Doppelpack beim Heimdebüt gegen Cottbus Marcus Piossek: "Das sind Tage, die sind ganz besonders"

Komm Welt, lass dich umarmen, welch ein Tag: Marcus Piossek feiert mit Nico Granatowski seinen Doppelpack beim Heim-Debüt in der Hänsch-Arena. Foto: Werner ScholzKomm Welt, lass dich umarmen, welch ein Tag: Marcus Piossek feiert mit Nico Granatowski seinen Doppelpack beim Heim-Debüt in der Hänsch-Arena. Foto: Werner Scholz

Meppen. Was Marcus Piossek am Samstag beim 3:0 gegen Energie Cottbus vor 7430 Zuschauern gelungen ist, kommt im Fußball nur sehr selten vor. Mit seinem Doppelpack bei seinem Heimdebüt im Meppen-Trikot hat der 29-Jährige alle Kritiker an seiner Person verstummen lassen.

Auf den Knien hockend hämmerte Marcus Piossek nach etwas über einer halben Stunde in der Partie gegen Energie Cottbus wieder und wieder auf den Rasen in der Hänsch-Arena. Gleichzeitig schrie der 29-Jährige nach unten blickend los. Doch das hörte im Stadion des SV Meppen kaum jemand. Denn der Winterneuzugang hatte kurz zuvor nach einem perfekten Zuspiel von René Guder von der rechten Seite freistehend den Ball links ins Eck geknallt und bei seinem Heim-Debüt im Trikot des SV Meppen sein erstes Tor erzielt. Gleichzeitig war es nach Nick Proschwitz Führungstreffer, das 2:0 in der Partie. Auf den Rängen ging bereits da die Post ab.


Schwierige Zeit in Lotte

„Die letzte Zeit war für mich in Lotte nicht einfach. Auch wie das am Ende alles abgelaufen ist“, sagte Piossek nach dem Spiel über seinen Jubel. Wie viele Steine beim ersten Treffer von seinem Herzen gefallen sind, kann man wohl nur erahnen. „Natürlich zweifelst du auch selber an dir. Aber ich habe immer versucht an mich zu glauben, Gas zu geben. Ich weiß, was ich kann. Christian Neidhart hat mir dann im Winter hier die Chance gegeben und ich hoffe, dass ich das Vertrauen so zurückzahlen kann.“

Der Liveticker zum 3:0-Sieg gegen Energie Cottbus zum Nachlesen

Bei dem Tor sei aber auch noch eine kleine Portion Glück dabeigewesen. „René legt den Ball super zu mir in den Rückraum. Ich bin frei. Der Ball rutscht mir noch ein bisschen über den linken Fuß ins lange Eck. Aber das sieht natürlich schön aus.“

Marcus Piossek (links) freut sich mit Steffen Puttkammer. Foto: Werner Scholz

"Wenn du morgens aufwachst,.."

Nach seinem zweiten Treffer zum 3:0-Endstand hätte Piossek die ganze Welt umarmen können. „Wenn du morgens aufwachst, rechnest du natürlich nicht mit so etwas. Das sind Tage, die sind ganz besonders im Fußball. Ich freue mich natürlich, dass es am Ende so gelaufen ist und dass wir die drei Punkte geholt haben.“

Bei dem Tor hatte zuvor Granatowski ein Flanke von Guder per Kopf auf Piossek quer gelegt. Nach Aussage des Torschützen sei es aber gar nicht so einfach gewesen, den Ball erneut im linken Toreck unterzubringen, da er noch ein wenig „gehoppelt“ sei. „Aber an so einem Tag, triffst du den dann eben auch. Das lief für mich natürlich sehr, sehr gut.“

Erstmal zu den Fans

Nach Abpfiff war der Mittelfeldspieler der umjubelte Mann und natürlich Spieler des Tages. Einem damit einhergehenden Interviewmarathon hatte Piossek nach seiner zuletzt schweren Zeit nichts entgegenzusetzen. War es doch gleichzeitig Balsam für seine Seele. Doch zunächst mussten sich die wartenden Reporter hinten anstellen. Für Meppens Nummer 18 ging es als erstes mit dem gesamten Team zu den Fans. So musste selbst die Telekom als Rechteinhaber der 3. Liga auf den Doppelpacker warten. 

Marcus Piossek beim Abklatschen mit den Fans. Foto: Werner Scholz

„Es war das erste Mal für mich in der Hänsch-Arena und die Stimmung war wirklich richtig gut. Man sieht wie Fans und Team zusammenstehen. Das spürt man auf dem Platz und das war für mich heute ein wirklich schönes Gefühl.“ Anschließend wurden dann auch noch die Journalisten mit ausgiebigen Antworten zufrieden gestellt.


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