Tabellenführung ausgebaut Elfmeter in der Nachspielzeit: VfL Osnabrück schlägt Uerdingen 2:1

Von Johannes Kapitza und Susanne Fetter

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Umkämpftes Topspiel: Osnabrücks David Blacha (rechts) im Duell mit Uerdingens Ali Ibrahimaj. Foto: imago/osnapixUmkämpftes Topspiel: Osnabrücks David Blacha (rechts) im Duell mit Uerdingens Ali Ibrahimaj. Foto: imago/osnapix   

Osnabrück. Der VfL Osnabrück hat seine Tabellenführung in der 3. Fußball-Liga ausgebaut: 11742 Zuschauer sahen einen intensiven Schlagabtausch gegen den KFC Uerdingen, den die Lila-Weißen in typischer Bremer-Brücke-Manier in einen 2:1-Sieg umwandelten. 25 Minuten lang spielten sie in Überzahl, bevor Marcos Álvarez in der Nachspielzeit per Elfmeter die drei Punkte sicherte.

VfL-Trainer Daniel Thioune setzte auf das bewährte 4-3-3-System und nahm nur eine Änderung im Vergleich zum 4:3-Sieg in Braunschweig vor: Tim Danneberg rückte für den verletzten Ulrich Taffertshofer (Muskelfaserriss) auf die Doppelsechs neben David Blacha. Nach sechs Spielen ohne Niederlage gehörten dem VfL die ersten Minuten. Maurice Trapp köpfte allerdings über die Latte (5.). Kurz darauf sorgten Tennisbälle aus der Ostkurve für eine kurze Spielunterbrechung. Von anderen Tribünen erntete die Ostkurve "Ultras raus"-Rufe. Als die Partie wieder lief, wurde Stefan Aigner nach einer Ecke am zweiten Pfosten überrascht und verpasste einen Abschluss (9.). Die größte Chance der Anfangsphase war ein flach getretener Freistoß von Marcos Álvarez, den René Vollath abwehrte (13.). 

Uerdingen hat das Spiel im Griff, der VfL kontert

Auf der Gegenseite zielten Ali Ibrahimaj (14.) und Manuel Konrad vorbei (15.) - Uerdingen mangelte es auch nach zwei Niederlagen in Folge nicht am Selbstvertrauen. Der KFC, vor den Spielen am Wochenende auf Platz drei der Liga, bestimmte das Geschehen im Mittelfeld und übte Druck aus. Immer wieder suchte der KFC Aigner. Gefährliche Abschlüsse kamen dabei nicht herum, weil der VfL in letzter Instanz immer klärte. Offensiv traten die Lila-Weißen erst wieder durch einen Konter in Erscheinung, als Marc Heider auf links Manuel Farrona Pulido schickte, dessen Hereingabe der KFC jedoch klärte (30.). Auch VfL-Kapitän Heider hatte nicht mehr Glück: Bei seinem Kopfball nach einer Blacha-Ecke war Vollath auf der Linie reaktionsschnell unten (35.). Die schnellen Überraschungsmomente der Lila-Weißen waren allerdings selten. Viele Nickligkeiten sorgten dafür, dass der Stimmungsboykott der Osnabrücker Ultras in den torlosen ersten 45 Minuten die Atmosphäre kaum beeinträchtigte - die Brisanz im Spiel brachte Stimmung auf die Ränge. Die Fans auf anderen Tribünen unterstützten umso mehr und sahen, wie in der Nachspielzeit ein 30-Meter-Freistoß von Álvarez deutlich links am KFC-Tor vorbeirutschte. 

Schorch köpft Uerdingen in Führung

"Wir waren in den Zweikämpfen nicht immer so da, wie wir uns das vorgestellt hatten", räumte VfL-Co-Trainer Merlin Polzin in der Pause ein. Die Ungenauigkeiten der Osnabrücker führten allerdings erst mal zu mehr Ballbesitz der Gäste - und die gingen in Führung: Nach einer Ecke kam Kevin Großkreutz rechts zur zweiten Flankenchance und fand Innenverteidiger Christopher Schorch, der aus elf Metern frei zum 0:1 ins lange Eck köpfte (56.).


Danneberg gleicht aus, Beister sieht Gelb-Rot

Thioune reagierte und brachte mit Luca Pfeiffer eine zweite Spitze für das 4-4-2-System. Den Ausgleich erzielte jedoch ein Mittelfeldspieler: Tim Danneberg nahm eine Freistoß-Hereingabe von Álvarez aus 16 Metern volley mit links. Das 1:1 (63.) weckte die Kulisse, und die wurde noch hoffnungsvoller, als Maximilian Beister nach Foul an Felix Agu mit Gelb-Rot vom Platz musste (65.).

Renneke trifft den Pfosten

Uerdingen stand tief und lauerte auf Konter, die kaum Entlastung brachten. Der VfL gab die Richtung vor, hatte aber Pech, als Bashkim Renneke beim satten Schuss von der Strafraumkante wegrutschte und nur den linken Pfosten traf (74.). Die Lila-Weißen blieben geduldig und schnürten die Gäste ein, fanden aber keinen Weg durch die massive KFC-Abwehr. Auch drei Freistöße konnten die Uerdinger Defensive nicht aushebeln. Heider köpfte nach Flanke von Steffen Tigges über die Latte (90.+1), aber der VfL sollte seine Chance zum Sieg bekommen: Eine Freistoß-Flanke von Álvarez wehrte Manuel Konrad mit der Hand ab - Álvarez verwandelte den Elfmeter zum umjubelten 2:1-Siegtreffer (90.+3).




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