23.850 Euro Geldstrafe verhängt Pyroshow in Braunschweig: Rekordstrafe für den VfL Osnabrück

Meine Nachrichten

Um das Thema VfL Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Pyroshow in Braunschweig: Für diese Aktion in der VfL-Kurve beim 4:3-Sieg gegen die Eintracht wurde der VfL zu 28350 Euro Strafe verurteilt. Foto: osnapix/TitegmeyerPyroshow in Braunschweig: Für diese Aktion in der VfL-Kurve beim 4:3-Sieg gegen die Eintracht wurde der VfL zu 28350 Euro Strafe verurteilt. Foto: osnapix/Titegmeyer

Osnabrück. Für die Pyroshow im Osnabrücker Block beim Drittligaspiel in Braunschweig am 26. Oktober 2018 muss der VfL Osnabrück 23850 Euro Strafe zahlen. Das ist die höchste Einzelstrafe für ein Pyrovergehen der lila-weißen Szene. Der Verein hat das Urteil akzeptiert, es damit rechtskräftig.

Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit wurden nach Angaben des DFB mindestens 66 Bengalos abgebrannt, außerdem wurde eine Rakete in Richtung Spielfeld geschossen. Wenn der VfL 8000 Euro der Strafe in Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit, Verbesserung der Infrastruktur und der Gewaltprävention investiert, reduziert sich der Betrag auf 15850 Euro.

DFB-Leitfaden für Strafen als Grundlage

Vor Beginn der Saison 2018/19 hat der DFB im Detail festgelegt, welches Vergehen mit welcher Geldbuße bestraft wird - vom Abbrennen von Bengalos über Eindringen in den Innenraum bis zu Bannern mit Schmäh-Botschaften. Beispiel: Für einen abgebranten Pyro-Gegenstand werden in der Bundesliga 1000 Euro, in der 2. Bundesliga 600 Euro und in der 3. Liga 300 Euro fällig.

Mit dem ersten Vorfall auf Platz 3 der Strafentabelle

Es ist der erste Pyro-Vorfall in der VfL-Kurve in der laufenden Saison. In der von dem Portal liga3-online geführten Strafentabelle (sortiert nach Geldstrafen) ist Osnabrück damit auf den dritten Platz vorgestoßen, hinter dem FC Carl Zeiss Jena (26900 Euro für fünf Vorfälle) und Hansa Rostock (41850 Euro für vier Vorfälle). 

Geschäftsführer Jürgen Wehlend: "Pyro gefährdet Zuschauer"

Für den VfL teilte Geschäftsführer Jürgen Wehlend mit: „Der Einsatz von Pyrotechnik ist bekanntermaßen verboten und stellt eine Gefahr für die im Stadionbereich befindlichen Zuschauer dar. Entsprechend ist dieses Fehlverhalten durch den Verband zu sanktionieren. Vereinsseitig versuchen wir die tatsächlich Verantwortlichen zu ermitteln und im Rahmen unserer Möglichkeiten zur Rechenschaft zu ziehen.“

Ermittlung der Täter reduziert die Strafe

Sollte es dem VfL gelingen, einen oder mehrere Täter zu ermitteln, würde der DFB die Strafe um bis zu 75 Prozent verringern. Wenn sich die Täter ehrenamtlich in Sport- oder Sozialprojekten engagieren, steht laut DFB-Leitfaden ein weiterer Strafnachlass in Aussicht. 

Letzte Strafe im Februar 2018: 24000 Euro für zwei Vorfälle

Im Februar 2018 war der VfL für Vergehen in zwei Spielen zu 24000 Euro verurteilt worden. Damit ahndete der DFB die Pyroaktionen mehrerer Fußball-Chaoten bei den Spielen in Meppen und Münster. 8000 Euro davon konnte der VfL in Sicherheitsmaßnahmen investieren. 

Quellen: DFB, VfL Osnabrück, liga3-online


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN