Durchsuchungen bei drei Profis Manipulationsverdacht beim VfL: Auch Willers im Visier der Emittler

Von Stefan Alberti | 29.05.2017, 18:00 Uhr

Im Verfahren wegen des Verdachts der versuchten Spielmanipulation wird auch gegen den VfL-Innenverteidiger Tobias Willers ermittelt. Das hat jetzt die Staatsanwaltschaft Osnabrück auf Anfrage bestätigt.

Im Zuge der strafrechtlichen Ermittlungen seien in der vergangenen Woche nicht nur Durchsuchungen bei den bereits der Öffentlichkeit bekannten Profis des VfL Osnabrück, Marc Heider und Addy Menga, vorgenommen worden. Auf Nachfrage bestätigte Staatsanwalt Christian Bagung, dass es sich bei dem dritten Spieler um Willers handelt.

„Sehr kooperativ“

Bei den Durchsuchungen sei Beweismaterial gesichert worden, das nun ausgewertet werden müsse. „Die Beteiligten waren sehr kooperativ, es ging alles problemlos über die Bühne.“ Das Verfahren könne sich mindestens noch einige Wochen hinziehen. Gerade die Auswertung von „elektronischen Mitteln“ nehme einige Zeit in Anspruch. Ebenso müssten auch noch weitere Zeugen von anderen Vereinen befragt werden. Ähnlich ist der Sachstand bei den parallel laufenden Ermittlungen durch den DFB. Auch hier kann sich das Verfahren noch wochenlang hinziehen.

Auch Kontakt nach Erfurt?

Zur Erinnerung: Der DFB und die Staatsanwaltschaft ermitteln gegen drei Fußballprofis des VfL wegen des Verdachts der versuchten Spielmanipulation. Menga und Heider hatten einen Tag nach dem öffentlichen Bekanntwerden der Vorwürfe Fehler eingeräumt. Im Gespräch mit unserer Redaktion gaben sie zu, dass sie in der Woche vor dem Spiel des VfL gegen den SC Paderborn Kontakt mit zwei Mitgliedern der U-23-Mannschaft von Werder Bremen gehabt hätten – allerdings auf Drängen eines namentlich nicht genannten Teamkollegen. Wie jetzt von der Osnabrücker Staatsanwaltschaft bestätigt, handelt es sich bei diesem Teamkollegen um Willers. Hier geht es zu den weiteren Details der Vorwürfe. 

Nach uns darüber hinaus vorliegenden Informationen soll Willers in der Woche vor dem Paderborn-Spiel auch Kontakt zu Spielern von Rot-Weiß Erfurt gesucht haben. Die Thüringer waren zu dem Zeitpunkt ebenfalls noch akut abstiegsgefährdet.