4:1 gegen Germania SV Meppen: Demonstration der Stärke gegen Egestorf/Langreder

Von Kim Patrick von Harling | 18.02.2017, 18:56 Uhr

„SV Meppen macht Spaß“ hat ein Plakat vor dem Spiel des Spitzenreiters am Samstag gegen den 1. FC Germania Egestorf/Langreder in der Hänsch-Arena prophezeit. Ein weiteres Banner zeigte den Schriftzug „SV Meppen macht Laune“. Tatsächlich war der 4:1 (3:0)-Erfolg der Emsländer ein weiteres Ausrufezeichen in der Fußball-Regionalliga.

Meppens Trainer Christian Neidhart, der trotz einer Grippe auf der Bank Platz nahm, musste auf Max Kremer (Verletzung aus dem Hardenberg-Testspiel), Martin Wagner (Migräne), Patrick Posipal (Grippe) und Marc Schnier (Schienbeinverletzung) verzichten. So kamen Thorben Deters und Marcel Gebers, der sein Startelfdebüt gab, in die Mannschaft. (Der Liveticker zum Nachlesen) 

„Unser Kader ist gut besetzt“

Trotz dieser Ausfälle demonstrierte der SV Meppen seine Stärke. „Unser Kader ist so gut besetzt, dass wir das kompensieren können“, betonte Meppens Ko-Trainer Mario Neumann. Zwar wackelte ab und an die emsländische Defensive, Kapital konnte der Aufsteiger daraus jedoch nicht schlagen. Vor allem kämpferisch offenbarte die Mannschaft von Neidhart eine hohe Qualität.

Egestorf anfangs mutig

Dabei versteckte sich der Tabellen-15. keineswegs beim Spitzenreiter. Egestorf/Langreder spielte gut mit und zwang Meppen zu hohen Bällen. Dort behielten zunächst die großgewachsenen Innenverteidiger der Gäste die Oberhand – bis zur 15. Minute: Dennis Geiger markierte das wichtige 1:0 per Kopf. „Wir haben das sehr gut gemacht. Viele Flanken kamen herein, wir waren überhaupt nicht statisch“, sagte Neumann.

Im Stile einer Spitzenmannschaft

Nur vier Minuten nach der Führung fehlte nicht viel und Meppens Innenverteidiger hätte einen Doppelpack geschnürt. Doch Gäste-Keeper Markus Straten-Wolf parierte Geigers wuchtigen Kopfball stark – der Spitzenreiter kam auf Betriebstemperatur. Die logische Konsequenz: das 2:0. Janik Jesgarzewski tankte sich über die rechte Seite durch und bediente den freistehenden Mirco Born (24.).

Egestorf/Langreder gab sich jedoch zu keinem Zeitpunkt auf. Früh setzten die Gäste die Meppener unter Druck, zwangen sie zu einigen Ungenauigkeiten im Spielaufbau und Nachlässigkeiten in der Verteidigung. Meppen führte wie im Stile eines Spitzenreiters: Die wenigen Chancen wurden eiskalt genutzt.

Gommert als Vorlagengeber

In der 42. Minute fand sich Meppens Schlussmann Benjamin Gommert in einer Spielertraube seiner Teamkollegen, die ihm gratulierten, wieder. Was war passiert? Der Keeper fing einen Egestorfer Eckstoß ab und bediente mustergültig den durchgestarteten Marius Kleinsorge – 3:0. Gommert durfte sich also eine direkte Torvorbereitung auf die Fahne schreiben.

Meppen startet stark in Halbzweit zwei

Verschnaufpause nach dem Seitenwechsel? Fehlanzeige! Meppen startete wie die Feuerwehr, setzte Egestorf gehörig unter Druck. Thorben Deters‘ Schuss wurde in letzter Sekunde noch geblockt (47.). Die Mannschaft von Trainer Jan Zimmermann blieb jedoch seiner Linie treu und versuchte, den Spitzenreiter früh unter Druck zu setzen. Das Tor fiel jedoch auf der anderen Seite. „Die Treffer haben wir toll herausgespielt“, jubelte Neumann. Born markierte per Kopf seinen zweiten Treffer des Tages – 4:0 (52.).

Applaus für Sembolo

Auch in dieser Höhe war die Meppener Führung mittlerweile verdient. In der Folge schaltete Meppen einen Gang zurück und ließ Ball und Gegner laufen. Ein großer Jubel entbrannte noch einmal auf der Tribüne, als Winterzugang Francky Sembolo in der 70. für den starken Deters ins Spiel kam. Nur eine Minute später traf der Kongolose aus kürzester Distanz die Latte. Den Ehrentreffer für den Aufsteiger markierte in der 74. Minute Kevin Schumacher nach einem Konter. „Das war an diesem Tag das Einzige, was man kritisieren konnte“, war Neumann ansonsten rundum zufrieden mit der Leistung seines Teams. Die beiden Plakate in der Hänsch-Arena behielten also wie so oft in dieser Saison Recht: Der SV Meppen macht Spaß, der SV Meppen macht Laune.