Gegen Osnabrück im September SV Meppen startet mit Heimspiel gegen Würzburg

Von Dieter Kremer, Uli Mentrup und Markus Pöhlking | 04.07.2017, 14:07 Uhr

Zufriedene Gesichter beim SV Der emsländische Aufsteiger startet mit einem Heimspiel gegen die Würzburger Kickers am Wochenende 21. bis 23. Juli in die 3. Liga.

„Ein attraktives Spiel“, stellte Meppens Geschäftsführer Ronald Maul fest. Zwischen Meppen und Würzburg gab es bislang noch keine Pflichtspiele. Zum ersten Auswärtsspiel treten die Meppener eine Woche später ausgerechnet bei Preußen Münster an. Beide Mannschaften trafen in den Zweitligaserien 1989/90 und 1990/91 aufeinander.

Gegner im Trainingslager

Würzburg hat gerade ein zehntägiges Trainingslager in Häring in Tirol bezogen. Dort will der neue Trainer Stephan Schmidt auch die 15 Neuzugänge ins neue Team integrieren. „Würzburg hat natürlich schon eine enorme Qualität“, sagt Meppens Christian Neidhart. Für viele in der Liga sei der letztjährige Zweitligist der Aufstiegsfavorit Nummer eins, berichtet Neidhart. „Deshalb sollte jeder wissen, was uns erwartet.“ Weil Würzburg so viele neue Spieler integrieren muss und am ersten Spieltag möglicherweise noch nicht so eingespielt sein wird, sei es vielleicht besser sie am Anfang zuhause zu haben, vermutet er. Doch eigentlich sei es egal: „Für uns wird jedes Spiel ein Hammerspiel. Egal welcher Gegner kommt – es wird eh kein einfaches Spiel für uns. Trotzdem muss das Ziel sein, zuhause zu punkten.“ Wenn man die Liga überstehen wolle, benötige man eine gewisse Heimstärke, die man zweifellos im letzten Jahr gehabt habe.

Wagner: Direkt ein Höhepunkt

SVM-Mannschaftskapitän Martin Wagner kommentierte den Auftaktgegner aus Würzburg mit den Worten: „Mit so einem Heimspiel in die Saison zu starten, wird natürlich direkt ein Erlebnis.“ Mit dem vorliegenden Spielplan steige die Vorfreude auf die kommende Saison. „Jetzt, wo die Partien feststehen, realisiert man, dass es langsam wirklich losgeht.“ Dass nach dem Heimspiel gegen Würzburg mit Münster, Magdeburg und Rostock weitere namhafte und teils ambitionierte Gegner auf dem Papier stünden, beflügele eher die Euphorie, als dass es Sorgenfalten auf die Stirn treibe. „Gerade gegen Magdeburg werden wir zu Hause sicher einen Hexenkessel erleben, auf den man sich als Spieler einfach freut.“

Derby gegen VfL mit besonderer Rolle

Einfluss auf die weitere Saisonvorbereitung übt das schwere Auftaktprogramm laut Wagner nicht aus: „Wir konzentrieren uns zunächst auf das Spiel im Landespokal gegen Oldenburg und werden dann auch später in der Liga von Spiel zu Spiel denken und uns jede Woche neu einstellen.“ Generell wertet der 30-jährige die gesamte Saison als Höhepunkt – wobei einer Paarung dennoch ein Sonderstatus zukomme: „Das wahre Derby, die beiden Partien gegen Osnabrück, spielen natürlich für die Fans und für uns eine ganz besondere Rolle.“

Erwartungshaltung

Keinen Vorteil hätte es aus Sicht des Trainers gebracht, zu Saisonbeginn gegen Mannschaften mit weniger klangvollen Namen spielen zu dürfen. „Das wäre genauso schwer gewesen. Dann ist die Erwartungshaltung an den Gegner nicht so groß - aber umso größer die Erwartung, dass man in diesen Spielen punktet.“ Man könne es letztendlich drehen, wie man möchte, findet Neidhart.

Trainer blickt nicht weit voraus

Dass es zum Ende der Hin- und somit auch zur Rückrunde gegen die Teams geht, die zu Meppens Rivalen im Kampf um den Klassenerhalt zählen, interessiert Neidhart nicht. „So weit beschäftige ich mich noch gar nicht. Bis dahin kann ja am Ende des Tages noch so viel passieren.“ Man beschäftige sich eher damit, wie man das erste Spiel gestalte, betont der Coach. Neidhart: „Unser Ziel ist ja klar definiert: Wir wollen über dem Strich bleiben. Das ist wichtig.“

Derby am zweiten Spieltag

Nach dem Würzburg-Spiel geht es für Meppen direkt zum Derby nach Münster, ehe der 1. FC Magdeburg in der ersten englischen Woche in Meppen vorstellig wird. Münster habe auch eine ambitionierte Mannschaft und Magdeburg sei einer der Favoriten auf den Aufstieg, so Neidhart.

Gegen Osnabrück zuerst in der Hänsch-Arena

Das Derby gegen den VfL Osnabrück findet zunächst in der Hänsch-Arena in Meppen statt. Die Partie steigt am 21. oder 22. September, also an einem Dienstag oder Mittwoch. Das letzte Ligaspiel vor der Winterpause bestreitet Meppen dann wieder auswärts bei den Würzburger Kickers. Weiter geht es nach dem Jahreswechsel mit dem Derbyrückspiel gegen Preußen Münster. Im Saisonfinale muss Meppen am 13. Mai bei der U23 des SV Werder Bremen antreten.

Genauer Termine folgen

Der DFB hat heute zunächst den gesamten Spielplan veröffentlicht. Eine zeitgenaue Ansetzung der ersten vier Spieltage erfolgt am kommenden Freitag. Über die gesamte Saison findet sie in Intervallen für vier bis sechs Spieltage, in den gleichen Zeiträumen wie in der 1. und 2. Bundesliga, deren Daten zuerst festgelegt werden, statt. Vor der Terminierung werden nach Angaben des Deutschen Fußball-Bundes Informationen „bei den Vereinen, den Sicherheitsbehörden, vor allem bei der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze und beim Fernsehen“ abgefragt. In die Überlegungen werden auch die Reisewege der Fans einbezogen. Gespielt wird zumeist am Samstag um 14 Uhr. Weitere mögliche Anstoßzeiten sind Freitag um 19 Uhr sowie Sonntag um 14 Uhr. In der Woche werden die Partien normalerweise um 19 Uhr angepfiffen.

Eröffnungsspiel in Karlsruhe

Die neue Saison wird am 21. Juli mit der Partie zwischen Zweitligaabsteiger Karlsruher SC und dem VfL Osnabrück eröffnet. Die Partie aus dem Wildparkstadion wird live in der ARD übertragen. Nach dem 20. Spieltag (15. - 17. Dezember) geht es in die gut fünfwöchige Winterpause. Fortgesetzt wird die Saison ab dem 23. Januar (Dienstag), der letzte Spieltag findet am 13. Mai statt. Länderspielpausen legt die 3. Liga am 2./3. September, 7./8. Oktober und am 11./12. November ein.