VfL Osnabrück in Lingen auf Platz zwei FC Schalke 04 gewinnt 6. Budenzauber – SV Meppen Vierter

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Lingen. Der FC Schalke 04 hat den 6. Budenzauber gewonnen. Im Finale besiegten die Königsblauen am Samstag den VfL Osnabrück im Neunmeterschießen. Dritter beim Hallenfußballturnier der Traditionsmannschaften wurde Bayer 04 Leverkusen vor dem SV Meppen, der auch im sechsten Anlauf das Endspiel verpasste.

Osnabrück war nahe dran am zweiten Erfolg in Lingen nach 2016, zog aber in der Lotterie Neunmeterschießen eine Niete. Björn Lindemann verschoss den entscheidenden Ball, nachdem die drei Schützen der beiden Teams dreimal angetreten waren. 

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Der SV Werder Bremen und der 1. FC Nürnberg schieden in der Gruppenphase aus. Werder verlor die beiden Partien gegen den VfL Osnabrück (1:3) und SV Meppen (4:5), während Nürnberg nach dem 3:3 gegen Schalke mit 2:4 gegen Leverkusen unterlag. „Für uns war der Verlauf etwas schade", gestand Werders Ailton. "Wir haben nicht so gut gespielt wie vor einer Woche beim Turnier in Oldenburg. Wir haben beide Spiele verloren und sind in der Gruppenphase rausgeflogen. Das ist natürlich schlecht, aber kann mal passieren. Leider waren wir nicht konzentriert genug. Gegen den SV Meppen war es sehr eng, aber am Ende haben wir es nicht geschafft. Nächstes Jahr muss es dann wieder besser laufen. Und vielleicht sollten wir uns noch ein bisschen besser vorbereiten, damit wir in Lingen wieder besseren Fußball zeigen.“

Perfekter Start

Für Meppen bleibt dagegen der Traum vom Finale weiter unerfüllt. Dabei begann das Turnier so verheißungsvoll. Gleich im ersten Gruppenspiel machte Meppen den Einzug ins Halbfinale perfekt. Weil Werder die erste Begegnung gegen Osnabrück verloren hatte, stand fest: bei einem Sieg wären die Emsländer und die Lila-Weißen vor ihrem direkten Duell weiter und Werder draußen. Bereits zur Pause führte Meppen nach Treffern von Wolfgang Hake, Michael Holt und Josef Schröer und einem Gegentor von Ailton mit 3:1. Nachdem Michael Holt auf 4:1 erhöht hatte, wurde es noch einmal dramatisch. Werders Peter Niemeyer glich durch einen Hattrick aus, ehe Hüseyin Dogan doch noch den 5:4-Siegtreffer erzielte.

Im Derby gegen Osnabrück ging es für Meppen nur noch um den Gruppensieg. Per Direktabnahme schoss Andreas Schäfer den VfL in Führung, die Hüseyin Dogan ausglich. Nach dem Wechsel lag Meppen nach Treffern von Marco Willen und Wolfgang Hake mit 2:1 beziehungsweise 3:2 vorne, aber Osnabrück glich durch Alex Kotuljac und Björn Lindemann aus. Ein Strafstoß von Meppens Michael Holt brachte den Emsländern schließlich den 4:3-Derbysieg und Platz eins in der Gruppe.

Chancenlos im Halbfinale

Im Halbfinale gegen den FC Schalke 04 ging den Meppenern allerdings die Puste. Kurz nach dem letzten Gruppenspiel musste das Team erneut ran und unterlag den Knappen mit 1:5. „Als sehr, sehr ärgerlich“, stufte Meppens Teamverantwortlicher Robert Thoben das Aus im Halbfinale ein. Natürlich habe man sich erst mal gefreut, die Vorrunde relativ souverän überstanden zu haben. „Aber von der Ansetzung her finde ich es persönlich recht unglücklich.“ Auch wenn man nicht rumheulen wolle. Aber man habe nach dem Osnabrück-Spiel praktisch gar keine Pause gehabt. „Sonst wäre das Spiel gegen Schalke mehr offenerem Visier und etwas mehr auf Augenhöhe gewesen.“ Bei einem Rückstand werde es schwieriger, wenn man weniger ausgeruht sei als der Gegner.

Platz drei wurde im Neunmeterschießen ermittelt. Meppens Josef Schröer verschoss. Michael Holt und Hüseyin Dogan dagegen verwandelten. Für Leverkusen trafen Patrick Helmes, René Rydlewicz und Thorsten Judt.

Holt zufrieden

Eigentlich falle sein Fazit insgesamt ganz positiv aus, gestand Meppens Michael Holt. „Damit können wir gut leben.“ Der 32-Jährige lief erstmals beim Budenzauber auf und erzielte vor 3155 Zuschauern drei Tore. Das Halbfinale gegen Schalke sei unglücklich gelaufen, so Holt. Nach kurzer Verschnaufpause nach dem letzten Gruppenspiel gegen Osnabrück musste der SVM erneut ran und unterlag den Schalkern mit 1:5. „Wir haben uns am Ende abschlachten lassen. Waren zu offen. Aber da fehlte vielleicht ein bisschen die Kraft“, so Holt. „Aber das hat, glaube ich, auch nicht den Unterschied gemacht.“ Schalke sei auch eine gute Truppe, die häufiger bei solchen Turnieren spiele.

Auch im Finale fiel die Entscheidung vom Punkt. Nach regulärer Spielzeit hatte es 1:1 gestanden. „Am Ende hat ein bisschen das Quäntchen Glück gefehlt“, fasste Osnabrücks Wolfgang Schütte das Geschehen zusammen. In der letzten Minute sei der Ball vom Innenpfosten raus- statt reingesprungen, ergänzte der 44-jährige Speller. „Neunmeterschießen ist auch immer ein bisschen Glückssache. Leider haben wir uns nicht qualifiziert für Berlin“, trauerte Schütte der Chance auf die Teilnahme am Traditionsmasters hinterher. 

Zum Publikumsliebling wurde Leverkusens Patrick Helmes gewählt. Mit sieben Treffern sicherte sich der ehemalige Nationalspieler auch die Torjägerkrone. Über die Auszeichnung Torhüter des Turniers durfte sich Meppens Marcus Antczak freuen. Bester Spieler wurde Martin Max vom Turniersieger Schalke.

Schalke hatte im Vorjahr das Finale gegen Borussia Mönchengladbach verloren.



6. Budenzauber in Lingen

Gruppe A: 

Bayer Leverkusen - FC Schalke 4:3

Tore: 1:0 Judt, 2:0 Rydlewicz, 3:0 Helmes, 4:0 Helmes, 4:1 Mikolajczak, 4:2 Mikolajczak, 4:3 Kaya.

FC Schalke - 1. FC Nürnberg 3:3

Tore: 1:0 Kaya, 1:1 Schlicker, 2:1 Kaya, 2:2 Nägelein, 2:3 Giesbert, 3:3 Max.

1. FC Nürnberg - Leverkusen 2:4

Tore: 1:0 Ziemer, 1:1 Masmanidis, 1:2 Helmes, 2:2 Nägelein, 2:3 Judt, 2:4 Helmes.

1. Bayer Leverkusen 2 8:5 6

2. FC Schalke 04 2 6:7 1

3. 1. FC Nürnberg 2 5:7 1

Gruppe B:

Werder Bremen - VfL Osnabrück 1:3

Tore: 1:0 Ailton, 1:1 Schäfer, 1:2 Schäfer, 1:3 Kotuljac.

Werder Bremen - SV Meppen 4:5

Tore: 0:1 Hake, 0:2 Holt, 1:2 Ailton, 1:3 Schröer, 1:4 Holt, 2:4 Niemeyer, 3:4 Niemeyer, 4:4 Niemeyer, 4:5 Dogan.

SV Meppen - VfL Osnabrück 4:3

Tore: 0:1 Schäfer, 1:1 Dogan, 2:1 Willen, 2:2 Kotuljac, 3:2 Hake, 3:3 Lindemann, 4:3 Holt.

1. SV Meppen 2 9:7 6

2. VfL Osnabrück 2 6:5 3

3. Werder Bremen 2 5:8 0

Halbfinale

Schalke - SV Meppen 5:1

Tore: 1:0 Cziommer, 2:0 Caillas, 3:0 Mikolajczak, 4:0 Laumann, 4:1 Bayraktar, 5:1 Caillas.

VfL Osnabrück - Leverkusen 7:6

 (n. Neunm.)

Tore: 1:0 Helmes, 2:0 Helmes, 2:1 Reichenberger, 3:1 Helmes, 3:2 Schiffbänker, 3:3 Lindemann.

Neunmeterschießen: 4:3 Helmes, 4:4 Schäfer, 5:4 Masmanidis, Lindemann drüber, Judt verschießt, 5:5 Kotuljac, 6:5 Helmes, 6:6 Schäfer, Masmanidis verschießt, 6:7 Lindemann.

Neunmeterschießen um Platz 3

Leverkusen - SV Meppen 3:2

Tore: Schröer verschießt, 1:0 Helmes, 1:1 Holt, 2:1 Rydlewicz, 2:2 Dogan, 3:2 Judt.

Endspiel

FC Schalke - VfL Osnabrück 8:7

 (n. Neunm.)

Tore: 0:1 Reichenberger, 1:1 Kaya.

Neunmeterschießen: 2:1 Kaya, 2:2 Schäfer, Cziommer verschießt, 2:3 Lindemann, 3:3 Mikolajczak, Kotuljac verschießt, 4:3 Kaya, 4:4 Schäfer, 5:4 Cziommer, 5:5 Lindemann, 6:5 Mikolajczak, 6:6 Kotuljac, 7:6 Kaya, 7:7 Schäfer, 8:7 Cziommer, Lindemann verschießt.

Publikumsliebling:

Patrick Helmes (Leverkusen)

Torschützenkönig:

Patrick Helmes (Leverkusen) mit 7 Treffern.

bester Torwart:

Marcus Antczak (Meppen)

bester Spieler:

Martin Max (Schalke)

Die Kader:

Bayer 04 Leverkusen: Tomasz Bobel (TW), Wolfgang Jedwabny (TW), René Rydlewicz, Carsten Baumann Markus Happe, Thorsten Judt, Patrick Helmes, Mike Rietpietsch, Ulf Kirsten, Marcus Feinbier, Ioannis Masmanidis, Sebastian Schoof.

FC Schalke 04: Christof Osigus (TW), Olivier Caillas, Sven Laumann, Andreas Blaumann, Matthias Herget, Siegmar Bieber, Markus Kaya, Simon Cziommer, Martin Max, Christian Mikolajczak.

1. FC Nürnberg: Tobias Fuchs (TW), Andreas Nägelein, Thomas Richter, Andreas Wolf, Marco Christ, Michael Wiesinger, Christian Eigler, Stephan Giesbert, Thomas Ziemer, Florian Schlicker.

SV Meppen: Damir Bujan, Andreas Helmer, Marco Willen, Michael Holt, Eray Bayraktar, Zoran Milosevic, Josef Schröer, Hüseyin Dogan, Markus Antczak (TW), Wolfgang Hake, Peter Landel, Andre Zellin.

VfL Osnabrück: Tobias Langmeyer (TW), Matthias Rose, Christian Weidner, Benjamin Möllers, Wolfgang Schütte, Lars Schiersand, Andreas Schäfer, Thomas Reichenberger, Björn Lindemann, Christian Claaßen, Christian Schiffbänker, Alex Kotuljac.

SV Werder Bremen: Oliver Reck (TW), Lars Unger, Holger Wehlage, Sören Seidel, Erhan Albayrak, Peter Niemeyer, Ailton, Helge Horn (TW), Ferenc Toth, Ivan Klasnic, Viktor Pekrul.

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