: Unter Dezember-Flutlicht erwartet der VfL Osnabrück als Tabellenführer der 3. Fußball-Liga den hoch gehandelten Verfolger SV Wehen Wiesbaden. Es ist es ein Duell mit Tradition.

Denn es reist der Führende der ewigen Tabelle der 3. Liga zum Zweiten in dieser Wertung. Die jüngere Historie des seit 2009 drittklassigen Klubs, der zwei Jahre zuvor wegen der Hoffnung auf größeres Zuschauerinteresse aus dem Taunusdorf Wehen ins 15 Kilometer entfernte Wiesbaden verpflanzt wurde, gleicht einer Achterbahnfahrt: Im Sommer 2016 war der SVWW in der 93. Minute der letzten Partie abgestiegen: Nur das Last-minute-Tor des nach wie vor aktiven Alf Mintzel (heute 36 Jahre alt) gegen den VfB Stuttgart II hielt die Hessen im Fernduell mit Energie Cottbus in der Liga. Vor einem Jahr hatte man im Fernduell um Platz drei gegen den Karlsruher SC im Saisonfinale das Nachsehen.

Einer der größten Spielerkader-Etats der Liga

Danach hat man beim von einem Wasserfilter-Hersteller alimentierten Klub, der über einen der größten Spielerkader-Etats der Liga verfügt, nochmals versucht, die hohe Qualität im Kader zu steigern: Trainer Rüdiger Rehm holte für den an den VfL abgegebenen David Blacha im Mittelfeld die zweitligaerfahrenen Patrick Schönfeld und Marcel Titsch-Rivero. Auch weil beide mit Verletzungen kämpften, blieb die Inkonstanz den Hessen treu: Im November siegte man etwa bei Fortuna Köln 7:0, verlor direkt danach aber zu Hause gegen den Viertletzten Jena 2:3. 

Torschützenkönig Manuel Schäffler trifft schon wieder

Die auf Umschaltspiel spezialisierte Elf um den letztjährigen Torschützenkönig Manuel Schäffler (schon wieder neun Tore) und die flinke Neuverpflichtung Daniel-Kofi Kyereh (aus Havelse, ebenfalls neun Tore) kommt auswärts besser klar als zu Hause: 13 Punkte aus acht Spielen sind eine Top-Bilanz vor dem Auftritt des VfL als Führendem in der Heimtabelle.

Beim Ziel der Rückkehr zu goldenen Zweitliga-Zeiten der Jahre 2007 und 2008, als etwa Duelle gegen Mainz 05 das Stadion füllten, setzt der Klub voll auf Rehm: Der Vertrag mit dem Trainer wurde jüngst bis Sommer 2021 verlängert.

VfL: Sorgen in der Innenverteidigung

Kleine Sorgen machen Trainer Daniel Thioune vor dem Wehen-Spiel die personellen Probleme in der Innenverteidigung. Maurice Trapp hatte sich am Montagmorgen kurzfristig für das Spiel in Rostock (1:1) krank gemeldet. Die Erkältung ist immer noch nicht abgeklungen. Bis Mittwoch nahm er nicht am Training teil wie auch Felix Schiller. „Er hatte schon im Spiel in Rostock Probleme mit der Schulter. Durch die zweite Halbzeit hat er sich damit durchgeschleppt“, sagte Thioune: „Wir werden Ende der Woche sehen, wer von beiden am fittesten ist.“ Am Donnerstag soll Trapp aller Voraussicht nach wieder mit der Mannschaft trainieren, bei Schiller ist es noch ungewiss. Alternativen für die Innenverteidigung wären Konstantin Engel oder Tim Möller. „Oder auch beide, falls Trapp und Schiller ausfallen und wir mit einer Dreierkette agieren“, wie Thioune betont.


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