VfL-Stürmer muss weiter zuschauen DFB-Sportgericht bleibt hart: Drei Spiele Sperre für Ceesay

Von Sportredaktion | 28.02.2020, 14:00 Uhr

Einspruch erfolglos: Assan Ceesay vom Fußball-Zweitligisten VfL Osnabrück bleibt auch nach einer mündlichen Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht für drei Spiele gesperrt.

Der Stürmer hatte in Karlsruhe Gegenspieler Dirk Carlson unglücklich am Kopf getroffen und dafür die Rote Karte gesehen. Carlson musste mit einer Platzwunde ausgewechselt werden. Der DFB wertete Ceesays Einsatz als rohes Spiel und verhängte eine Drei-Spiele-Sperre, gegen die der VfL Einspruch einlegte. Der wurde am Freitagvormittag in Frankfurt verhandelt und abgewiesen. Damit bleibt Ceesay auch noch in den Spielen am Sonntag (13.30 Uhr) beim FC St. Pauli und am kommenden Freitag (18.30 Uhr) im Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden gesperrt.

DFB: Strafe bei Kopfverletzung am untersten Rahmen

Der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, Hans E. Lorenz, der die Verhandlung leitete, sagte laut DFB-Mitteilung: "Die Sperre liegt im untersten Bereich des Strafrahmens für die Fälle, bei denen der Gegenspieler durch einen Tritt am Kopf getroffen und verletzt wurde, so dass er ausgewechselt werden musste." Ceesay sei zugute gehalten worden, "dass der Tritt unabsichtlich erfolgt ist und er sich in fairer Weise um den verletzten Gegenspieler gekümmert hat". Der 25-Jährige hatte sich bereits nach der Behandlung von Carlson auf dem Platz sowie später noch einmal auf digitalem Weg entschuldigt.

VfL-Argumentation: Kein rohes Spiel, sondern unglückliche Situation

Die Lila-Weißen hatten laut eigener Mitteilung argumentiert, dass der Tritt gegen Carlsons Kopf kein rohes oder rücksichtsloses Spiel gewesen sei, sondern dass es sich um eine "unglückliche Spielsituation" gehandelt habe. Ceesay habe zwar Carlson am Kopf getroffen, das aber nicht vorsätzlich getan. Weil Carlson mit dem Kopf ziemlich tief gegangen sei, sei Ceesay auch nicht allein für die Verletzung verantwortlich zu machen, argumentiert Sportdirektor Benjamin Schmedes: "Insofern hielten wir eine Strafe von zwei Spielen Sperre für Assan Ceesay für ausreichend und angemessen." Der VfL akzeptiere die Entscheidung des Sportgerichts und sei froh, dasss Carlson "nach wenigen Tagen wieder ins Geschehen eingreifen konnte". Gleichzeitig bedauere der Club das Strafmaß, "weil sich unser Spieler, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Fairness-Diskussionen, mehr als vorbildlich und verantwortungsvoll verhalten hat", wird Schmedes zitiert.

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