Am Freitag gegen Goslar Meppens Trainer Neidhart hat die Qual der Wahl

Von Uli Mentrup | 31.07.2014, 17:00 Uhr

Christian Neidhart ist vor der Heimpremiere des SV Meppen am Freitag um 19.30 Uhr gegen den Goslarer SC nicht zu beneiden. Der Trainer hat personell die Qual der Wahl, so viele Alternativen im 25-köpfigen Kader wie selten zuvor. „Da muss ich mir noch einige Gedanken machen“, erklärt er.

„Es wird ja schon schwer zu entscheiden, wer zum 18-köpfigen Aufgebot gehört“, sagt Neidhart. Alle anderen Spieler treten mit der Zweiten in Nordhorn an. Der große Konkurrenzkampf ist vom Trainer gewünscht. „Der puscht das Team. Jeder muss ständig um seinen Platz kämpfen.“ Christian Neidhart hält nichts von der Devise, eine erfolgreiche Mannschaft nicht zu ändern. „Man muss sich immer nach den Bedingungen richten“, sagt er.

Das klappt bislang gut. „Alle ziehen mit“, sagt Neidhart, der andernfalls Konsequenzen ziehen würde. Am Freitag wird er allerdings dem einen oder anderen Etablierten eine Abfuhr erteilen müssen. Zumal auch Janik Jesgarzewsk i und Theo Vogelsang jetzt spieleberechtigt sind. Nicht einmal Mannschaftskapitän Johan Wigger kann sicher sein, dass er nach Ablauf seiner Sperre wieder in der Startformation steht. Daniel Latkowski und Jens Robben haben die Aufgabe auf der Doppel-Sechs in Lübeck gut gelöst. Robben und Latkowski könnten aber auch auf der rechten Mittelfeldseite spielen. Dort trumpfte bei der Saisonpremiere allerdings Viktor Maier auf.

Vermutlich können nur Benni Gommert , Sebastian Schepers , Daniel Latkowski, Max Kremer und Martin Wagner ziemlich sicher sein, dass sie von Beginn an dabei sind. Bärenstark war an der Lohmühle Hiromu Watahiki auf der ungewohnten Position in der Innenverteidigung. Allein auf diesen beiden Planstellen sind mit dem Japaner, Theo Vogelsang, Robin Twyrdy und Peter Gebben sechs Konstellationen denkbar. Die reduzieren sich, weil Gebben noch einen Rückstand aufweist. „Hiromu muss eigentlich spielen. Er hat die nötige Leichtigkeit, die man braucht. Er trainiert sehr gut“, sagt Neidhart. Der 26-Jährige, der aus der Gegend von Tokio stammt, könnte auch auf der „Sechs“ auflaufen.

„Ich spiele da, wo der Trainer es will“, sagt Watahiki. „Er entscheidet.“ Der Dauerläufer, der sich über seine gute Vorstellung in Lübeck freut, begann mit sechs oder sieben Jahren Fußball zu spielen. Nach der Jugend kickte er für die Mannschaft der Juntendo-Uni und wechselte dann nach Deutschland, kam über Ober-Rosbach und Oberhausen nach Meppen. „Hier kannte mich niemand. Ich habe ein bisschen Glück gehabt“, sagt er. Watahiki weiß, dass die Meppener Mannschaft Qualität hat. „Das müssen wir zeigen und dann immer weiter, weiter, weiter.“

Gespannt ist Neidhart auf Gegner Goslar, der den Auftakt gegen den HSV II 0:4 verloren hat. Davon lässt er sich nicht blenden. „Das ist für uns eher ungünstig“, erwartet er einen hoch motivierten Gegner. Denn sein Kollege Mario Block werde mit einem Platz im Mittelfeld sicherlich nicht zufrieden sein.