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Zimmermann Samstag freigestellt SV Meppen kommt dem Traum etwas näher

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Marius Kleinsorge auf dem Weg zum 2:1. Foto: ScholzMarius Kleinsorge auf dem Weg zum 2:1. Foto: Scholz

Jena. Wird der Traum von Meppens Trainer Christian Neidhart wahr? Die Emsländer wollen auf einem Nichtabstiegsplatz überwintern. Mit dem Sieg in Jena haben sie einen großen Schritt gemacht. Carl-Zeiss-Trainer Mark Zimmermann wurde Samstag freigestellt.

Am Freitagabend kletterten die Emsländer zumindest kurzfristig auf Rang 15, die zweitbeste Platzierung in dieser Saison. Nur am ersten Spieltag waren sie als Elfter besser. Sie belegten an 13 Spieltagen einen Abstiegsplatz, waren dreimal Schlusslicht, fünfmal Vorletzter. 

Emsländer setzten Gegner unter Druck

Am Freitagabend machten sich die Emsländer gut gelaunt auf den Heimweg. Sie haben in Jena ihren ersten Auswärtssieg der Saison vorgelegt und damit die Gegner im Tabellenkeller unter Druck gesetzt. Eine Woche zuvor mussten sie nachlegen – und hatten mit dem Dreier gegen Fortuna Köln die Vorlage der Konkurrenz genutzt.

Gut gelaunt: die Meppener Spieler nach dem Sieg auf dem Weg zu den Fans, Foto: Scholz


Proschwitz bereitet beide Tore vor

„Wir haben unsere Möglichkeiten in einem insgesamt ausgeglichenen Spiel besser genutzt“, stellte Neidhart in Jena fest. Entscheidend war nach lauwarmer erster Halbzeit die Steigerung im zweiten Durchgang. Die Emsländer verlagerten das Spiel weiter nach vorn. „Dass wir nach der ersten Halbzeit, die nicht so gut war, die zweite Halbzeit so gestalten, ist unfassbar“, sagte Marius Kleinsorge, der mit seinem dritten Saisontreffer den späten Sieg perfekt machte. Den legte wie auch den Ausgleich durch Deniz Undav Nick Proschwitz auf, der nach fünf Toren in fünf Spielen erstmals wieder leer ausging. Aber am Ende, hatte der Torjäger schon vor Wochen erklärt, sei es ihm egal, wer treffe.

SVM-Fans feierten

Während die Meppener Fans, die in der Schlussphase auch die Stimmhoheit am Ernst-Abbe-Sportfeld hatten, die Mannschaft ausgelassen feierten, machten die Carl-Zeiss-Anhänger ihren Unmut deutlich. „Wenn du wieder nicht gewinnst und unten drin bleibst, ist klar, dass alle unzufrieden sind“, sagte Kapitän René Eckhardt. 

Gute Laune hatten SVM-Co-Trainer Mario Neumann (l.) und Jenas Trainer Mark Zimmermann, die einst gemeinsam für Carl Zeiss aufgelaufen sind, am Freitag. Nach der 1:2-Niederlage wurde Zimmermann am Samstag freigestellt. Foto: Scholz


Zimmermann Samstag freigestellt

Enttäuscht zeigte sich auch Coach  Mark Zimmermann nach der Niederlage. Es sei für ihn der bitterste Moment "seit ich Trainer dieser Mannschaft bin“. Am Samstag wurden Zimmermann und Co-Trainer Martin Ullmann mit sofortiger Wirkung von ihren Aufgaben freigestellt. „Damit reagiert der Club auf die anhaltend angespannte sportliche Situation, die sich mit der gestrigen 1:2-Niederlage gegen den SV Meppen weiter zugespitzt hat“, heißt es auf der Homepage der Thüringer. Beide hätten sich von der Mannschaft verabschiedet. Zimmermann, der für Jena auch als Spieler aktiv war, stand nach Angaben des Vereins in 104 Pflichtspielen als Cheftrainer an der Außenlinie. 2016 hatte er die erste Mannschaft übernommen und direkt in die 3. Liga geführt.

Torrekord in der 2. Bundesliga

Vor der Winterpause stehen für Meppen noch zwei Heimspiele auf dem Programm: Zunächst gegen den 1. FC Kaiserslautern, gegen den der SVM beim 6:7 in der Saison 1996/97 mit für den Zweitliga-Torrekord gesorgt hatte. Dann kommen drei Tage vor Weihnachten zum ersten Rückrundenspiel die Sportfreunde Lotte, der Ex-Klub von Nico Granatowski, Luka Tankulic und Max Wegner. Die Meppener Serie von drei Spielen ohne Niederlage dürfte die Zuschauerzahlen noch einmal nach oben treiben.


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