Schon acht Monate Pause SV Meppen: Gebers muss Leidensweg fortsetzen

Muss weiter warten: Meppens Abwehrspieler Marcel Gebers fällt nach der Hüft-Operation mit Kniebeschwerden aus. Foto: ScholzMuss weiter warten: Meppens Abwehrspieler Marcel Gebers fällt nach der Hüft-Operation mit Kniebeschwerden aus. Foto: Scholz

Meppen. Marcel Gebers gibt sich trotzig: „So will ich meine Karriere nicht beenden. Ich will auf jeden Fall noch mal auf den Platz.“ Der 32-jährige Abwehrspieler des SV Meppen, der wie Talent Jannik Hoormann nicht mit ins Trainingslager nach Belek fliegt, klingt entschlossen. Dabei plagt er sich seit Monaten mit Verletzungen herum.

Das letzte Spiel bestritt Gebers, der im Januar 2017 vom FSV Zwickau zum damaligen Regionalligisten SVM gekommen ist und eine überragende erste Saison in der 3. Liga gespielt hat, am letzten Spieltag der vergangenen Serie, also am 12. Mai bei Werder Bremen. Der Kämpe verletzte sich an der Hüfte, wurde operiert -– und schien auf einem guten Weg. Wenn da nicht die Knieprobleme gewesen wären, die ihn schon kurz nach der OP quälten. An der Hüfte ist er beschwerdefrei. „Damals ist alles gerichtet worden“, vermutet der Fußballer eine Fehlstellung. 

Im Dezember mit der Mannschaft trainiert

In der langen Reha zeigte sich Gebers optimistisch, dass er vielleicht noch vor Weihnachten zumindest auf der Ersatzbank Platz nehmen könnte. Der ehrgeizige Plan ging nicht auf, aber er trainierte Ende 2018 wieder mit der Mannschaft, Spielformen und erst recht Zweikämpfe musste er jedoch meiden. Die Freude auf das Ende der Winterpause, nach der alles besser werden sollte, stieg.

Kniebeschwerden nach Hüft-OP

Doch zwischen den Feiertagen musste Gebers sogar Schmerzmittel nehmen. „Ich habe danach gedacht, ich versuche es mit Training“, erinnert er sich. Zwei Tage ging es gut, aber der dritte war „eine Katastrophe“. Eine neue Zwangspause wegen Schmerzen an der Außenseite des Knies folgte. „Ich habe gedacht, es platzt.“ Wieder ein herber Rückschlag .

Ein Kämpfertyp: Meppens Abwehrspieler Marcel Gebers (r.), der in dieser Saison noch kein Spiel bestritten hat. Foto: Scholz


Gebers und Hoormann Montag zur Arthroskopie

Am Montag, während die Mannschaft ins Trainingslager nach Belek fliegt, unterzieht sich Gebers einer Arthroskopie. „Ich bin total traurig, dass ich nicht dabei bin. „, klingt der Abwehrspieler niedergeschlagen. „So macht es keinen Sinn. Ich kann der Mannschaft nicht und mir auch nicht helfen.“ Jetzt hofft der gebürtige Soltauer, dass auf den Eingriff Linderung folgt - und er im März wieder mitmischen kann.

„So lange wie bei einem Kreuzbandriss“

Verletzungen gehören zum Leistungssport dazu, weiß Gebers, der nach einer Operation an der Achillessehne in Kiel acht Monate ausgefallen ist. „So lange wie bei einem Kreuzbandriss“, und genau so lange wie jetzt schon. Beruhigend sei vor allem die Unterstützung durch das Trainerteam und den Verein. Und ergänzt trotzig: „Auch nach so einer Scheiß-Saison stecke ich den Kopf nicht in den Sand.“




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