Modernisierung und Tatsachenentscheidung SV Meppen: Neues Einlasssystem und ein Abseitstor

Von Henning Harlacher | 23.09.2018, 12:00 Uhr

„Auch wir werden noch moderner!“ So stellte der SV Meppen auf seinen Social-Media-Kanälen am Freitag eine vor allem für die Fans wichtige Neuerung für den Besuch in der Hänsch-Arena vor. Neben einem neuen Ticketsystem an allen Tageskassen erfolgte auch der Einlass vor der Partie gegen die SpVgg Unterhaching nun zum ersten Mal per elektronischer Einlassbestätigung mittels eines Scanners.

Obwohl sich der Verein bereits im Vorfeld für etwaige Komplikationen und damit einhergehende Verzögerungen entschuldigte und um Geduld bat, gab es mit der Öffnung der Stadiontore gegen 12.30 Uhr am Samstag keine nennenswerten Probleme. Alle 5726 Zuschauer konnten pünktlich ihre Plätze einnehmen. Für große Augen und Fragezeichen in den Gesichtern einiger Zuschauer sorgten das neue System und die neuen Geräte dennoch.

Die Stimmen zum 3:3 gegen die SpVgg Unterhaching

Videobeweis eine Option?

An solchen Modernisierungen könnte sich der Deutsche Fußball Bund (DFB), der die 3. Liga verwaltet, vielleicht auch mal ein Beispiel nehmen, dachten sicherlich einige Meppen-Anhänger kurz vor der Halbzeit der Partie. Auch wenn der Videoschiedsrichter nach seiner ersten Saison in der Bundesliga noch nicht ganz angekommen zu sein schien und immer wieder für Diskussionsstoff sorgte, hätte der Video Assistant Referee (VAR) ,oder auch der Videobeweis, das eine oder andere Tor auf Meppener Seite in der laufenden Saison anerkennen beziehungsweise verhindern können.

Der Liveticker zum Spiele gegen die SpVgg Unterhaching zum Nachlesen

Granatowski-Hammer und Abseitstor

Nach dem 30-Meter-Hammer von Nico Granatowski gegen Energie Cottbus, der erst gegen die Unterlatte prallte und anschließend deutlich hinter der Linie aufkam, folgte diesmal die eindeutige Abseitsstellung beim 1:1-Ausgleichstreffer durch Unterhachings Stefan Schimmer. Nicht nur die Zuschauer vor den Fernsehgeräten waren sich sehr schnell einig, dass sich Schiedsrichter Pascal Müller in dieser Situation vertan hat, selbst im Stadion war dies zu erkennen. Meppens Spieler reklamierten und suchten das Gespräch mit den Unparteiischen, von den Rängen schallte es nur noch „Schieber, Schieber“. Der SVM musste zu einem psychologisch sehr ungünstigen Zeitpunkt die Führung wieder hergeben. Der Spielverlauf war somit mit nur einer einzigen Aktion komplett auf den Kopf gestellt.

Der Spielbericht zum Spiel gegen die SpVgg Unterhaching

„Eine Person, die sich das noch mal angucken kann“

„Das 1:1 fiel aus meiner Sicht aus einer Abseitsposition. In der Halbzeit habe ich Thilo (Leugers, Anm. d. Red.) gefragt, der auch meinte, dass es abseits gewesen sei“, sagte SVM-Torhüter Erik Domaschke nach dem Spiel. „Das ist nunmal eine Tatsachenentscheidung und geht relativ schnell. Das ist eben nicht wie in der Bundesliga, da hast du in Köln eine Person, die sich das noch mal angucken kann.“ Eine Idee über die der DFB sicherlich mal nachdenken könnte.

Deniz Undav über sein erstes Tor in der 3. Liga für den SV Meppen