Proschwitz kommt Dienst nicht nach Meppens Thilo Leugers: Quarterback wider Willen

Leitwolf mit der Kapitänsbinde: Thilo Leugers hatte gegen Großaspach viele Spielanteile. Foto: Werner ScholzLeitwolf mit der Kapitänsbinde: Thilo Leugers hatte gegen Großaspach viele Spielanteile. Foto: Werner Scholz

Meppen. Viel gekämpft, häufig seine Mitspieler gesucht: Der Auftritt von Thilo Leugers, der diesmal mit der Kapitänsbinde auflief, war, wie man es von ihm gewohnt ist. Als Quarterback will er aber nicht bezeichnet werden. Nick Proschwitz erzielte in seinem 20. Ligaspiel für den SV Meppen zwar zwei Tore, kam dennoch einem wichtigen Dienst nicht nach.

Thilo Leugers ist auf der Sechser-Position Leitwolf und Mittelfeldmotor zugleich – und blieb gegen die SG Sonnenhof Großaspach sogar ohne Verwarnung. Immerhin sammelte Meppens Nummer acht bisher sehr fleißig 13 (!) Gelbe Karten. 

Von Beginn an gab er lautstarke Anweisungen an seine Nebenleute. Auffällig waren auch seine weiten Pässe, mit denen er unter anderem Hassan Amin in 14. Minute sehr sehenswert bediente und ihm den langen Ball direkt in den Fuß spielte. Kurze Zeit später folgte ein ähnlicher Ball auf Nico Granatowski.

Der SPielbericht zum 2:1-Sieg gegen die SG Sonnenhof Großaspach

Kein großer Fan von American Football

Leugers, der sich sonst auch gerne mal auf Höhe der Innenverteidiger fallen lässt, erwies sich durch seine Aktionen wie eine Art Quarterback aus dem American Football. Hatte der 28-Jährige den Ball, blickte er nach vorne und versuchte, mit seinen Pässen seine Kollegen perfekt in Szene zu setzen. Leugers selber leugnete nach dem Spiel, dass es die Idee des Trainers gewesen sei, wie ein Quarterback aufzutreten. „Es ist schon so, dass ich gerne mal einen langen Ball und diesen auch gerne hinter die Kette spiele“, so Leugers. „Aber es ist nicht so, dass ich den Auftrag dafür bekommen habe.“ Zudem schaue er sich American Football ab und zu an, sei aber kein allzu großer Fan dieser Sportart.

Zweiter Doppelpack von Proschwitz

In seinem 20. Ligaspiel für den SV Meppen hat Nick Proschwitz mit seinem Doppelpack gegen die SG Sonnehof Großaspach einen Rückstand in einen Sieg umgewandelt.

Der Liveticker zum Spiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach zum Nachlesen

Wieder mal, muss man sagen. Das erste Mal doppelt in einem Spiel im Trikot des SVM traf er am 22. Spieltag bei der Aufholjagd zum 3:2 gegen den KFC Uerdingen (nach 0:2-Rückstand).

Schuhe werden nicht geputzt

Einigen SVM-Fans dürfte zuletzt aufgefallen sein, dass der Mann mit der eingebauten Torgarantie bei jedem dritten Tor zu Athletiktrainer Daniel Vehring läuft, sich vor ihm niederkniet und seinem sehr guten Freund „die Schuhe putzt“.

Die Stimmen zum Spiel gegen die SG Sonnehof Großaspach

Nach seinem zweiten Treffer am Samstag hätte es eigentlich wieder so weit sein sollen. Ob dem 32-Jährigen der Weg dafür diesmal zu weit war, wollte er nicht sagen. In seinen Augen hatte Vehring schuld.

„Es war das zwölfte Tor, aber Daniel war nicht bereit. Er hat ja geschlafen da hinten beim Aufwärmen“, so Proschwitz, der auch erzählte, wie es zu dem Jubel kam. „Als ich hier hingekommen bin, sagte er zu mir, ‚Du weißt schon, dass jedes dritte Tor mir gehört?‘Da war mir klar , ihm bei jedem dritten Tor die Schuhe zu putze.“


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