Kaum Unterstützung für SVM-Stürmer Nick Proschwitz: "Alleine wie auf einer Insel"

Wurde in München nur wenig in Szene gesetzt: Nick Proschwitz. Foto: Werner ScholzWurde in München nur wenig in Szene gesetzt: Nick Proschwitz. Foto: Werner Scholz

München. Als einzige Spitze im System des SV Meppen hing Nick Proschwitz gegen den TSV 1860 München zu sehr in der Luft und bekam nur selten Bälle von seinen Nebenleuten. Im Interview erklärt er, wie das Spiel für ihn gelaufen ist und wie der SVM nach zwei Auswärtsniederlagen wieder nach vorne blickt.

Herr Proschwitz, warum wollte der Ausgleich nicht fallen?

"Wir hatten in der zweiten Hälfte sicherlich mehr Spielanteile. Sind aber leider nicht zwingend geworden. Bis auf ein, zwei Chancen am Schluss haben wir uns nie klare Chancen herausgespielt. Wir waren einfach ein bisschen zu harmlos. Das ist natürlich bitter für uns. Alles in allem geht der Sieg für die Sechziger in Ordnung, weil wir einfach zu wenig gemacht haben. "

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Ist es für Sie als einziger Stürmer schwierig, noch mehr ins Spiel einzugreifen?

"Ja, für mich war es heute schon schwer. Vor allem zum Schluss als München dann mit drei Innenverteidigern gespielt hat. Wir spielen 30 Meter vorm eigenen Tor, aber nicht bei mir. Wenn ich den Ball bekomme, bin ich alleine wie auf einer Insel. Das ist dann nicht ganz so einfach. "

Wie haben Sie das Gegentor mitbekommen? War es zuvor ein berechtigter Elfmeter?

"Ich habe von meiner Position gar nichts sehen können. Ich habe den Schiedsrichter zur Halbzeit gefragt. Er meinte, er hätte es gesehen, David Vrzogic läuft ihm von hinten in die Beine. Ob es nun Elfmeter war oder nicht. Am Ende können wir uns wieder beschweren wie in den letzten Wochen auch, aber das nützt halt leider nichts. Der Schiedsrichter hat gepfiffen und der Sechziger hat es vielleicht clever gemacht. Dann müssen wir es so hinnehmen. "

Die Stimmen zum Spiel gegen den TSV 1860 München

Es war ja eine beeindruckende Kulisse. Haben Sie vorher schon mal im Stadion an der Grünwalder Straße gespielt?

"Ja, aber das ist schon ganz, ganz lange her. Das war gegen die Jugendmannschaften von 1860 und Bayern München. Da war bei Weitem nicht so eine gute Stimmung wie heute. Das haben die Sechziger- und die Meppen-Fans schon sensationell gemacht und beide Mannschaften super unterstützt. "

Wie war das für die Mannschaft, hier von 1100 Meppenern angefeuert zu werden?

"Die Stimmung und Unterstützung der Meppen-Fans war super. Vielen Dank dafür. Umso bitterer, dass wir den zahlreich angereisten Meppenern nichts zum Feiern mitgegeben haben. Wir haben alles versucht, aber so tut es uns natürlich leid. Wir müssen jetzt versuchen die Fans im Heimspiel zu belohnen. "

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Ist es für den Kopf vielleicht ganz gut, dass ihr nach den beiden Auswärtsniederlagen beim nächsten Mal wieder zuhause spielt?

"Wir haben zuletzt zuhause sehr erfolgreich gespielt. Haben es jetzt zweimal auswärts nicht hinbekommen. Davor hatten wir einen super Lauf. Im Fußball ist das eben so. Da gibt es Phasen, wo du das Quäntchen Glück auf deiner Seite hast. Aktuell passt es nicht. Aber wir müssen einfach weiterarbeiten, dass wir das im Heimspiel wieder ändern."


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