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Heiders Premierentor sichert Sieg VfL Osnabrück ist Tabellenführer: 1:0 gegen Fortuna Köln

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Osnabrück. Der VfL Osnabrück ist Tabellenführer in der 3. Fußball-Liga: Beim 1:0-Heimsieg gegen den SC Fortuna Köln waren die Lila-Weißen zwar nicht unbedingt die klar bessere, aber letztlich die effektivere und in der 2. Halbzeit auch die spielerisch aktivere Mannschaft.

VfL-Trainer Daniel Thioune setzte gegen Fortuna Köln im 4-2-3-1-System auf exakt dieselbe Elf, die in Zwickau 1:0 gewonnen hatte. Gästecoach Uwe Koschinat setzte nicht auf den Ex-Osnabrücker Kristoffer Andersen in der Startelf – dafür aber auf Banden-Stürmer Moritz Hartmann und der Dreierreihe mit Robin Scheu, Hamdi Dahmani und Michael Eberwein dahinter. Und weil zunächst besonders die beiden letztgenannten, körperlich ebenso starken Offensivspieler über das Zentrum enorm viel Druck entfachten, entwickelte sich schnell eine von der Fortuna hochüberlegen geführte erste Halbzeit. (Hier gibt's den Liveticker zum Nachlesen)

Die erste Aktion des Spiels gehörte dem VfL – es war nach Schnittstellenpass von Manuel Farrona Pulido der Schuss von Marc Heider aus spitzem Winkel, den Nikolai Rehnen im Tor der Fortuna entschärfen konnte. Ansonsten drückte vor der Pause die Fortuna, die vor allem nach Standardsituationen hochgefährlich war, weil dann Bone Uaferro und Steven Ruprecht die körperlichen Vorteile der Gäste noch verstärkten.

So konnte Hartmann im Getümmel nach einer Freistoßflanke erst in letzter Sekunde von Marc Heider entscheidend gestört werden, später verfehlte der Stürmer mit einem Drehschuss und einem weiteren 18-Meter-Abschluss das Ziel. Fast im Tor gelandet wäre die über den Schlappen gerutschte Flanke von Sebastian Schiek, unter der Nils Körber hinwegtauchte – kurz darauf war der VfL-Keeper aber hellwach, als Scheu einen abgewehrten Eckball aus 18 Metern mit voller Kraft aufs Tor drosch – und Körber den Ball gerade noch an den Innenpfosten lenkte.



In Ballbesitz fehlten dem VfL oft die zündenden Ideen – zu selten gelang es, ein Übergewicht über die spielstarken Flügel um Farrona Pulido und Anas Ouahim herzustellen. Tim Danneberg konnte defensiv die Kreise von Kölns Spielmacher Maik Kegel nicht einengen und offensiv nicht in Erscheinung treten – seine Auswechslung zur Pause gegen Marcos Alvarez war folgerichtig. Es war schon der zweite VfL-Wechsel nach Konstantin Engels Ausfall wegen Oberschenkelproblemen (20.). Für ihn war Youngster Felix Agu gekommen.

Durch die Wechsel war Osnabrück noch kleiner geworden, was sie bei jeder Standardsituation der Kölner zu spüren bekamen – die blieben alle gefährlich. Aber der VfL wurde seinerseits am Boden noch wendiger, was sich vor allem nach der Führung positiv auswirkte. Diese fiel den bis dahin eher unterlegenen Osnabrückern vor Marc Heiders glücklichem Abschluss per Grätsche zum ersten Saisontor nach Vorlage von Ouahim quasi in den Schoß - durch einem krassen Fehler von Kölns Linksverteidiger Schiek, der in der letzten Verteidigungslinie unbedrängt ein Luftloch schlug. Irgendwie passt diese Entstehunggeschichte zum bisherigen Verlauf einer VfL-Saison, in der es gelingt, aus relativ wenig Gelegenheiten viel zu machen und schwierige Phasen in den Spielen zu überwinden.

Nach dem 1:0 waren es vor allem die Dribblings von Ouahim, die dem VfL zu Großchancen verhalfen: Renneke zielte zweimal zu hoch, Heider traf nur den Außenpfosten. Dazu scheiterte Alvarez mit einem 18-Meter-Freistoß an der Mauer – und mit einem überraschenden Abschluss aus dem Mittelkreis an Kölns Keeper Rehnen, der im Rückwärtslaufen noch die Fäuste hochriss.

Diese und weitere Konterchancen, die Partie zu entscheiden, ließ der VfL liegen – hinten sicherte aber diszipliniertes Stellungsspiel und starker kämpferischer Einsatz dem VfL den Sieg gegen nachlassende Kölner, die zunehmend ihre Klarheit in den Aktionen verloren. 

Am Ende feierten 8186 Zuschauer an der Bremer Brücke einen knappen Heimsieg – und die Tabellenführung. Denn sowohl die SpVg Unterhaching (1:1 gegen 1860 München) als auch der KFC Uerdingen (1:2 gegen Zwickau) konnten ihre Heimspiele nicht gewinnen.


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