Nach seiner Rostock-Rückkehr VfL-Mittelfeldspieler Blacha zwischen Freude und Ärger nach 1:1

Von Johannes Kapitza und Susanne Fetter

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Gemischte Gefühle nach dem 1:1 bei Hansa Rostock: David Blacha vom VfL Osnabrück. Foto: osnapix/Titgemeyer

David Biacha (Osnabrueck) unzufrieden, enttäuscht, enttaeuscht, niedergeschlagen.

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DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-videoGemischte Gefühle nach dem 1:1 bei Hansa Rostock: David Blacha vom VfL Osnabrück. Foto: osnapix/Titgemeyer David Biacha (Osnabrueck) unzufrieden, enttäuscht, enttaeuscht, niedergeschlagen. Foto: osnapix DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video 

Rostock. Einen Punkt gewonnen, aber auch einen Sieg verpasst: Mittelfeldspieler David Blacha vom Fußball-Drittligisten VfL Osnabrück war mit der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte grundsätzlich zufrieden, hätte aus Rostock aber gerne mehr als ein 1:1 mitgenommen.

David Blacha war ein gefragter Mann am Montagabend in Rostock. Mehrere Interwies musste der 28-Jährige geben, der von 2013 bis Januar 2015 das Hansa-Trikot getragen hatte. „Es waren nur anderthalb Jahre, und auch wenn es sportlich nicht so gelaufen ist, wie wir es uns gewünscht haben, waren es sehr schöne anderthalb Jahre. Es ist immer schön, wieder hierher zu kommen“, sagte der Mittelfeldspieler, der nicht nur das Teamhotel in Warnemünde wiedererkannte, in dem der VfL vor dem Spiel Quartier bezogen hatte.

„Es ist immer schön, wieder hierher zu kommen“David Blacha, VfL-Spieler mit Hansa-Vergangenheit

Sportlich sind viele Verbindungen abgerissen. „Von den Spielern, mit denen ich hier gespielt habe, ist keiner mehr da, aber vom Funktionsteam konnte ich einige Leute begrüßen“, sagte Blacha, der sich das Trikot von Rostocks Marco Königs gesichert hatte. Sein Shirt blieb beim Hansa-Stürmer, aber Blacha hätte noch einige VfL-Trikots mehr bei früheren Wegbegleitern an der Ostsee lassen können, die nach dem Spiel Zugang und Zeit für ein kurzes Gespräch fanden. 

Blacha hat Verständnis für Fan-Protest

Die Atmosphäre, die sich Blacha im Ostseestadion erhofft hatte, kam indes nicht zustande. „Schade, dass es ein Spiel ohne Stimmung war. Es ist immer ein Erlebnis, hier zu spielen. Darauf hatte ich mich gefreut, aber wenn man sich in die Fans hineinversetzt, kann man sie verstehen“, sagte er zum Stimmungsverzicht der organisierten Fans aus Protest gegen das Montagsspiel. „Unsere Fans hatten fast 400 Kilometer Anreise – und das an einem Montagabend. Dafür musst du dir zwei Tage freinehmen.“

"Ein Punkt ist in Ordnung, aber wir müssen uns ärgern"

Die rund 200 Osnabrücker Fans, die trotz der ungünstigen Anstoßzeit dabei waren, bejubelten erst eine Führung, mussten sich aber wie die Lila-Weißen mit einem Punkt zufriedengeben. „Schade, dass wir es zum zweiten Mal in wenigen Wochen nicht geschafft haben, ein 1:0 nicht über die Runden bringen“, sagte Blacha mit Blick auf das 1:1 beim VfR Aalen. Das Remis in Rostock sorgte bei ihm für gemischte Gefühle. „Ein Punkt auswärts in Rostock ist für uns in Ordnung, aber wir müssen uns ärgern, dass wir uns nach einem Standard das 1:1 fangen. Dass wir nach der Führung noch zwei Punkte verloren haben, wird uns aber nicht aus der Bahn werfen, sondern es stärkt uns, dass wir seit zehn Spielen ungeschlagen sind.“

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Blacha: Können rausgehen und ein anderes Spiel machen

Nur eine Niederlage in 17 Spielen, auswärts noch ungeschlagen – die gute Bilanz gibt dem Tabellenführer Selbstvertrauen. „Das ist etwas, wovon wir im Moment zehren. Wir glauben an uns und glauben daran, dass wir auch nach einer etwas schwächeren ersten Halbzeit noch ein Tor machen können. Das hat man in Rostock gesehen: Wir können rausgehen und ein anderes Spiel abliefern. In der zweiten Halbzeit waren wir dominanter.“

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Am Samstag kommt Blachas nächster Ex-Klub

Am kommenden Wochenende will Blacha mit dem VfL die Serie fortsetzen, am liebsten mit einem Sieg: „Jetzt schauen wir, dass wir am Samstag noch mal ein gutes Ergebnis erzielen“, sagt er. Am Samstag (14 Uhr) ist im letzten Heimspiel des Jahres der SV Wehen Wiesbaden zu Gast. Mit dem Tabellensiebten kommt ein ambitionierter Verfolger an die Bremer Brücke – und noch ein Ex-Verein von Blacha, der vielleicht noch mal sein Trikot tauschen würde, aber ansonsten nichts zu verschenken hat.


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