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Neidhart: Kämpferisch alles versucht Rote Teufel verpassen dem SV Meppen eiskalte Dusche

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Meppen. Der 1. FC Kaiserslautern schockt den SV Meppen: Vor 9114 Zuschauern in der Hänsch-Arena kassierten die Emsländer beim 0:1 (0:1) die fünfte Heimniederlage.

Am Samstag endeten zwei Serien: Der Gastgeber musste sich nach drei Spielen ohne Niederlage wieder geschlagen geben. Damit belegt er vor dem letzten Spiel des Jahres gegen die Sportfreunde Lotte wieder einen Abstiegsrang. Die Roten Teufel, die den Emsländern eine eiskalte Dusche verpassten, setzten sich mit dem ersten Dreier nach fünf sieglosen Spielen wieder etwas ab.


Ecken nicht genutzt

SVM-Trainer Christian Neidhart zeigte sich nach dem Abpfiff „gar nicht so unzufrieden. Mir tut es nur Leid für die Spieler. Sie haben kämpferisch alles gegeben.“ Dass ihm aber das Ergebnis nicht passte, war klar. „Deswegen bin ich enttäuscht. Das ist ärgerlich“, bewertete er das 0:1. Der 50-Jährige verwies auf eine andere Statistik: Während die Pfälzer zu keiner Ecke kamen, wie der SVM in der Schlussphase schon zehn auf. „Das muss man sich erarbeiten. Wenn es anders wäre, dann müssten wir uns Sorgen machen.“ Allerdings bemängelte er, dass sein Team aus den Standards nichts gemacht habe. „Das war gerade in den letzten Spielern anders.“ Dennoch: „Ein Unentschieden war möglich.“ 

Der Gast nutzt die erste Chance

FCK-Trainer Sascha Hildmann zeigte sich erleichtert. In seiner kurzen Ägide sammelte Kaiserslautern vier Punkte in zwei Spielen. Sein Team sei in den ersten 20 Minuten zu langsam in die Zweikämpfe gekommen und auch gedanklich langsam gewesen. „Aber dann haben wir die erste Chance gleich genutzt.“ Das war zuletzt nicht gelungen. In den drei vorherigen Partien hatten die „roten Teufel“ nicht getroffen und dabei zumindest in Würzburg einige Chancen liegen lassen.


Knifflige Szene im Strafraum von Kaiserslautern nach dem Kopfball von Marco Komenda . Der SV Meppen hatte Möglichkeiten, verlor aber 0:1. Foto: Sch


Zuck kommt und trifft

Der 46-Jährige hatte den Torschützen neu für die Startelf nominiert. Hendrick Zuck staubte in der 21. Minute ab. Nach einer Flanke kam der agile Florian Pick am Strafraum an den Ball, zog ab und SVM-Keeper Erik Domaschke konnte das Leder gerade noch von der Linie kratzen. Aber dann stand Zuck goldrichtig. Nach 375 Minuten wieder ein FCK-Tor. Der Gast war gerade erst besser ins Spiel gekommen, kombiniert einige Male gut.


Mehr Chancen für den SVM

Gefährlicher war bis dahin der SV Meppen, auch wenn die Chancen in dem von Beginn an flotten Spiel nicht immer hochkarätig waren. Nach nicht einmal 120 Sekunden eroberte Nick Proschwitz einen langen Ball. 22 Minuten später setzte er das Leder nach einem Freistoß aus knapp 20 Metern auf das Tornetz. Einen Schuss von Nico Granatowski wehrte Keeper Wolfgang Hesl ab. Nach guter Hereingabe von Janik Jesgarzewski war kein Meppener zur Stelle.

Die Vorarbeit zum Lauterer Siegtreffer leistete Florian Pick. Foto: Scholz


Aufreger: Leugers geht zu Boden

Marius Kleinsorge erlief einen Rückpass zu Hesl, von dessen Bein der Ball abprallte. Glück hatte der Torwart, dass Martin Wagner Sekunden später die Kugel ebenfalls an dessen Bein beförderte. Ein Aufreger Ende der ersten Halbzeit: Thilo Leugers ging nach einem Zweikampf im Strafraum zu Boden. Der Pfiff blieb aus, Leugers hielt sich zurück, die Fans pfiffen wütend.

Kaiserslautern zieht sich zurück

Kaiserslautern attackierte im ersten Durchgang früh, ließ Meppen nur wenig Zeit beim Aufbau. Mühe hatte der Gastgeber, der zwangsweise auf lange Bälle setzte, einige Male bei den schnellen Angriffen des Gegners. Nach dem Wechsel ließ Kaiserslautern den Ball zunächst laufen, machte die Lücken in der eigenen Hälfte ganz eng. Der Gast zog sich weit zurück. 

Meppener Enttäuschung: Nick Proschwitz, Max Kremer und Deniz Undav (v.l.). Foto: Scholz


Kleinsorge verpasst knapp

Meppen hatte zunächst Probleme, Druck aufzubauen, fand im Mittelfeld nicht immer eine Anspielstation. Neidhart brachte nach gut einer Stunde Deniz Undav für Martin Wagner. Der Stürmer leitete sofort eine Riesenchance ein. Nach flachem Zuspiel in den Strafraum verfehlte Marius Kleinsorge, der in Jena den späten Meppener Siegtreffer erzielt hatte, das Tor knapp. Es war ein Hallo-wach-Moment. Die Zuschauer feuerten die Blau-Weißen an. Endlich war wieder mehr Stimmung im Stadion.  

„Feuerwerk mit hohen Bällen“

Meppen versuchte es: Nach Schuss von Markus Ballmert klärte Hesl zur Ecke. „Meine Mannschaft hat sich leidenschaftlich in die Schüsse geworfen“, sagte Hildmann zu dem „Feuerwerk vor unserem Tor mit hohen Bällen.“ Bei Undavs Volley-Kracher stand Hesl goldrichtig. Am Ende war mehr möglich für die Emsländer. Mit Max Kremer und Max Wegner kamen noch zwei Offensivkräfte. Aber es reichte nicht mehr.

Chance für Denis Undav. Foto: Scholz


Auf Lotte eingeschworen

Unmittelbar nach dem Spiel schwor sich die Meppener Mannschaft, die am Abend ihre Weihnachtsfeier hatte, auf das Heimspiel am Samstag (22.12., 14 Uhr) gegen SF Lotte ein. „Wir können unser Ziel noch erreichen und auf mindestens 20 Punkte kommen“, sagte Neidhart. Bei einem Sieg wären es 22. Ob das zu einem Nichtabstiegsplatz reichen würde, bleibt offen.

Puttkammer für Vidovic in der Startelf

Neidhart musste vor dem Anpfiff eine schlechte Nachricht verdauen: Jovan Vidovic fiel mit gebrochenen Zeh aus. Für den Innenverteidiger rückte Steffen Puttkammer in die Startformation. Er war in Jena nach nur wenigen Trainingseinheiten nach auskuriertem Faserriss zu einem Kurzeinsatz gekommen.


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