Twente setzt auf Emsländer Jetzt kennt Patrick Kluivert Meppen

22.07.2012, 16:00 Uhr

Vor dem Freundschaftsspiel in Epe kannte Patrick Kluivert Meppen noch nicht. Nach 90 Minuten wünschte der prominente Trainer der U23 von Twente Enschede dem SV Meppen eine starke Wettkampfsaison. Er hatte bei den Emsländern mehr als nur gute Ansätze gesehen.

SVM-Coach Heiko Flottmann und Kluivert, der auch für Barcelona, AC Mailand, Valencia, Lille und Newcastle spielte, waren sich schon vor dem Anpfiff nähergekommen. „Wir haben uns über Nachwuchsarbeit unterhalten“, sagte Flottmann, der deren Qualität in Enschede schätzt. Nur zehn Tage nach dem Foto mit Dortmunds Coach Jürgen Klopp ließ er sich auch mit Kluivert ablichten. Der 36-jährige Niederländer, Torschützenkönig der Europameisterschaft 2000, Champions-League-Sieger mit Ajax Amsterdam 1995 und im selben Jahr als bester Nachwuchsspieler Europas geehrt, gewann in der vergangenen Serie mit „Jong Twente“ auf Anhieb die niederländische Meisterschaft der Nachwuchsrunde. „Das wollen wir wiederholen“, formulierte er in Epe sein Saisonziel. Dass das mit seiner neuen und ganz jungen Truppe nicht leicht wird, ist ihm klar. Dabei müssten etliche junge Spieler integriert werden.

In Kluiverts Team in Epe standen gleich sechs junge deutsche Spieler. Die beiden Emsländer Mirco Born (VfL Rütenbrock, SV Meppen) und Peter Geben (SV Erika-Altenberge, SV Meppen), der Grafschafter Theo Vogelsang (SV Veldhause) sowie der aus Gronau stammende Tim Hölscher in der Anfangsformation. Eingewechselt wurden Janik Jesgarzewski (DJK Geeste), der zum 1:3 traf, und Lukas Schwering (Horstmar. Nordwalde). Twente setzt auf gute Spieler aus dem Nachbarland. „Sie sind wichtig für uns“, stellte Kluivert fest.

Flottmann kennt die Arbeit der Enscheder Nachwuchsakademie, in der ja auch der Andervenner Thilo Leugers gewachsen ist. Er hat bei Twente einen Vertrag bis 2014, wurde aber für ein Jahr an den Erstligisten NAC Breda ausgeliehen, wo er mehr Spielpraxis bekommen soll. Das Fußball-Abc perfektionieren in Enschede auch zwei Söhne (Colin, Bennet) von Heino van den Berg, der in den 90er-Jahren beim VfL Herzlake spielte.

„Wenn Persönlichkeiten wie Patrick Kluivert in der Nachwuchsarbeit tätig sind, dann sieht man, welche Bedeutung sie hat“, stellte Flottmann fest. Kluivert soll jetzt sogar ein Angebot des niederländischen Verbandes vorliegen. Stürmer Mirco Born hofft jedoch, dass er bei Jong Twente bleibt. „Wir können viel von ihm lernen.“