Verhandlung vor DFB-Bundesgericht VfL Osnabrück: Ex-Spieler Willers legt Revision ein

Von Benjamin Kraus | 18.07.2017, 17:00 Uhr

Die sportjuristische Auseinandersetzung im Fall Tobias Willers geht weiter: Der Ex-Fußballer des VfL Osnabrück, der wegen einer Spielmanipulation vom DFB-Sportgericht zu einer viermonatigen Sperre und 4000 Euro Geldstrafe verurteilt worden ist, zieht in die nächste Instanz – vor das DFB-Bundesgericht.

Das DFB-Sportgericht hatte Willers wegen der Initiierung einer Spielmanipulation der letzten Drittliga-Partie der vergangenen Saison gegen den SC Paderborn für vier Monate als Fußballer gesperrt. Willers gilt als Drahtzieher dieser versuchten Spielmanipulation – das war auch im Verlauf des Prozesses vor dem DFB-Sportgericht am Montag der vergangenen Woche deutlich geworden ( hier geht es zur ausführlichen Dokumentation des Prozesses mit allen Aussagen und WhatsApp-Nachrichten).

Willers hat nun über seinen Anwalt Michael Lehner fristgerecht Revision gegen das Urteil des DFB-Sportgerichtes zum DFB-Bundesgericht eingelegt. Aber auch der DFB-Kontrollausschuss, der vor dem Sportgericht als Ankläger auftrat, hat Revision zum DFB-Bundesgericht eingelegt. Dessen Vertreter Wolfgang Zieher hatte vor dem DFB-Sportgericht in seinem Pladoyer die Beibehaltung einer sechsmonatigen Sperre für Willers beantragt.

Einen Termin für die Verhandlung des Falles vor dem DFB-Bundesgericht gebe es derzeit aber noch nicht, teilte der DFB auf Anfrage mit. Noch nicht abgeschlossen ist zudem die strafrechtliche Aufarbeitung des Falles.

Bereits bei den NOZ-Medien zu finden ist eine Zusammenfassung zum Verlauf des Willers-Prozesses vor dem DFB-Sportgericht, ein Kommentar zum Thema sowie die Klärung der Frage, warum die VfL-Fußballer auf die erste Nachricht des Ex-Kollegen bei WhatsApp nicht reagiert haben.