Im Liveticker ab 14 Uhr SV Meppen muss Fehlerquote minimieren - Personelle Sorgen vor dem Spiel bei Hannover 96 II

Von Uli Mentrup | 23.09.2011, 17:39 Uhr

Schon wieder ein Auswärtsspiel – und schon wieder ist der SV Meppen nur Außenseiter. Bei Hannover 96 II wartet am Samstag ab 14 Uhr die nächste schwere Aufgabe auf den emsländischen Regionalligaaufsteiger. „Für uns gibt es in dieser Klasse sowieso keine leichten Gegner“, weiß Trainer Johann Lünemann. Doch die personellen Sorgen vor dem Auftritt in der Landeshauptstadt bedeuten ein zusätzliches Handicap.

Eray Bayraktar und Patrick Schnettberg, der sich beim Training Elle und Speiche gebrochen hat und operiert werden muss, zählten zuletzt nicht zum Stammpersonal. „Aber bei mir steht jeder Spieler im Kader zur Disposition“, betont Lünemann, dass sich die Situation schnell ändern kann. Ärgerlich ist der Ausfall des gesperrten Jens Robben, der in der Offensive zu den Aktivposten zählte. „Wir pfeifen aus dem letzten Loch“, erklärt der Trainer, dem in der AWD-Arena nur 13 Feldspieler aus dem Regionalligakader zur Verfügung stehen. „Wir wollen nicht jammern“, sagt der 48-Jährige, der noch nicht entschieden hat, wer für Robben ins Team kommt. Heißester Kandidat dürfte Stefan Raming-Freesen sein. Auf der Außenbahn kann auch Bertino Nacar spielen.

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Egal, wer aufläuft: Alle müssen die Fehlerquote deutlich minimieren. „Wir haben über 80 Prozent der Gegentore nach individuellen Patzern bekommen. Wir sind nicht ausgespielt worden“, fordert der Trainer absolute taktische Disziplin. „Wir müssen immer an unsere Grenzen gehen.“ Dabei weiß Lünemann, dass die Spieler Zeit brauchen, sich an die letzten Anforderungen der Liga in Sachen Schnelligkeit, taktischer Finessen oder robuster Zweikampfhärte zu gewöhnen. „Wir müssen noch viel lernen.“

„Für absolute Spitzenmannschaften reicht es noch nicht“, hat der Sportliche Leiter Rainer Persike erkannt. Auch deswegen will Lünemann nach dem 0:3 von Halle nicht alles infrage stellen, zumal sein Team gegen Lübeck, Kiel und Wolfsburg beeindruckte. Der HFC unterstrich seine Titelambitionen. Persike fordert mehr Mut und Entschlossenheit in Hannover, ein gutes Spiel, unabhängig vom Ergebnis.

Über den Gegner, der am Wochenende erstmals verlor (2:3 bei Cottbus II), hat sich Lünemann auch per DVD-Studium informiert. „Eine typische, spielstarke U23, die gegen Halle kein Gegentor zugelassen hat“, sagt der Meppener, der den Glauben an sein Team natürlich nicht verloren hat. „Wir haben auch elf gute Spieler auf dem Platz.“ Das will die Mannschaft beweisen.

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