Geiger und Kremer fallen aus SV Meppen: Trotzreaktion am Samstag bei den Wölfen?

Von Dieter Kremer | 12.02.2016, 12:25 Uhr

Eine Trotzreaktion erwarten die Fans des SV Meppen am 21. Spieltag der Regionalliga von ihrer Mannschaft. Die Truppe von Christian Neidhart muss am Samstag beim Tabellenzweiten VfL Wolfsburg II auflaufen.

Während Dieter Heckings Bundesligamannschaft um 15.30 Uhr Aufsteiger FC Ingolstadt empfängt, findet die Partie von Wolfsburgs U23 gegen Meppen schon um 12 Uhr statt. Gespielt wird im AOK-Stadion ( Allerpark 2, 38448 Wolfsburg ).

Team ist gefordert

„Wir wollen keine Phrasen raushauen“, sagt Neidhart. Man sei aber gespannt, wie die Mannschaft nach der Oldenburg-Pleite das Spiel von der Aggressivität und der Körpersprache her angeht. „Da muss eine Antwort von der Mannschaft kommen.“ Sie sei gefordert und dürfe sich nicht einfach ergeben. „Wir werden eine gute Truppe auf den Platz bringen und wollen versuchen, nach so einem negativen Spiel etwas Positives mitnehmen zu können.“

Geiger droht Saisonaus

Zwei Hiobsbotschaften muss der SVM verdauen. Möglicherweise bis zum Ende der Saison ausfallen wird Dennis Geiger . Den 31-jährigen Dauerbrenner, der in dieser Saison in 18 Partien noch keine Sekunde verpasste, plagt eine Schambeinentzündung. Er habe schon länger Probleme gehabt, erklärt Meppens Trainer. Aber erst am Donnerstag gab es beim Arzt die Diagnose. Auch Max Kremer ist nicht fit und wird nicht mitfahren. Sein Oberschenkel bereitet wie in der Hinserie Probleme. Bei einer Kernspinuntersuchung soll geklärt werden, ob die Ursache im Rücken liegt. „Keiner weiß so richtig, woher das kommt“, sagt Neidhart.

Vidovic in Startelf?

Verletzungsbedingte Probleme in der Innenverteidigung kennt der SVM noch aus der Hinserie, als Patrick Posipal nach den Ausfällen von Johan Wigger und Marcel Thomas zum Teil nach hinten rücken musste. „Wir werden ausloten, was für das Spiel in Wolfsburg das Beste ist“, so Neidhart. Ein Einsatz von Winterzugang Jovan Vidovic in der Startelf ist möglich.

Wieder im Kader steht Viktor Maier , der gegen Oldenburg auf der Tribüne Platz nehmen musste, weil er krank war.

Starkes Pressing des VfL

In dem im Januar 2015 eröffneten Stadion der Wolfsburger U23 werden höchstwahrscheinlich Topplatzverhältnisse herrschen, die einer technisch versierten Mannschaft wie der von Valérien Ismaël eine gute Ballzirkulation und viel Ballbesitz ermöglichen. In der Vorbereitung hat der VfL 4-4-2 und 3-4-3 gespielt, sehr hoch gestanden und stark gepresst.

Wölfe spielen riskant

„Die wollen Meister werden und sind zum Siegen verdammt“, erwartet Neidhart einen Gegner, der volle Pulle spielen wird und sich nicht hinten reinstellt. „Wir müssen damit rechnen, dass sie früh draufgehen und pressen.“ Von der individuellen Klasse her sei Wolfsburg sehr stark besetzt. Zudem gehe der VfL hohes Risiko, weil er hoch stehe. „Das gibt Räume für Kontermöglichkeiten, und die müssen wir versuchen zu nutzen.“ Aber man habe gesehen, dass die Mannschaft in dieser Saison immer wieder Höhen und Tiefen hatte. Für Meppens Trainer steht aber fest: „Für mich ist das die beste Mannschaft in der Liga.“

Anreise am Freitag

Die Meppener reisen bereits am Freitag an. Nach der Mittagseinheit steht die etwa dreieinhalbstündige Anfahrt an. Abends im Hotel sollen noch ein paar Videoszenen von Wolfsburgs Test gegen Hessen Kassel angeschaut werden. Ziel sei es, elf Mann auf den Platz zu bringen, die die Grundtugenden des Fußballs wie Kampf und Einsatz an den Tag legen, unterstreicht Neidhart. Gesucht werden die taktischen Maßnahmen, die einen Sieg in Wolfsburg ermöglichen sollen. „Wir haben gegen Oldenburg auch einen Plan gehabt, aber der ging nicht auf.“ Wenn man nach 30 Minuten 0:3 zurückliege, könne man den Plan wieder in die Tasche packen.

Remis in Meppen

Wolfsburg stellt mit 55 Treffern den besten Angriff der Liga. Im Hinspiel trennten sich die Teams 1:1 . Posipal rettete den Emsländern vor 1251 Zuschauern einen Punkt, als er bei einem Kremer-Freistoß den Fuß hinhielt. Die Meppener spielten die letzten knapp 20 Minuten nach Marvin Kleihs‘ Gelb-Roter Karte in Überzahl.