Starke Vorstellung zum Start Maiers Glück bedeutete Meppens Sieg in Lübeck

Von Uli Mentrup | 27.07.2014, 21:30 Uhr

Der SV Meppen hat aus seinen personellen Problemen das Beste gemacht. Mit dem verdienten 2:0 (2:0) beim Aufsteiger VfB Lübeck feierten die Emsländer mit einer auf vier Positionen veränderten Mannschaft einen gelungenen Einstand in die neue Regionalligasaison. „Wir haben auswärts selten so wenig zugelassen“, war Trainer Christian Neidhart beeindruckt.

„Das war mit dem Spiel in Lingen nicht zu vergleichen“, erklärte Verwaltungsratsmitglied Matthias Kues, der die erste Halbzeit wegen eines Staus verpasst hatte. Für Janik Jesgarzewski und Theo Vogelsang lag immer noch keine Freigabe vor . Der DFB erklärte SVM-Geschäftsführer Markus Lohle, die Unterlagen seien beim niederländischen KNVB. Bei den abgebenden Klubs Twente Enschede und Zwolle lagen sie noch nicht vor. Die versprachen aber, alle Unterlagen schnell weiterzuleiten. „Vielleicht klappt es bis Goslar“, hofft Lohle. Zudem fehlte der gesperrte Johan Wigger.

In der Innenverteidigung machte Hiromu Watahik i seine beste Partie im Meppener Dress. Der Japaner präsentierte sich zweikampfstark und sicher. Neidhart wollte bei dem gerade wiedergenesenen Peter Gebben kein Risiko eingehen. Jens Robben löste die Aufgabe auf der Sechser-Position souverän, auch wenn sich dem Trainer bei der einen oder anderen Aktion die Nackenhaare sträubten. Der engagierte Kevin Landgraf „hat sich prima eingefügt“, lobte Neidhart. Das galt auch für Stürmer Diego Rodriguez .

Das Glück von Viktor Maier war auch das der Mannschaft und bedeutete letztlich den Sieg. Wären alle Spieler da gewesen, wäre der schnelle Konterspieler vielleicht gar nicht zum Einsatz gekommen. Doch Maier war an allen Toren beteiligt. Die Führung erzielte Max Kremer (6.) per Strafstoß: Lukas Knechtel hatte Maier gefoult. Das 2:0 schoss der 24-Jährige per Freistoß (46.). „Ich habe mich schon am Morgen gut gefühlt“, lachte er. „Wir haben gegen eine starke Heimmannschaft Räume gehabt und Tore geschossen.“

Die seit einem Jahr ungeschlagenen Lübecker mühten sich – angetrieben von einem galligen Publikum. Klare Chancen wie der SVM, der hoch verteidigte und mit klugen Kombinationen schnell nach vorn spielte, hatte der Aufsteiger kaum. Meistens durch Weitschüsse. Er blieb bei einigen Standards gefährlich, versuchte, sich mit langen Bällen Vorteile zu verschaffen, wenn der SVM weit aufgerückt war.

Ein drittes Meppener Tor hätte für Ruhe gesorgt. Dass es ausblieb, zählt neben zu vielen Fouls vor dem eigenen Strafraum zu den wenigen Mankos. „Aber man muss auch die Temperaturen bedenken“, verwies Maier auf die schwüle Hitze an der Lohmühle. Nach der Pause hielt der SVM den Ball lange konzentriert in den eigenen Reihen. Eine Entscheidung, die der Trainer Christian Neidhart mittrug. „Es war der Sieg der Mannschaft“, erkannte Martin Wagner , der die Kapitänsbinde trug.