Oberschenkelzerrung bei Klaas VfL-Trainer Thioune nach dem Bremenspiel: Waren nicht effizient genug

Von Susanne Fetter und Johannes Kapitza

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Osnabrück. Ziel erfüllt, aber dennoch leicht verärgert. Der VfL Osnabrück hat sich im Test gegen den SV Werder Bremen gut präsentiert. Beim 1:2 gegen den Fußball-Bundesligisten wäre aber mehr drin gewesen.

„Klar ist man da verärgert“, sagte VfL-Trainer Daniel Thioune: „Wir hätten gewinnen können und den Ausgleich verdient gehabt.“ Beim ersten von zwei Tests in der Länderspielpause zeigte die Osnabrücker viele Tugenden, die sie aktuell an die Spitze der 3. Liga gebracht hatten. Einsatzwillen, Kampfgeist – aber leider auch mangelnde Effizienz.

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„Wir wollten effektiver werden, das ist uns heute leider nicht gelungen“, monierte Thioune: "Wir waren nicht effizient genug". Viele Chancen ließ seine Mannschaft ungenutzt – auch schon zu Beginn der Partie, als Tim Danneberg sich sofort den Ball eroberte. Sein Schuss aber wurde von Jaroslav Drobny pariert. Werders Torwart-Oldie war auch kurz darauf zur Stelle, als Etienne Amenyido auf Kamer Krasniqi zurücklegte und dieser abzog, sowie in der 19. Minute, als Luca Pfeiffer alleine vor ihm auftauchte. „Den muss ich eigentlich machen“, gestand Pfeiffer später.

Knapp vorbei: Werders Nuri Sahin rutscht beim Schussversuch aus. Foto: Helmut Kemme


„Wer weiß, wie die Partie sich dann entwickelt“, sagte Thioune mit Blick auf die Chancenverwertung. So jedenfalls übernahm Werder, das zwar ohne seine Nationalspieler angereist war, aber dennoch mit einigen Stars. Max Kruse (11. Minute) und Claudio Pizarro (22.) hatten die ersten Möglichkeiten für Werder. In der 24. Minute traf Kevin Möhwald zum 1:0.

Werder-Oldie Pizarro macht die wartenden Fans glücklich

Erst nach der Pause fand der VfL zurück ins Spiel. „Wir haben dann ein paar Sachen umgestellt, das hat geholfen“, erklärte Steffen Tigges. Hinten wurde aus der Vierer- eine Dreierkette, die Außenspieler machten das Spiel breiter. Beide Teams wechselten viel – nur einmal war es zwingend notwendig: Marc Heider verletzte sich am Fuß. Eine Diagnose steht noch aus.

Tigges (49.) und Krasniqi prüften Drobny, ehe Renneke (52.) zum verdienten Ausgleich traf. „Es war eine gute Position am Sechzehner, da fackele ich nicht lang“, sagte er trocken: „Innenpfosten, rein. Ich glaube, für den Torwart war es ein bisschen schwer ranzukommen.“


Bei allen Komplimenten übersah Renneke das Ergebnis nicht: „Schade, dass wir uns nicht belohnen. Die Chance war da, aber Bremen ist eben auch Bundesligist.“ Und der traf mitten in der Druckphase des VfL zum 2:1. U 23-Kapitän Christian Groß legte gegen seinen Ex-Klub das 2:1 von Jonah Osabutey auf, der per Kopfball-Bogenlampe traf. Der VfL hätte noch den Ausgleich erzielen können, unter anderem durch einen Kopfball von Marcos Álvarez, doch dieser ging vorbei.

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Thioune war trotz Niederlage zufrieden. „Wir haben keine sechs Tore kassiert wie gegen Kiel und Dortmund. Das war schon mal gut“, sagte der Coach und fügte an: „Und man hat gesehen, dass die Jungs, die bisher nicht so viel gespielt haben, sich gut und schnell ins Team einfügen.“

Zurück an alter Wirkungsstätte: Christian Groß hier im Duell mit David Blacha. Foto: Helmut Kemme


Am kommenden Dienstag (19 Uhr) in Gehrde gegen Oberligist Bersenbrück sollen sie noch mehr Spielzeit bekommen. Gerne hätte Thioune diese auch Sebastian Klaas gegeben. Doch der 20-Jährige, der sich nach langer Verletzung wieder herangekämpft hatte, zog sich im Training am Freitag eine Oberschenkelzerrung zu. „Das tut mir furchtbar leid für den Jungen“, sagte Thioune. Nun droht Klaas die nächste Zwangspause – vermutlich zehn Tage wird er fehlen.

Jubel beim VfL: Bashkim Renneke (Zweiter von links) feiert das Ausgleichstor Tor mit seinen Teamkollegen. Foto: Helmut Kemme


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