Braunschweig runderneuert Komenda kehrt in Startelf des SV Meppen zurück

In die Innenverteidigung des SV Meppen kehrt Marco Komenda (M.) zurück. Die Emsländer treten Sonntag im Nordderby bei Eintracht Braunschweig an. Foto: ScholzIn die Innenverteidigung des SV Meppen kehrt Marco Komenda (M.) zurück. Die Emsländer treten Sonntag im Nordderby bei Eintracht Braunschweig an. Foto: Scholz 

Meppen. Wenn der SV Meppen am Sonntag um 14 Uhr zum Nordderby bei Eintracht Braunschweig antritt, dann ist es ein Treffen erfolgreicher Rückrundenmannschaften. In der Hinrunde war der Vergleich in der Hänsch-Arena noch ein Kellerduell. Es hat sich viel getan.

Der SV Meppen hat sich neun Punkte von den Abstiegsrängen abgesetzt, seit sieben Spielen nicht mehr verloren. Die Blau-Weißen führen die Rückrundentabelle mit 20 Punkten aus neun Partien an. Die seit fünf Begegnungen ungeschlagenen Braunschweiger belegen nach dem 28. Spieltag mit 16 Zählern Rang fünf. Beide Kontrahenten haben dabei nur eine Niederlage kassiert. 

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„Löwen“ wollen Abstiegsränge verlassen

Der SVM hat seinen Abschied aus dem Tabellenkeller allerdings früher gestartet als der Gastgeber. Meppen ist Siebter, Braunschweig nach zwei Cottbusser Siegen 18., einen Zähler hinter dem ersten Nichtabstiegsplatz. Die Eintracht-Fans hoffen seit Wochen darauf, dass ihre „Löwen“ sich von den Abstiegsrängen verabschieden. Das hat bislang noch nicht geklappt. Aber der Aufschwung ist bei der Eintracht, die 21 Jahre in der Bundesliga spielte und 2017 gegen den Nachbarn VfL Wolfsburg noch in der Relegation ans Tor zur Eliteliga klopfte, erkennbar.

Nico Granatowski traf beim Meppener 4:2-Sieg in der Hinrunde. Foto: Scholz


4:2-Sieg im Hinspiel

Mit dem Hinspiel (4:2) ist die Partie am Sonntag nicht mehr zu vergleichen. Dafür hat sich auch personell zu viel getan bei der Eintracht. André Schubert, der in Mönchengladbach auch beim Champions-League-Vergleich mit den FC Barcelona verantwortlich zeichnete, hat den glücklosen Dänen Henrik Pedersen im Oktober abgelöst. In der Winterpause wurde die Mannschaft runderneut. Acht Neue hat Schubert geholt und setzt sie konsequent ein.

Eintracht in Unterzahl 0:0 in Kaiserslautern

Der SVM musste alle Infos, die er vor dem Trainerwechsel über Braunschweig gesammelt hat, ersetzen. Denn Schubert hat viel verändert, bevorzugt ein 4-3-3-System. Aber Scout Jens Robben hat auch beim kämpferisch starken Auftritt des Gegners beim 0:0 in Kaiserslautern Wissen angesammelt. Nach der Roten Karte gegen Nils Rütten, der wie Yari Otto gesperrt ausfällt, hielt der Gast trotz 70-minütiger Unterzahl das Remis. Dabei wehrte der starke Keeper Jasmin Fejzic noch einen Strafstoß von Mads Albaek ab.


Wechsel zum Abschluss der englischen Woche?

Schubert hat angekündigt, dass beim dritten Spiel der englischen Woche am Sonntag weitere personelle Veränderungen möglich sind. Die schließt auch sein Meppener Kollege Christian Neidhart nicht aus. Er will sich aber noch nicht festlegen. Als sicher gilt, dass Innenverteidiger Marco Komenda nach abgesessener Gelbsperre wieder ins Aufgebot rückt. Vermutlich muss Jovan Vidovic seinen Platz neben Steffen Puttkammer wieder räumen.

Mehrere Möglichkeiten

Zwiespältig ist Neidhart bei Hassan Amin, der eine Woche später in München fehlen wird, weil eine Anfrage der afghanischen Nationalmannschaft vorliegt. Bleibt David Vrzogic also im Kader, um sich weiter einzuspielen? Eine Antwort wird es wohl erst am Sonntag geben. Auch in der Offensive könnte Neidhart mit Luca Tankulic, Max Kremer oder Nico Granatowski frische Kräfte bringen. Die Überlegungen seien noch nicht abgeschlossen, sagt er. Fehlen werden die Langzeitverletzten Marcel Gebers, Fabian Senninger und Patrick Posipal sowie Julian von Haacke, der nach seinem Bänderriss vermutlich auch in München noch ausfallen wird.

Kandidat für die Meppener Startelf ist Hassan Amin. Foto: Scholz


Reiz groß

Die Meppener freuen sich auf das Duell, zu dem eine gute Kulisse erwartet wird. Auch wenn die Städte rund 225 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt liegen, ist der Reiz groß. Neidhart ist gebürtiger Braunschweiger wie auch Posipal und Granatowski. Der Trainer hat für die Eintracht gespielt, genau wie Marius Kleinsorge, Deniz Undav und Gebers. „Die Jungs beschäftigt das schon. Sie sind besonders motiviert“, sagt Neidhart, der abgelenkt ist, weil er an der richtigen Strategie arbeitet, um die Meppener Erfolgsserie fortzusetzen.


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