Fünf Jahre in Thüringen Mario Neumann ist 1995 mit Jena in die 2. Liga aufgestiegen

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Treffpunkt Ernst-Abbe-Spielfeld: SVM-Co-Trainer Mario Neumann (l.) und sein Ex-Mitspieler, Jenas Coach Mark Zimmermann. Foto: ScholzTreffpunkt Ernst-Abbe-Spielfeld: SVM-Co-Trainer Mario Neumann (l.) und sein Ex-Mitspieler, Jenas Coach Mark Zimmermann. Foto: Scholz 

Jena . Die Reise in die Vergangenheit war für Meppens Co-Trainer Mario Neumann mit Emotionen verbunden. Denn mit Carl Zeiss Jena ist er 1995 in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Und er traf seinen ehemaligen Mitspieler Mark Zimmermann, der die Thüringer seit 2015 trainiert.

„Es gibt noch lose Kontakte“, erinnerte Neumann an ehemalige Mitstreiter wie Torsten Ziegner (Trainer Halle), Bernd Schneider oder Jenas Mannschaftsleiter Uwe Dern. „Es ist ja auch schon lange her. Manchmal trifft man sich bei Spielen.“ 

Traum erfüllt

Neumann kam 1993 von Zwickau nach Jena. Für ihn erfüllte sich ein Traum. Denn der FC Carl Zeiss hatte sich in der DDR einiges an Renommee erarbeitet, kam immerhin zu 87 Partien auf der internationalen Bühne. „Es war für mich die Chance, in der 2. Bundesliga zu spielen.“ Als junger Keeper hinter Torwartlegende Perry Bräutigam – „er war damals die Nummer drei in Deutschland“, erinnert sich Neumann – lernte er viel. Bitter war der Abstieg aus der 2. Bundesliga. Den konnte nicht einmal Hans Meyer verhindern, der Jena schon von 1971 bis 1983 trainiert hatte.

59  Zweitligaspiele

Der Abstieg ermöglichte Neumann ein Highlight in Thüringen: Carl Zeiss stieg direkt wieder auf – mit dem gebürtigen Stollberger (Erzgebirge) zwischen den Pfosten. Die hohen Erwartungen, die ihn an die aus den verblichenen Zweitligazeiten beim SVM erinnern, und die Vergleiche mit Bräutigam („den hätte der Perry aber gehalten…“) sind noch im Gedächtnis. Dabei hatte Neumann, der 59 Zweitligaspiele für Jena bestritt, seinen Anteil am Klassenerhalt. Er parierte in der Saison 95/96 beim 1:0 gegen Nürnberg (mit dem ehemaligen Herzlaker Goran Curko im Tor) einen Strafstoß von Ante Covic.


Brasas-Gegentor "Negativerlebnis"

1998 stiegen Meppen und Jena gemeinsam ab mit Zwickau und Leipzig. Neumanns Zeit in Jena lief ab, das Angebot von Ulm mit Trainer Ralf Rangnick , die danach den Durchmarsch in die Bundesliga schafften, zerschlug sich. Über den BV Cloppenburg kam er als Trainer zum SV Meppen, gegen den er mit Jena in der 2. Liga einmal gewonnen und zweimal unentschieden gespielt hatte. Den späten Gegentreffer des 2,02 Meter langen SVM-Keepers Stefan Brasas zum 2:2 auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld am 9. Dezember 1995 bezeichnet er schmunzelnd als sein „Negativerlebnis“. Über das Kopfballtor nach Ecke, bei dem sich Brasas gegen zwei Abwehrspieler behauptete, kann der 51-Jährige längst lachen.

Ronny Maul (l.) und Christian Neidhart am Freitagabend in Jena. Foto: Scholz


Geschäftsführer Maul in Jena geboren

Länger als Neumann war SVM-Geschäftsführer Ronny Maul beim FC Carl Zeiss. Der in Jena geborene Fußballer kam über den SV Gleistal zum großen Nachbarn, bei dem er achte Jahre in der Jugend spielte, ehe er 1990 als 17-Jähriger zum VfL Osnabrück wechselte. Im Oktober 2006 kehrte er für ein knappes Jahr zurück und absolvierte 24 Zweitligaspiele für Jena.


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