Ausfall für das Rostock-Spiel bestätigt Außenbandriss bei Julian von Haacke vom SV Meppen

Julian von Haacke (Mitte) stammt aus der Jugend von Werder Bremen. Das Foto zeigt ihn im Trikot des SV Meppen beim Test gegen Werder. Foto: Werner ScholzJulian von Haacke (Mitte) stammt aus der Jugend von Werder Bremen. Das Foto zeigt ihn im Trikot des SV Meppen beim Test gegen Werder. Foto: Werner Scholz

Meppen. Hiobsbotschaft für den Fußball-Drittligisten SV Meppen: Mittelfeldspieler Julian von Haacke hat sich am Dienstag im Training am Knöchel verletzt. Für das kommende Spiel in Rostock fällt er definitiv aus. Voraussichtlich auch für eine weitere Partie.

"Julian hat einen Außenbandriss", erklärt Mannschaftsarzt Dr. Thomas Keese-Röhrs. "Wir gehen davon aus, dass er in zehn bis zwölf Tagen wieder ins Training einsteigen kann." Es handele sich um einen Teilriss und sei nicht so gravierend, wie man zunächst angenommen habe, ergänzt Keese-Röhrs. Von Haacke muss nicht operiert werden.

Zwei Spiele Pause?

In Rostock (23. Februar) wird von Haacke fehlen. Auch im darauf folgenden Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden (2. März) dürfte er noch nicht einsatzbereit sein. 

Beim Dienstagtraining war von Haacke beim Spiel sieben gegen sieben nach einem Doppelpass umgeknickt. An den Platzverhältnissen lag es nach den Worten von Meppens Trainer nicht. "Bei unserem Trainingsplatz bemüht sich die Stadt sehr, dass wir gute Bedingungen haben", sagt Christian Neidhart. Es wäre nicht richtig, die Verletzung darauf zu schieben.

Diagnose am Mittwochabend

Noch am Dienstag wurde bei von Haacke eine Kerspinaufnahme angefertigt. Welches Ergebnis sie genau lieferte, zeigte sich am Mittwochabend. Dann stellte Keese-Röhrs die Diagnose. "Schade, Julian war zu diesem Zeitpunkt gut drauf. Und er ist so wichtig für unser Spielverständnis", so Neidhart. Von Haacke sei schwer zu ersetzen. "Aber da müssen wir durch."

Wagner eine Alternative

Weil von Haacke am kommenden Samstag in Rostock ausfällt, muss Neidhart seine erfolgreiche Startelf umstellen. Möglicher Ersatz auf der Sechserposition wäre Kapitän Martin Wagner, der zuletzt zweimal zu Beginn der Partie auf der Bank saß. Auch Markus Ballmert oder Patrick Posipal könnten neben Thilo Leugers diese Position bekleiden. Marcus Piossek plant Neidhart nicht auf der Sechs ein.

Tankulic läuft wieder

Wieder im Lauftraining ist Luka Tankulic, der in der Woche vor dem Cottbus-Spiel ebenfalls umgeknickt war. Er hatte sich auch ein Band angerissen. Neidhart hofft, dass der Offensivspieler nach dem Rostock-Spiel wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Gleiches gilt für den an der Muskulatur verletzten Marius Kleinsorge. 

Noch keine OP bei Posipal

Im Training befindet sich augenblicklich auch Patrick Posipal, der zuletzt wegen Beschwerden (Adduktoren, Schambeinentzündung) gefehlt hatte. Neidhart: "Jetzt müssen wir einfach abwarten, ob der Schmerzpunkt nach Belastung wiederkommt." Sollte Posipal wieder Schmerzen haben, müsse man eventuell andere Dinge in Erwägung ziehen, sagt Meppens Trainer.

Auf der Doppelsechs

In dieser Saison stand von Haacke bislang in 19 Pflichtspielen für Meppen auf dem Platz: 18-mal in der Liga (zwei Tore, beim 3:3 gegen Unterhaching und beim 2:0 gegen Lotte) und einmal im NFV-Pokal (ein Tor beim 4:1-Sieg im Viertelfinale in Jeddeloh). Gemeinsam mit Thilo Leugers dirigiert er das Spiel auf der Doppelsechs.

Zieht auf der Doppelsechs mit Thilo Leugers die Fäden: Julian von Haacke (rechts, gegen Osnabrücks Benjamin Girth). Foto: Werner Scholz


Von Haacke ist bis zum Saisonende vom Zweitligisten Darmstadt 98 an Meppen ausgeliehen. Der 24-Jährige stammt aus der Jugend von Werder Bremen . Im Anschluss spielte er in Werders U23, für die er 63 Pflichtspiele absolvierte. 2016 unterschrieb von Haacke beim niederländischen Erstligisten NEC Nijmegen. In der ersten niederländischen Liga absolvierte der zentrale Mittelfeldspieler 30 Pflichtspiele. Dabei war er an vier Treffern direkt beteiligt. Als im Juni 2017 Ex-Werderprofi Torsten Frings das Traineramt in Darmstadt übernahm, holte er von Haacke zu den „Lilien“. In den Planungen von Frings-Nachfolger Dirk Schuster spielte von Haacke keine Rolle mehr. Schuster wurde in dieser Woche in Darmstadt entlassen.



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