„Für mich wird es schwer“ SV Meppen: Marcus Piossek mit seiner Situation nicht zufrieden

Seine Chance beim SV Meppen sucht Marcus Piossek. Er ist mit seiner Situation unzufrieden.Seine Chance beim SV Meppen sucht Marcus Piossek. Er ist mit seiner Situation unzufrieden.
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Meppen. Marcus Piossek vom SV Meppen freut sich auf das Wiedersehen mit seinem Ex-Klub Samstag in der Hänsch-Arena. „Kaiserslautern ist ein geiler Verein.“ Doch zufrieden ist der 32-Jährige zurzeit nicht.

In der Saison 2015/16 hat Piossek zehn Zweitligaspiele für die Roten Teufel bestritten. Für den SVM hat der Mittelfeldspieler, der im Januar 2019 vom Abstellgleis bei SF Lotte ins Emsland gewechselt ist, in 59 Partien acht Tore geschossen. Doch glücklich ist er zurzeit nicht. „Die Konstellation für mich unter Rico Schmitt wird schwer.“ In zehn Partien unter dem 52-Jährigen kam er zu sieben Einsätzen, vier von Beginn an.

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Marcus Piossek im Februar 2019.

"Überangebot" an Spielern im Zentrum

Piosseks Situation beim SV Meppen: „Wir haben im Zentrum viele Spieler geholt“, macht der Mittelfeldakteur ein Überangebot aus. Offensiv und defensiv sind dort mit David Blacha, Florian Egerer, Ole Käuper, Luka Tankulic, Willi Evseev, dem verletzten Thilo Leugers sechs weitere Spieler sowie mit Beyhan Ametov ein zusätzlicher Kandidat für den Part zu finden. „Mein Eindruck ist, dass ich einen schweren Stand habe“, sagt Piossek. „Ich sehe mich immer noch als Spieler, der dem SV Meppen mit seiner Qualität helfen kann, wenn er topfit ist. Und topfit bin ich“, meldet der gebürtige Lippstädter Ansprüche an. Er habe eine Chance verdient, zumal er eine gute Vorbereitung gespielt habe. Aber der Trainer entscheide. „Ich warte auf meine Chance, wenn ich sie bekomme, will ich sie nutzen“, ist er motiviert und ehrgeizig. Dann „muss ich zeigen, dass ich besser bin. Wenn ich das schaffe, werde ich spielen auf Dauer. Wenn nicht, dann spielen andere. Das gilt in der Konstellation für jeden Spieler.“

In jedem Fall Unterstützung für das Team

Piossek macht deutlich, dass er die Mannschaft unterstütze, auch wenn er nicht spiele. Wenn jeder mit dem Finger auf den anderen zeige, „dann stehen wir da, wo wir Ende der letzten Saison standen. Das war rein sportlich der Abstieg, das wollen wir alle nicht“, identifiziert er sich mit dem Verein.

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Rico Schmitt tröstet Marcus Piossek nach dem letzten Spieltag der vergangenen Saison. Der SVM war sportlich abgestiegen.

"Pio" will Marke von 300 Drittliga-Spielen knacken

Dauerbrenner und Rekordmarke: Eine Rekordmarke hat Piossek sicher: Er hat in elf Drittliga-Serien immer ein Tor geschossen. In zehn Jahren gelang das nur Tim Danneberg und Anton Fink. Nur acht Spieler haben mehr Partien in der 3. Liga absolviert als Piossek (284). Vorn liegt Robert Müller mit 348. Der Meppener möchte die 300er-Marke knacken. „Das ist definitiv mein Ziel“, sagt der bei Borussia Dortmund ausgebildete Spieler, der die Einheiten im Bundesligakader unter Jürgen Klopp genoss. Seine Rechnung: Er hat noch zwei Jahre Vertrag beim SV Meppen. Wenn die Emsländer nicht absteigen, sei das Ziel realistisch.

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Videoanalyst Jens Robben (l.) und Marcus Piossek.

Erstes Zweitliga-Tor  beim FCK geschossen

Über die Zeit in Kaiserslautern: Piossek wollte 2015 unbedingt zu dem „besonderen Verein“ wechseln, der in den drei Serien zuvor ans Tor zur Bundesliga geklopft hatte. „Trainer Kosta Runjaic wollte mich unbedingt“, erinnert sich der Fußballer, der auf den Wechsel drängte, obwohl er noch einen Vertrag bei Preußen Münster hatte. Er wollte sich die Chance nicht entgehen lassen. Im dritten Duell beim Sieg in Bochum schoss er sein erstes Zweitliga-Tor. Im nächsten Heimspiel gegen Düsseldorf vor 25.000 Zuschauern das zweite. „Das sind Momente, die bleiben hängen“, sagt „Pio“, der auf zehn Zweitligapartien kam. Lautern war in der Saison nur Mittelmaß.

Keine Drähte zum Ex-Verein

Besondere Drähte zu Spielern aus Kaiserslautern hat Piossek nicht. Es gebe eine Freundschaft aus der Zeit, die habe aber nichts mit Fußball zu tun. Im Übrigen weiß er, wie wichtig am Samstag ein Dreier für den SV Meppen wäre. Dabei will er helfen.


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