Fans feiern Mittelfeldspieler SV-Meppen-Kapitän Wagner: Applaus zeigt Anerkennung

Viel Anerkennung bekam der im Sommer scheidenden Meppener Mannschaftskapitän Martin Wagner von den Fans. Foto: ScholzViel Anerkennung bekam der im Sommer scheidenden Meppener Mannschaftskapitän Martin Wagner von den Fans. Foto: Scholz

Meppen. Nach dem 3:0-Sieg gegen Energie Cottbus hat der SV Meppen sich den Beifall der Anhänger verdient. Danach bekam Martin Wagner einen Sonderapplaus. „Das zeigt ja auch eine Anerkennung“, erklärt er im Interview. Der Mittelfeldspieler verlässt den Verein am Saisonende nach sechs Jahren.

War es wenige Tage nach der Bekanntgabe Ihres Abschieds im Sommer ein besonderes Spiel gegen Cottbus? 

Nein, so besonders war es nicht. Etwas Besonderes wird erst das letzte Heimspiel der Saison, wenn ich das letzte Mal auf diesem Rasen auflaufe. Das wird schon etwas emotionaler. Aber heute nicht. Es ist klar, dass ich weggehe. Es hat mich sehr gefreut, dass die Fans mir am Ende besonders applaudiert haben. Das zeigt ja auch eine Anerkennung. Es ist schön, das zu erfahren. Ich kann es nur zurückgeben und sagen, dass ich hier sechs wunderbare Jahre hatte. Wenn ich daran denke, was wir hier alles durchgemacht haben.


Sind Sie vor dem Spiel auch besonders empfangen worden?

Nein, eigentlich nicht. Wenn die Mannschaft zum Warmmachen rauskommt, dann steht sie natürlich besonders im Fokus. Da war es für mich eher noch ruhiger.


Ist es schwer gefallen, zunächst wieder auf der Bank Platz zu nehmen?

Ja, natürlich. Wenn ich mich richtig erinnere, war es in der vergangenen Saison auch schon einmal so. Das ist sehr ungewohnt. Aber die Mannschaft macht es sehr gut momentan. Wir haben einen guten Lauf. Ich habe dem Verein frühzeitig mitgeteilt, dass ich am Saisonende gehen werde. Ich habe kein Geheimnis daraus gemacht. Der Verein wollte Planungssicherheit. Ich bin ein ehrlicher und offener Typ, geradeaus. Deswegen ist es so, wie es jetzt ist. Ich versuche in den letzten Spielen hier alles zu geben, so wie ich es immer gemacht habe. Wenn es von der Bank ist, dann ist es von der Bank. Wenn ich von Anfang an spiele, dann ist es umso schöner. Aber ungewohnt ist der Platz auf der Bank natürlich schon, wenn man es fast sechs Jahre anders kennengelernt hat und nur auf dem Platz stand.

Martin Wagner nach dem Sieg gegen Cottbus. Foto:Scholz


Hatten der SV Meppen und Sie schon vor Bekanntgabe des Wechsels miteinander gesprochen?

Doch, wir haben schon davor miteinander geredet, so wie es üblich ist, wenn man sechs Jahren zusammenarbeitet und hier auch Kapitän ist. Das ist schon eine Frage der Wertschätzung von beiden Seiten Wir haben miteinander gesprochen, dann kam Hannover ins Spiel. Ich habe etwas länger überlegt und mich dann dafür entschieden. Der SV Meppen hat es sofort erfahren.


Wie wichtig war der dritte Sieg in Folge gegen Cottbus für den Klassenerhalt?

Mit dem 3:0 haben wir den Sieg in Aalen vergoldet. Wir haben das geschafft, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben es sehr souverän gemacht, hätten ein oder zwei Tore mehr schießen können. In den ersten zehn, 15 Minuten lief es noch etwas zäh. Wir hätten auch in Rückstand geraten können. Aber wir kennen es aus der Hinrunde: Wenn man unten drinsteht und das Quäntchen Glück nicht hat, dann ist es einfach schwer. So wie dieses Mal für den Gegner. Wir haben es kaltschnäuzig gemacht und verdient gewonnen.


Die Mannschaft war sehr effektiv vor der Pause ...

Wir haben die Chancen direkt genutzt. Es zeichnet uns momentan aus, dass wir daran gearbeitet haben, dass wir kompakt stehen und nicht viel zulassen. Dieser Sieg geht ganz klar in Ordnung.


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