3984 Zuschauer an der Brücke VfL Osnabrück unterliegt 1:2 im Test gegen Werder Bremen

Von Susanne Fetter und Johannes Kapitza

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Osnabrück. Der VfL Osnabrück hat im Testspiel gegen Werder Bremen eine knappe Niederlage kassiert. Der Tabellenführer der 3. Fußball-Liga unterlag in einer munteren Partie vor 3984 Zuschauern an der Bremer Brücke mit 1:2 (0:1).

"Wir wollen ein anderes Gesicht zeigen, als in den Testspielen gegen Dortmund und Kiel", hatte VfL-Profi Ulrich Taffertshofer vor der Partie das Ziel benannt. 0:6 gegen den BVB und 3:6 gegen den Zweitligisten hatte der VfL verloren. Trotz der Niederlage gegen Bremen: Das ist den Osnabrückern gelungen. Gut hielten sie zwischenzeitlich mit dem Bundesligisten mit für den Kevin Möhwald (24. Minute) und Jonah Osabutey (71.) die Treffer erzielten. Bashkim Renneke (52.) glich für den VfL zwischenzeitlich aus.

Thioune wechselt in der Anfangself

VfL-Trainer Daniel Thioune gab einigen seiner Profis eine Verschnaufpause. Unter anderem durften Maurice Trapp, David Blacha, Felix Agu Anas Ouahim, Marco Alvarez und Manuel Farrona Pulido, die beim 2:0 am Samstag gegen Kaiserslautern in der Anfangself gestanden hatten, diesmal zu Beginn draußen bleiben.Auch Nils Körber fehlte. Der Torhüter war von Stefan Kuntz am Montag für die U21 nachnominiert worden. Für ihn rückte Philipp Kühn ins Tor des VfL. Ebenfalls in die Mannschaft rückten Luca Pfeiffer, Etienne Amenyido, Steffen Tigges, Felix Schiller und Kamer Krasniqi. Taktisch wählte Thioune ein 4-3-3-System.

Luca Pfeiffer (VfL Osnabrueck, links) im Zweikampf mit Werders Niklas Moisander. Foto: imago/Nordphoto


Oberschenkelzerrung: Klaas verletzt sich am Vormittag

Überraschend nicht im Kader stand Sebastian Klaas. Der Offensivmann des VfL sollte nach langer Verletzungspause wie schon im Test gegen Dortmund auch gegen Werder Einsatzzeit bekommen. Doch der 20-Jährige musste am Vormittag das Training mit einer leichten Zerrung im hinteren Oberschenkel abbrechen.

Das sagt VfL-Trainer Daniel Thioune zur Testspiel-Niederlage:

Werder, das im 4-1-3-2 agierte, trat ohne seine Nationalspieler an. Doch auch so bot der Bundesligist eine interessante Truppe auf - allen voran Claudio Pizarro, Nuri Sahin, Davy Klaassen, Niklas Moisander, Max Kruse und Torwart-Oldie Jaroslav Drobny. 

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Der musste zum ersten Mal nach gut einer Minute eingreifen und einen Schuss von Danneberg, der sich den Ball im Mittelfeld erobert hatte, aus 18. Metern parieren. Nur fünf Minuten später, die nächste gute Aktion des VfL, der zu Beginn dem Bundesligisten gut Paroli bot. Der flinke Amenyido legte den Ball von der rechten Seite zurück auf und Krasniqi, Drobny aber war mit Unterstützung eines Bremer Abwehrspielers noch dran. 

VfL setzt Nadelstiche

Der Tabellenführer der 3. Liga VfL zeigte zu Beginn auch gegen den Bundesligisten die Tugenden, die ihn zuletzt in der Liga ausgezeichnet hatte: Nach Balleroberungen spielte er mutig und zielstrebig nach vorne, defensiv warfen sich die Osnabrücker in die Passwege und Schüsse der Bremer. Werder hatte mehr Spielanteile, aber der VfL setzte kleine Nadelstiche. So wie in der 19. Minute als Pfeiffer alleine vor Drobny auftauchte.

Weiterlesen: Werder-Oldie Pizarro macht die wartenden Fans glücklich

Möhwald trifft für Werder Bremen

Die erste hochkarätige Chance des Bundesligisten hatte Kruse (11.Minute). Routinier Pizarro servierte ihm den Ball mit einem Pass in die Schnittstelle der VfL-Abwehr. Der Stürmer schoss aus spitzem Winkel aber knapp vorbei. Noch enger ging es in der 22. Minute zu als Pizarros Schuss aus fünf Metern den Pfosten beinahe noch küsste. Nur eine Minute später parierte Kühn einen weiteren Schuss von Pizarro. In der folgenden legte der Peruaner dann auf Kevin Möhwald zurück, der mit seinem satten Schuss (24.) aus sieben Metern Kühn keine Chance ließ und zum 1:0 für Werder traf.

Tim Danneberg (VfL Osnabrück, links) setzt Nuri Sahin (Werder Bremen unter Druck. Foto: imago/Nordphoto


Werder übernimmt die Spielkontrolle

Werder übernahm danach mehr und mehr die Spielkontrolle. In der 30. Minute hätte Klaassen auf 2:0 erhöhen können, nachdem Marco Friedl ihm den Ball gut zurückgelegt hatte, doch sein Schuss ging knapp am Tor vorbei. Nach einem schnellen Freistoß steckte Friedl erneut den Ball gut durch, diesmal kam Pizarro in der Mitte nicht mehr richtig ran. Kruse verdiente sich (45.) noch etwas Szenenapplaus, doch auch sein Schuss ging VfL-Tor vorbei.

Kurz vor der Halbzeit musste Heider verletzt den Platz verlassen. Für ihn kam Maurice Trapp in die Partie. In der Pause konnte der VfL-Stürmer allerdings strammen Schrittes in die Kabine gehen. 

Das sagt Werder-Trainer Kohfeldt zum Sieg in Osnabrück:


Renneke mit dem Ausgleich

Nach der Pause zeigte sich der VfL, der in der Abwehr auf eine Dreierkette umstellte, dann auch offensiv wieder. Tigges (49.) prüfte als Erster Drobny, kurz darauf kam Krasniqi (51.) zentral relativ frei zum Schuss, doch Drobny lenkte den Ball zur Ecke. Eine Minute später dann sah Amenyido den rechts am 16-Meter-Raum gut positionierten Bashkim Renneke und legte diesem den Ball schön vor. Mit einem satten Schuss erzielte der Mittelfeldspieler des VfL den Ausgleich. Ein Freistoß von Trapp (59.) segelte nur knapp über das Werder-Tor.

Der VfL agierte auch danach weiter mutig. In der 62. Minute schickte der eingewechselte David Blacha außen Tigges. Der brachte den Ball gut vor das Tor, wo erst Danneberg und Amenyido und im Nachschuss Krasniqi die Möglichkeit zur Führung hatten. 

Foto: Helmut Kemme


Mitten in der Druckphase des VfL kam die Führung für Werder etwas überraschend. Der eingewechselte Jonah Osabutey erzielte das 2:1 für den Bundesligisten (71.). Doch auch danach ließ der VfL nicht nach. Mit einer schönen Körpertäuschung verschaffte sich Farrona Pulido Platz auf der rechten Seite. Seinen Pass leitete Tigges zu Marcos Alvarez weiter. Der hätte zurück auf Pulido legen können, entschied sich aber selbst für den Schuss (76.) und zog weit über das Tor der Gäste. Ein Drehschuss von Blacha (79.) wurde abgeblockt. Mit einem Kopfball hätte Alvarez (84.) beinahe noch den Ausgleich erzielt.

Am Dienstag Test gegen Bersenbrück

Am kommenden Dienstag (19 Uhr) steht für den VfL der zweite Test während der Länderspielpause an. Dann triff er in Gehrde auf Oberligist TuS Bersenbrück. Samstag in einer Woche geht es dann in der Liga weiter. Auf dem Programm: Das Nachbarschaftsduell bei den Sportfreunden Lotte.



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