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...und jetzt gegen den 1. FC Kaiserslautern! 0:0 in Jena – VfL setzt Serie fort und bleibt Spitzenreiter

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Viele Zweikämpfe im Paradies, wie das "Ernst-Abbe-Sportfeld" in Jena im Volksmund genannt wird: Hier duellieren sich der Osnabrücker David Blacha (links) und der Jenaer Niclas Erlbeck. Foto: osnapix/Michael TitgemeyerViele Zweikämpfe im Paradies, wie das "Ernst-Abbe-Sportfeld" in Jena im Volksmund genannt wird: Hier duellieren sich der Osnabrücker David Blacha (links) und der Jenaer Niclas Erlbeck. Foto: osnapix/Michael Titgemeyer   

Jena. Der VfL Osnabrück lässt sich nicht abhängen: Im drittletzten Match des zehnten Spieltags in der 3. Fußball-Liga behauptete die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune mit einem 0:0 beim FC Carl Zeiss Jena die Tabellenführung. In einer zähen, zweikampfbetonten Partie verdiente sich der auch im fünften Auswärtsspiel unbesiegte VfL den Punkt mit einer disziplinierten Defensivleistung und hatte bei zwei Pfostentreffern Pech.

Von der Spitze verdrängen können den VfL nur noch die Würzburger Kickers, die dazu an diesem Montag beim TSV München 1860 gewinnen müssten. Gelingt das nicht, gehen die Osnabrücker als Tabellenführer in das attraktive Spiel am Samstag (6. Oktober, 14 Uhr) gegen den 1. FC Kaiserslautern, der beim 2:1 gegen die Sportfreunde Lotte das vierte Spiel in Folge ungeschlagen überstand - bei allerdings vier Unentschieden.

Der VfL geht mit breiter Brust in das Spiel, denn die Mannschaft hat aus den drei Spielen der englischen Woche sieben Punkte geholt und dabei keinen Treffer kassiert. Das letzte Gegentor war das 0:1 gegen den Karlsruher vor zwei Wochen, erzielt von Anton Fink. 

Das Schema zum Spiel FC Carl Zeiss Jena gegen VfL Osnabrück. Grafik: Britta Hente


Stark veränderte Anfangsformation

Ohne Konstantin Engel (Muskelfaserriss) und Anas Ouahim (Grippaler Infekt) war der VfL am Samstag nach Thüringen gefahren, am Sonntag zerschlug sich dann auch die Hoffnung auf einen Startelfeinsatz von Marc Heider und Maurice Trapp: Der angeschlagene Heider saß zunächst nur auf der Bank, Trapp musste wegen eines Infekts ganz passen. 


Trainer Daniel Thioune reagierte mit einer stark veränderten Anfangsformation – mit drei Startelf-Debütanten: Felix Agu, Tim Möller und Luca Pfeiffer standen in dieser Saison erstmals beim Anpfiff eines VfL-Ligaspiels auf dem Platz. Vor Torwart Nils Körber verteidigte eine Dreierreihe mit Möller, Felix Schiller und Adam Susac, davor agierten David Blacha und Uli Taffertshofer im Zentrum, auf den Außenbahnen traten Agu (links) und Bashkim Renneke an. Auf der Zehn hinter den Spitzen Marcos Alvarez und Pfeiffer agierte Manuel Farrona Pulido.

Nicht nur die Aufstellung war offensiv, sondern auch die Einstellung. Zwar nicht so klar und druckvoll wie vor einer Woche beim überzeugenden 1:0 in Zwickau, doch optisch überlegen war der VfL in den ersten 45 Minuten allemal. Und das Team hatte die besseren Chancen...



Doppeltes Alu-Pech

Zweimal verhinderte den linke Pfosten des Jenaer Tores die Osnabrücker Führung: Geburtstagskind Marcos Álvarez, der am Sonntag 27 Jahre alt wurde und in Vertretung von Marc Heider die Kapitänsbinde trug, zirkelte einen direkten Freistoß aus 25 Metern flach an den Pfosten – ein paar Zentimeter weiter rechts, und es wäre sein vierter Freistoßsaison in dieser Drittliga-Saison gewesen.

In der 34. Minute schlich sich Felix Agu im Strafraum frei und war bei einer Ecke von links schneller als alle anderen  - sein Kopfball sprang vom linken Pfosten zurück ins Feld; das war die größte Chance in der ersten Halbzeit. 

Torgefahr verbreitete Jena in der ersten Hälfte kaum. Die größte Schrecksekunde  gab es für den VfL nach einer halben Stunde, als sich die Laufwege von Felix Schiller und Vincent Louis Stenzel knapp im oder vielleicht auch noch außerhalb des Strafraums kreuzten. Der Jenaer hob spektakulär ab, doch Schiedsrichter Tobias Schultes stand gut zur Szene und deutete sofort an: Kein Elfmeter.

Nach der Pause verflachte die ohnehin höchstens mittelmäßige Partie weiter. Jena war nicht bereit, für mehr Offensivpower größere defensive Risiken einzugehen. Auch der VfL agierte vorsichtig. Doch damit war Trainer Thioune nicht einverstanden: 20 Minuten vor dem Ende brachte er zwei frische Offensivkräfte. Für Álvarez und Pfeiffer kamen Alexander Riemann und Marc Heider. 

VfL-Defensive steht gut

Die Osnabrücker Abwehr um den 19-Jährigen Debütanten Tim Möller stand auch in der zweiten Halbzeit sicher. Vor Torwart Nils Körber, der mit seinem sachlichen, aufmerksamen und souveränen Spiel Ruhe ausstrahlte, verteidigten Adam Susac, Felix Schiller und Möller, aber auch die Defensivstrategen im Zentrum, Blacha und Taffertshofer, zäh und diszipliniert; immer bedacht, Fouls zu vermeiden. 

Nur einmal hatten die Jenaer den Torschrei auf den Lippen: Nach Körbers einzigem Patzer, der eine bereits sicher abgefangene Flanke unter Bedrängnis fallen ließ, brachte Rene Eckhardt den Ball Richtung Tor, doch der aufmerksame Möller bereinigte die Situation einen Meter vor der Torlinie. 


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