Der Siegtorschütze im Interview Meppens Geiger: Schaue mir das Tor noch an

Von Uli Mentrup | 22.11.2015, 22:00 Uhr

Ganz genau hat Dennis Geiger das 3:2-Siegtor des SV Meppen nicht mehr in Erinnerung. „Ich schaue es mir noch an“, erklärte der Innenverteidiger, der per Fallrückzieher gegen den Lüneburger SK traf, im Interview. „Aber wichtiger ist, dass wir gewonnen haben.“

  Dennis Geiger , war Ihr Treffer gegen Lüneburg ein Tor des Monats? 

Das weiß ich noch nicht. Ich schaue mir das Tor bestimmt noch an. Aber die anderen haben es mir gesagt, dass es ein schöner Treffer war. Sie können es besser beurteilen. Ich kann es noch nicht so genau sagen. Aber wichtiger ist, dass wir gewonnen haben.

 Wie war die Situation vor dem Tor? 

Der Ball kam von der rechten Seite herein, hat dann irgendwie im Gewühl vor mir aufgetitscht, ist wieder nach oben gesprungen. Ich stand mit dem Rücken zum Tor und hatte nicht viele Möglichkeiten. Ich habe es probiert. Es hat geklappt. Und das ist gut so.

 Haben Sie schön häufiger solche Tore geschossen? 

Ich glaube, ich habe in der Jugend genau so ein Tor erzielt. Das kommt nicht so oft vor. Da hat der Ball auch kurz vor mir aufgesetzt.

 Wie wichtig war der Sieg? 

Sehr wichtig. Nach dem Spielausfall gegen Oldenburg haben wir die Partie gegen Lüneburg gewonnen. In der ersten Halbzeit haben wir das ganz ordentlich gemacht. Da haben wir nur zwei Chancen zugelassen. Aber Lüneburg schießt kurz vor der Pause das Tor. Im zweiten Durchgang haben wir teilweise leichtsinnig die Bälle verloren und sind in Konter gelaufen. Das darf uns eigentlich so nicht passieren. Da hat Lüneburg Möglichkeiten. Aber wir sind trotzdem gut ins Spiel zurückgekommen und haben die Partie noch gedreht.

 Vor der Pause hatte der SVM den Gegner im Griff. Bis auf die letzte Situation vor dem Seitenwechsel. Was war los? 

Vor dem 1:1 haben wir im Mittelfeld den Ball verloren und sind ausgekontert worden über die rechte Seite. Da waren wir zu offen. Wir müssen cleverer sein. So sind wir mit einem Unentschieden in die Pause gegangen und haben direkt nach dem Wiederanpfiff das 1:2 kassiert. Danach hatten wir Probleme, weil wir zu offen waren. Wir müssen kompakter stehen und dürfen die Räume so nicht öffnen.

 War dem Team bewusst, dass ein Unentschieden zu wenig ist? 

Wir versuchen immer, auf Sieg zu spielen, und haben zunächst das 2:2 geschossen. Dass uns das 3:2 noch gelingt, ist umso schöner. Aber wir haben nicht darüber nachgedacht.