Waschitzki erneut Schiedsrichter VfL erwartet Hansa Rostock – Gersbeck besteht ersten Belastungstest

Von Stefan Alberti | 31.03.2017, 22:31 Uhr

Sonniges Frühlingswetter, und nebenan hat der Jahrmarkt geöffnet: Wenn jetzt noch am Sonntag an der Bremer Brücke die 10000-Zuschauer-Marke geknackt wird, dann kann man zumindest von besten fußballerischen Voraussetzungen für das Drittliga-Spiel zwischen dem VfL Osnabrück und Hansa Rostock sprechen.

Welche Elf soll gegen die Hansa-Kogge starten? Am Samstag steht noch eine Trainingseinheit auf dem Programm. Insofern will sich Cheftrainer Joe Enochs auch noch die eine oder andere Option offenhalten. Nach dem Freitagstraining steht hinter dem Einsatz von Marius Gersbeck nur noch ein kleines Fragezeichen. Der Torhüter laboriert nach dem Regensburg-Spiel an einer Meniskus-Quetschung, fühlt sich aber von Tag zu Tag besser. „Er hat die Belastungen am Freitag sehr gut weggesteckt“, sagt Enochs.

Ansonsten hat der Trainer eigentlich wenig Grund, seine Regensburger Anfangsformation zu verändern. Ahmet Arslan, am vergangenen Samstag als Einwechselspieler in der Schlussphase Schütze des zwischenzeitlichen Ausgleichs zum 1:1, würde sich natürlich über eine Nominierung von Beginn an freuen, aber: „Ich bin in Regensburg in der 77. Minute reingekommen und habe ein Tor gemacht. Ich habe zwölf Minuten gespielt, und davor haben wir ein gutes Spiel gemacht. Wenn ich Trainer wäre, würde ich mir das auch überlegen, ob ich nicht wieder die Mannschaft spielen lasse.“

Wie will der VfL gegen Hansa auftreten? „Die haben sehr viel Erfahrung auf dem Platz, ein robustes und kampfstarkes Team“, warnt der VfL-Trainer. In den vergangenen Spielen habe Rostock nach Eckbällen getroffen, „sie sind bei Standards brandgefährlich, diese Situationen müssen wir unbedingt gut verteidigen“.

Wie ist die Stimmung in Rostock? Angespannt, hitzig, viele unzufriedene Fans. Hansa steht mit 36 Punkten im Tabellenkeller – fünf Zähler vor den Abstiegsrängen. „Es ist verrückt. Wir haben nur zwei von zehn Rückrundenspielen verloren, aber es fühlt sich an, als wären es viel mehr gewesen. Wir haben so oft unentschieden gespielt. Das zerrt an den Nerven“, sagt Coach Christian Brand im „kicker“.

Welche Zahlen liefert die Statistik? Schauen wir lediglich auf die Duelle in der 3. Liga, stehen vier Osnabrücker Siege, zwei Rostocker Erfolge und drei Remis zu Buche. Den letzten Heimsieg feierte der VfL am 3. Mai 2015 – 1:0 durch ein Tor von Marcos Álvarez. Wer möchte, darf auch die Ansetzung des Schiedsrichters am Sonntag als gutes Omen werten: Der Essener Sven Waschitzki leitete bereits das Hinspiel in Rostock, das der VfL bekanntlich mit 2:1 gewann.

War sonst noch was? Wir hoffen mal, dass die Rostocker wissen, in welche Stadt sie am Sonntag reisen müssen. „Hansa-TV“ berichtet bei der Vorstellung des Gegners von den „Veilchen, die sich nach einer Niederlagenserie eindrucksvoll zurückgekämpft haben“.

Und wie geht’s nun aus? Ein echter Drittliga-Fight, der VfL bleibt in der Spur – 2:0.

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