Traumtor von Geiger SV Meppen besiegt Lüneburg mit 3:2

Von Uli Mentrup | 22.11.2015, 17:41 Uhr

Nach einem Wechselbad der Gefühle konnte der SV Meppen sein Siegerlächeln aufsetzen. Die Emsländer behaupteten sich vor 1065 Zuschauern in der heimischen Hänsch-Arena etwas glücklich mit 3:2 (1:1) gegen den Lüneburger SK Hansa.

Mit einem Traumtor ausgerechnet von Innenverteidiger Dennis Geiger wahrten die Meppener ihre Position in der Spitzengruppe der Regionalliga Nord. Der Rückstand auf Spitzenreiter VfB Oldenburg, der ein 2:0 bei Eintracht Braunschweig II vorgelegt hatte, beträgt zwölf Zähler. Allerdings haben die Emsländer zwei Spiele Rückstand. „Das war ein ganz wichtiger Sieg. Und wir haben die 30-Punkte-Marke geknackt“, wusste Trainer Christian Neidhart. Der Geiger-Treffer per Fallrückzieher ist zumindest kurzfristig Gold wert für den SVM.

Während die Zuschauer jubelten und die Mannschaft den Applaus genoss, schlich ein Spieler in die Kabine: Thorben Deters, nach gut einer Stunde für Viktor Maier ins Team gekommen, musste kurz vor dem Abpfiff das Feld wieder verlassen. Das junge Talent wurde Opfer einer „blöden gelb-roten Karte“ (Neidhart) für Jens Robben. Ausgerechnet Routinier Jens Robben, der schon beim Spiel in Lübeck gesperrt gefehlt hatte. Er drosch den Ball weg und sah, weil er zuvor schon den gelben Karton bekommen hatte, Gelb-Rot. Weil der Trainer in der Schlussphase weiter mit zwei Sechsern agieren wollte, musste Deters weichen. Neidhart konnte die Enttäuschung des Offensivspielers nachvollziehen. „Das tut mir menschlich sehr leid. Wir müssen Thorben jetzt wieder aufbauen.“

Es hatte zunächst nicht danach ausgesehen, dass es in der Schlussphase noch so spannend werden könnte. Der SV Meppen begann bei schwierigen Platzverhältnissen – der Boden war nach Regen und Schnee aufgeweicht – ordentlich. Er ließ den Ball gut laufen und nutzte die zweite Möglichkeit: Erdogan Pini feierte seinen Treffer in der zwölften Minute mit einem einarmigen Handstand: Nach flacher Hereingabe von Maier von der rechten Seite setzte er den Ball zunächst an den linken Pfosten, doch beim anschließenden Zuspiel von links machte es der ehemalige St. Paulianer besser und sorgte für die Meppener Führung. Die Emsländer behielten den Schwung bei. Ein Treffer von Pini (14.) wurde wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt.

„Wir hatten den Gegner 42 Minuten im Griff“, sagte Neidhart. Sein Lüneburger Kollege Elard Ostermann wusste, dass die Partie schon früher zugunsten des SVM hätte entschieden sein können. Doch der zweite Treffer fiel zunächst nicht.

Stattdessen glich der variabel mit Dreier- oder Fünferkette agierende Gast nach Meppener Fehler im Mittelfeld durch Nico Hübner aus. Nach dem nächsten SVM-Patzer nicht einmal 50 Sekunden nach dem Seitenwechsel traf LSK-Goalgetter Kwasi Okyere Wriedt. Und die Gäste verfügten in der zweiten Hälfte über die besseren Möglichkeiten. Sie konterten gefährlich, scheiterten aber mehrfach an Keeper Benni Gommert.

Doch der SVM wollte den Dreier, er erhöhte den Druck wieder. Der Ex-Lüneburger Muhamed Alawie glich schon elf Minuten später aus. Dann wogte die Partie hin und her. Auch nach dem 3:2 durch Geiger musste der SVM noch einige bange Minuten überstehen. Mit dem Sieg sorgte das Team für gute Stimmung vor der Generalversammlung am Dienstag um 19 Uhr im Kolpinghaus.

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