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Geschäftsführer bleibt im Amt VfL Osnabrück: Jürgen Wehlend bekommt Vertrag bis Ende 2021

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Weiter an Bord: Geschäftsführer Jürgen Wehlend hat seinen Vertrag beim VfL Osnabrück verlängert. Archivfoto: Michael GründelWeiter an Bord: Geschäftsführer Jürgen Wehlend hat seinen Vertrag beim VfL Osnabrück verlängert. Archivfoto: Michael Gründel

Osnabrück. Der VfL Osnabrück verlängert den Vertrag mit Geschäftsführer Jürgen Wehlend um drei Jahre. Das gab der Fußball-Drittligist am Freitag in einer Medienmitteilung bekannt.

Der Vertrag des 52-Jährigen Betriebswirts, der seit Anfang 2013 für den VfL arbeitet, wäre Ende 2018 ausgelaufen. Beschlossen wurde die Vertragsverlängerung vom Beirat, das besetzt ist mit Präsident Manfred Hülsmann, den Vizepräsidenten Freddy Fenkes und Michael Wernemann sowie dem Aufsichtsratsvorsitzenden Olaf Becker. Über das Ergebnis einer Abstimmung in diesem Gremium teilte der VfL auch auf Nachfrage nichts mit. Im Aufsichtsrat gab es keine Abstimmung, die formell nicht erforderlich ist.

VfL-Präsident stärkt Wehlend den Rücken

„Jürgen Wehlend genießt das Vertrauen unserer Aktionäre, des Aufsichtsrates und des Vereinspräsidiums“, wird Hülsmann in der Mitteilung zitiert, „der VfL hat nach den schweren Jahren der Konsolidierung in die Erfolgsspur zurückgefunden. Wir haben eine neue strategische Ausrichtung und Strukturen, die auf langfristig sportlichen und dadurch möglichen wirtschaftlichen Erfolg einzahlen.“ 

Wehlend bedankt sich für Vertrauen

Wehlend kommentierte die Entscheidung so: „Ich freue mich sehr über das Vertrauen, das mir der VfL entgegenbringt und möchte mich dafür bedanken.“ Der Geschäftsführer hat seit 2004 Verbindung mit dem VfL. Damals leitete er als Geschäftsführer des Telekommunikationsanbieters „osnatel“ das Namenssponsoring für die Bremer Brücke ein, später war er Mitglied des Wirtschaftsrates und wurde Ende 2012 mit Hilfe einer Personalberatung in der Amtszeit des Präsidiums mit Gert Lehker und Christian Kröger als Geschäftsführer eingestellt.

Turbulente Amtszeit

In Wehlends Amtszeit fielen die Aufräumarbeiten der turbulenten Übergangsphase, der Neuaufbau der Strukturen in der Geschäftsstelle und des Marketings sowie die Ausgliederung des Fußballbetriebs in eine KGaA. Zur Existenzsicherung trug entscheidend der von Wehlend initiierte und umgesetzte Schuldenschnitt auf Besserungsschein bei. Zuvor hatte es der Geschäftsführer in der ersten Phase verstanden, mit Maßnahmen wie dem Crowdfunding die Lizenz alljährlich zu sichern.

Kritik wegen negativer Jahresbilanzen

In die Kritik war Wehlend durch die negativen Jahresbilanzen geraten, wobei vor allem das 1,35-Millionen-Euro-Minus der Saison 2016/17 für Unmut bei Mitgliedern und Fans sorgte. Anders als in den Jahren zuvor, als die Defizite zu erklären waren, gestand Wehlend hier gravierende Fehler ein und versprach eine Trendwende. Für die letzte Saison wird mit einem ausgeglichenen oder knapp positivem Ergebnis gerechnet, was vor allem den Transfer- und Pokaleinnahmen liegt. Die laufende Saison solle eine „schwarze Null“ bringen.

Wehlend soll Strategie umsetzen

Teile der Fanszene artikulierten ihre Kritik an Wehlend mehrfach mit Transparenten und Sprechchören. Im Präsidium, bei den Aktionären und im Aufsichtsrat, so Hülsmann, hat Wehlend Anerkennung und Vertrauen. Er soll eine Strategie umsetzen, mit der der VfL die wirtschaftlichen Voraussetzungen schaffen will, um mittelfristig in die 2. Bundesliga aufzusteigen. „Erfolg im Fußball ist nicht planbar, aber man kann die Rahmenbedingungen planen, die für den Erfolg nötig sind“, sagt Präisdent Hülsmann. Umfassend soll diese Strategie, bei der der VfL von dem ehemaligen Kölner FC-Geschäftsführer Claus Horstmann beraten wird, bei der Mitgliederversammlung Ende November vorgestellt werden.


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