Im Liveticker ab 14 Uhr SV Meppen sucht am Sonntag im Spiel gegen Hamburger SV II die Leistungsgrenze

Von Uli Mentrup | 30.09.2011, 18:40 Uhr

Mit acht Punkten aus sieben Regionalligaspielen belegt der SV Meppen den zehnten Tabellenplatz. Eine ordentliche Bilanz für den Aufsteiger, die bei Berücksichtigung der Gegner umso höher zu bewerten ist. Denn die Emsländer haben gegen fünf der ersten sieben Clubs der Tabelle gespielt. Sonntag um 14 Uhr erwarten sie mit dem Hamburger SV II einen weiteren Topgegner: Die Hanseaten belegen Rang vier.

Gegen die Hochkaräter haben die Emsländer vier Punkte geholt. Nur gegen Halle waren sie chancenlos. Gegen RB Leipzig kassierten sie eine unglückliche Last-Minute-Niederlage, in Kiel wehrten sie sich lange. „Gegen solche Mannschaften können wir noch nicht ganz mithalten“, erklärte der Sportliche Leiter Rainer Persike. Gegen dieU-23-Teams der Bundesligisten sieht es besser aus. Vizemeister Wolfsburg wurde 3:1 besiegt, in Hannover holten die Emsländer einen Punkt.

Jetzt versucht der SVM sein Glück gegen die HSV-Talentschmiede, die auswärts eine blütenweiße Weste hat: Dreimal gewannen die Hamburger 2:1 (in Leipzig, in Wolfsburg und beim Berliner AK). „Vielleicht können wir die Serie beenden“, hofft Persike auf ein emsländisches Erfolgserlebnis.

Der Liveticker ab 14 Uhr

Das HSV-Aufgebot ist ausgesprochen jung. „Da spielt kaum ein Fußballer des Jahrgangs 1989 oder älter mit“, weiß Persike. Aber alle Kicker sind bestens ausgebildet. „Wenn man die mit spielerischen Mitteln bezwingen will, dann sieht man alt aus“, sagt der 64-Jährige. SVM-Trainer Johann Lünemann, der den HSV dreimal beobachtet hat und zudem über eine Spiel-DVD verfügt, bestätigt: „Das ist die stärkte U23 der Liga.“ Auch wenn Trainer Rodolfo Cardoso, der Sonntag erneut bei der Ersten gegen Schalke auf der Bank sitzen soll, wie schon in Stuttgart Zhi-Gin Lam und Romeo Castelen wieder abziehen dürfte.

Beim SVM steht zwar Jens Robben nach Ablauf der Sperre wieder zur Verfügung. Dafür fällt aber René Wessels mit Kniebeschwerden aus. Der Niederländer muss sich 14 Tage schonen. Patrick Schnettberg und Eray Bayraktar fehlen weiter. „Wir pfeifen personell aus dem letzten Loch“, bastelt Lünemann noch am richtigen SVM-Auftritt. „Nur draufgehen und tief stehen reicht nicht“, ahnt der 49-Jährige, der sich über ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk sicher freuen würde. „Wir müssen spielen, was wir können“, fordert er Aggressivität in den Zweikämpfen. „Wir müssen bis an unsere Leistungsgrenze gehen“, ahnt er, wie schwer die Aufgabe wird. „Dazu brauchen wir den zwölften Mann. Mit den Fans im Rücken haben wir mehr erreicht, als uns mancher zugetraut hat.“

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