Erste Einheit in Belek SV Meppen: Die Sonne lacht den Regen weg

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Belek. Eitel Sonnenschein zum Auftakt des Trainingslagers der SV Meppen im türkischen Belek. Dort wird der emsländische Drittligist bis Sonntag insgesamt zehn Trainingseinheiten absolvieren. Zudem sind Spiele gegen FC Qäbälä (Aserbeidschan) und FC Botosani (Rumänien) geplant.

In Belek sollen die Meppener Spieler den Feinschliff für die verbleibenden 18 Punktspiele bekommen. Trainer Christian Neidhart will die Spielweise defensiver ausrichten. Mit schnellem Umschaltspiel sollen die für den Klassenerhalt nötigen Zähler gesammelt werden. „Wir haben nicht viel Zeit“, will der Coach jede Trainingsminute in der Türkei zur Umsetzung der Veränderung nutzen.

Aufwärmen vor der ersten Einheit in Belek. Foto: Mentrup


Grundlagen vorhanden

Denn die Grundlagen waren nach der kurzen Winterpause noch vorhanden. Außerdem hat das Team seit dem 3. Januar im Emsland fleißig gearbeitet, auch im konditionellen Bereich. Erst Samstag hatten die Spieler frei. „Um die Koffer für das Trainingslager zu packen“, schmunzelte Neidhart.

Fußballexperte bei der Sicherheitskontrolle

Die Anreise verlief wunschgemäß. Beim Warten auf den Düsseldorfer Flughafen erregte der SVM durchaus Aufmerksamkeit. Obwohl die Logos deutlich zu erkennen waren, wurden die Emsländer als „SV Duisburg“ tituliert. Ein anderer Fluggast wollte wissen, ob es sich um die U19 des SVM handle. Richtig schmunzeln musste Neidhart bei der Personenkontrolle. Er musste erst den linken und dann den rechten Fuß heben. Danach hieß es knapp: „Und wenn Sie jetzt noch den VfL Osnabrück schlagen, dann geht es gleich weiter.“ Neidhart hatte keine Einwände. Später mutmaßten die Meppener, ob es sich bei dem Experten womöglich um einen Anhänger von Preußen Münster oder vom KFC Uerdingen gehandelt haben könnte.

Abendstmmung auf dem Trainingsgelände. Foto: Mentrup


Keine Verzögerung

Ohne Verzögerung kam der SVM nach Antalya. Da hatte Videoanalyst Jens Robben, der schon am Donnerstag geflogen war, weniger Glück. Er wurde wegen des Streiks des Sicherheitspersonals mit dem Bus nach Münster gefahren, konnte wenigstens von dort losfliegen, hatte aber einige Stunden verloren.

Äcker und Wiesen unter Wasser

Kurz nach der Landung der Mannschaft in Antalya zeigte sich die Sonne und lachte den Regen weg. Am Samstag waren die Niederschläge an der türkischen Riviera so heftig, dass das Testspiel zwischen Eintracht Braunschweig, die im selben Hotel wie der SVM Quartier bezogen hatte, und dem Halleschen FC ausfiel. Die Folgen der Regengüsse waren noch deutlich zu sehen. Viele Äcker und Wiesen zwischen dem Meer von Gewächshäusern standen unter Wasser wie Reisfelder.

„Das schlaucht“

Der Trainingsplatz des SVM war am Sonntag gut bespielbar, auch wenn der Bus bei der An- und Abfahrt an etlichen tiefen Pfützen ausweichen musste. Nach der langen Anreisenacht waren die Spieler erkennbar müde. „Das schlaucht“, stellte Nico Granatowski fest. Aber die gut einstündige Einheit sei nach den Strapazen „vielleicht ganz gut“. Genau wie die Stimmung bei den Spielern.


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