Meppenerinnen bezwingen FFC Oldesloe mit 2:1 Dramatischer Krimi: Torfrauen sichern SVM-Sieg

Von Holger Szyska | 18.09.2011, 16:45 Uhr

Hoch her ging es im Zweitliga-Heimspiel der Fußballerinnen des SV Meppen gegen den FFC Oldesloe. In einem dramatischen Krimi nahmen neben Schiedsrichterin Isabelle Herrmann die beiden SVM-Torfrauen Vera Oude-Wesselink und Inga Loudovici die Hauptrollen ein – sie sicherten den 2:1 (1:0)-Sieg ihres Teams.

Das Fazit fiel nach dem Abpfiff gegensätzlich aus. SVM-Trainerin Maria Reisinger war „der Meinung, dass wir der verdiente Sieger sind“. Ihr Gegenüber Michael Clausen sagte: „Wir hätten nicht nur einen Punkt, sondern sogar drei Punkte mitnehmen können.“ Das erste Highlight sahen die Zuschauer früh – Greta Budde köpfte den SVM in Front (7.). Inga Kappel bei einem Konter (13.), Sarah Schulte nach einem öffnenden Pass von Budde (29.) und Bianca Lity per Flachschuss (38.) hatten weitere Gelegenheiten. Die Gäste versteckten sich in dem ausgeglichenen Spiel aber keineswegs und strahlten bei einem Schuss von Madeline Gieseler (35.) und einem Freistoß von Daniela Schacher (40.) Gefahr aus. Dass der Elfmeterpfiff ausblieb, als Sarah Sieksmeyer im Strafraum zu Fall kam (38.), ärgerte Reisinger: „Das hätte das 2:0 sein können.“

Nach der Pause stand die Unparteiische dann noch mehr im Mittelpunkt. Zunächst schickte sie Britta Kappel vom Platz (55.) – für Reisinger eine klare Fehlentscheidung: „Britta lief ihre Gegnerin ohne Foulspiel ab.“ Den zusätzlich verhängten Strafstoß parierte Oude-Wesselink gekonnt – doch kurz darauf verletzte sich die SVM-Torhüterin an der linken Hand, als Denise Lehmann in sie hineinrutschte. Lehmann hatte die Kugel ins Netz gedrückt, die Schiedsrichterin gab den Treffer jedoch nicht (57.). Das wiederum erzürnte den Oldesloer Coach: „Für mich war das ein reguläres Tor, unsere Spielerin war schneller am Ball.“

In Meppener Unterzahl glichen die Gäste durch Lehmann aus (70.), lagen durch den dritten Foulelfmeter der Partie, den Budde verwandelte, aber wenig später wieder mit 1:2 zurück (78.). Damit nicht genug: In der Schlussminute lenkte die eingewechselte Loudovici den Ball an die Latte, als Sandra Runge aus kurzer Distanz abzog.