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Kleinsorge und Undav treffen SV Meppen feiert in Jena den ersten Auswärtssieg

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Jena. Der SV Meppen hat seine Serie verteidigt. Im Kellerduell beim FC Carl Zeiss Jena holten die Emsländer dank einer Steigerung nach der Pause beim 2:1 (0:1) vor 4198 Zuschauern drei wichtige Punkte. Der erste Auswärtssieg der Saison. Damit verlassen sie zumindest kurzfristig die Abstiegsplätze.

Zuvor gewann der SV Meppen in der vergangenen Saison in Großaspach. Vor 222 Tagen. „Der SVM ist wieder da“, sangen Freitagabend die rund 250 Emsländer auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld erleichtert. Zumindest für einen Tag kletterte der SVM auf einen Nichtabstiegsplatz (15). Es war der zweite Sieg der Niedersachsen in Jena. Der erste gelang vor 26 Jahren (1:0) – also vor 9586 Tagen. Die Carl-Zeiss-Fans reagierten enttäuscht. Sie warten seit 102 Tagen auf einen Heimerfolg der Thüringer. 

Jena vor der Pause stärker

„Die erste Halbzeit ging klar an Jena. Das haben wir gegen den Ball nicht gut gemacht“, bekannte Meppens Trainer Christian Neidhart. „In der zweiten Halbzeit hatte jede Mannschaft ihre Chancen. Da haben wir es besser gemacht." Auch Jenas Trainer bescheinigte seiner Mannschaft, die von den jüngsten 13 Partien nur eine gewann, einen starken Auftritt vor der Pause. Doch am Ende reicht es nicht.

Jubelnde Meppener und enttäuschte Gastgeber. Foto: Scholz


Vrzogic für Tankulic

Neidhart hatte sein Team im Vergleich zum 3:0-Sieg gegen Fortuna Köln am Sonntag nur auf einer Position verändert: Für Luka Tankulic, der sich im Training einen Faserriss zugezogen hatte, lief David Vrzogic auf. Er übernahm den linken Part auf der Doppel-Sechs neben Markus Ballmert. Marco Komenda konnte trotz muskulärer Probleme mitmischen. Thilo Leugers dagegen war vor Ort, musste aber wegen einer hartnäckigen Verhärtung im Oberschenkel zuschauen.

Tchenkoua macht Dampf

Zimmermann musste auf die wegen der fünften Gelben Karte gesperrten. Guillaume Cros und Kevin Pannewitz verzichten. Dafür rückten Fabien Mouki Tchenkoua, der auf der linken Seite Dampf machte, und Firat Sucsuz in die Startformation.

Marius Kleinsorge feiert nach dem 2:1. Foto: Scholz


Eismann-Schuss

Zimmermann hatte klargemacht, dass es für den Gastgeber darauf ankommen, den Heimvorteil im Kellerduell zu nutzen. Die Gelb-Blauen sorgten von Beginn an Druck. Dass sie Offensive könne, das haben sie in den letzten Spielen gezeigt. Jena hatte optische Vorteile. Doch die Weitschüsse verfehlten das Tor von Erik Domaschke – wie der Schuss von Sören Eismann (14.), der vor einem Jahr doppelt gegen die Meppener getroffen hatte. Beim 1:2, als der Gast auf eine Spielunterbrechung wartete, um einem verletzten Carl-Zeiss-Spieler eine Behandlung zu ermöglichen.

Vor dem Wechsel keine klare Chance

Der SVM sorgte nur für wenig Entlastung. Bei Kontern fanden die Hereingaben ins Zentrum nur selten einen Abnehmer. Der Volleyschuss von Martin Wagner strich über die Latte. Es blieb überwiegend bei Ansätzen. Eine glasklare Chance fehlte. Das war zu wenig, um die in der Defensive zuletzt keinesfalls souveränen Thüringer, die in den vergangenen beiden Partien zehn Gegentore kassierten, in Bedrängnis zu bringen.


0:1 durch Günther-Schmidt

Zur Pause lagen die Emsländer 0:1 zurück. Sucsuz leistete bei einer der guten Aktionen über die linke Seite der Gastgeber die Vorarbeit. Er sah den zentral vor dem Tor freien Julian Günther-Schmidt, der das Leder unbedrängt ins Netz schob.

Am Tor vorbei

Nick Proschwitz deutete nach dem Wechsel an, dass mehr möglich sein könnte. Doch sein Schuss war zu schwach. Torwart Jo Coppens hatte keine Mühe. Keine Chance hätte er gegen Marius Kleinsorge gehabt, der einen Rückpass erlief, den Ball aber an Coppens und am Tor vorbeizirkelte (58.). 

Glück beim Lattentreffer

Doch der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten: Nach einem Kopfball von Proschwitz musste Dennis Slamar für Torwart Coppens vor der Torlinie klären, der kurz zuvor eingewechselte Deniz Undav sorgte per Kopf für den Ausgleich. Sein viertes Saisontor. So leicht war Jena zu überwinden. Beide Mannschaften wollten den Sieg. Riesenglück für den SVM, dass Günther-Schmidt (74.) nur die Latte traf. Die Partie wurde bissiger. Dann klärte Domaschke gegen Dominik Bock. Es blieb spannend. Das entscheidende Tor schoss Marius Kleinsorge kurz vor dem Abpfiff


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