Personalsorgen vor Spiel in Jena SV Meppen will die Punkte im Paradies vergolden

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Vollgas heißt die Devise des SV Meppen vor dem letzten Auswärtsspiel des Jahres am Freitag beim FC Carl Zeiss Jena. Hassan Amin (vorn, im Zweikampf mit dem Zwickauer Mike Könnecke) soll auf der linken Seite für Druck sorgen. Foto: ScholzVollgas heißt die Devise des SV Meppen vor dem letzten Auswärtsspiel des Jahres am Freitag beim FC Carl Zeiss Jena. Hassan Amin (vorn, im Zweikampf mit dem Zwickauer Mike Könnecke) soll auf der linken Seite für Druck sorgen. Foto: Scholz 

Meppen. Das Verletzungspech bleibt dem SV Meppen auch beim letzten Auswärtsspiel des Jahres treu. Dennoch wollen die Emsländer die Punkte aus den Spielen gegen Zwickau und Fortuna Köln im Paradies vergolden. Sie treten am Freitag ab 19 Uhr beim FC Carl Zeiss Jena an.

Paradies wird die Gegend um das Ernst-Abbe-Sportfeld in der 110 000 Einwohner zählenden Universitätsstadt in Thüringen genannt. Dort hat der SVM nur ein einziges Mal gewonnen, im September 1992 durch ein Tor von Robert Thoben. Bei zwölf Vergleichen stehen zwei Siege, sechs Unentschieden und vier Niederlagen zu Buche. Doch davon wollen sich die Emsländer ebenso wenig beirren lassen wie von ihrer langen Verletztenliste. 

Ziel: Über den Strich

Ohne neun Spieler (Marcel Gebers, Fabian Senninger, Patrick Posipal, Steffen Puttkammer, Mirco Born, Jannik Hoormann, Jeroen Gies, Thilo Leugers, Sven Goldschmidt) beendete der SVM am Sonntag die Serie von fünf sieglosen Partien. Das eröffnet Perspektiven: „Wir haben den Traum, zur Winterpause über dem Strich zustehen“, sagt Neidhart vor den Spielen in Jena sowie gegen Kaiserslautern und Lotte. „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen“, weiß Neumann. Die Meppener haben bewiesen, dass sie trotz aller Personalsorgen ebenfalls dazu in der Lage sind. Nie konnten Neidhart und Neumann in dieser Saison zweimal in Folge dieselbe Elf aufbieten.

Zufrieden nach dem Sieg gegen Köln: Die Torschützen Nick Proschwitz (l.) und Marius Kleinsorge. Foto: Scholz


Hohe Belastung

Der Coach wäre froh, wenn er in Jena das Team vom Sonntag aufbieten könnte. Aber Marco Komenda hatte schon im Spiel gegen Köln über muskuläre Beschwerden geklagt. Thilo Leugers musste beim Aufwärmen wegen einer Oberschenkelverhärtung passen. Das Duo zeigt sich zuversichtlich. Luka Tankulic hat das Training am Mittwoch abgebrochen. Die hohe Belastung zeigt nach Neidharts Einschätzung negative Wirkung.

Wieder im Training: Steffen Puttkammer. Foto: Mentrup


Puttkammer trainiert

Lichtblicke im Lazarett gibt es kaum. Steffen Puttkammer hat Mittwoch erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert. Ob das für einen Einsatz reicht? Sollte Komenda fehlen, könnte auch David Vrzogic in die Innenverteidigung rücken. Neidhart will nicht lamentieren: „Egal, wer kommt, alle glauben an die Chance, unten rauszukommen. Alle wollen etwas aus Jena mitnehmen.“ Für Neumann wichtig: Der Dreier gegen Köln hat die Grundstimmung verbessert. Er registriert „eine gewisse Lockerheit“, auch wenn alle wüssten, dass der Kampf um den Klassenerhalt sehr lange dauern könne.


Europapokalfinalist 1981

Den Gegner, Europapokalfinalist von 1981 (in Düsseldorf 1:2 gegen Tiflis), DDR-Meister 1963, 1968 und 1970 sowie vierfacher DDR-Pokalsieger, haben Neidhart und Neumann beim 3:2-Sieg in Wiesbaden beobachtet. Der Gastgeber hatte die besseren Möglichkeiten, aber die Thüringer holten den Dreier. Den einzigen in den vergangenen zwölf Punktspielen. Zuletzt kassierte der FC in zwei Partien zehn Gegentore (4:5 gegen Unterhaching, 2:5 in Würzburg).

Zimmermann: Ans Limit gehen

„Die Mannschaft hat offensiv Qualitäten“, sagt Neidhart. Manfred Starke und der vom SC Paderborn geliehene Philipp Tietz schossen je fünf Tore, Felix Brügmann vier. Allerdings scheint die Balance zwischen Offensive und Defensive nicht zu stimmen. Der Kader, meint Neumann, sei gut. Aber Zimmermann muss umstellen. Guillaume Cros und Kevin Pannewitz sind gesperrt. Seine Forderung für das Duell des 17. gegen den 18: „Jeder Spieler muss ans Limit gehen.“ Das wird Neidhart nicht anders formulieren.


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